2. Juni 2021 251 Views

Tradition und Innovation: Entstaubter Blick auf Europa

Europa gilt unter globalen Anlegern allgemein als strukturell unattraktiver Markt, der mit einer hohen Zyklusabhängigkeit, fehlendem Binnenwachstum und der „Old Economy“ assoziiert wird. Durch die historischen Brille betrachtet, ist diese Einschätzung durchaus nachvollziehbar. Schaut man jedoch genauer hin, so offenbaren sich am europäischen Aktienmarkt bedeutende Entwicklungen, die bei einer vergangenheitsbezogenen Betrachtung außer Acht gelassen werden.

Europäische Unternehmen profitieren von führenden Positionen in zahlreichen globalen Branchen wie Industrie und Pharma. Viele europäische Konsumgüter- und Luxusmarken haben eine lange Tradition. Sie sind sehr begehrt und können nur schwer kopiert werden. Verschiedene Unternehmen warten mittlerweile mit einem hohen Maß an Produktinnovation auf und können es in Bereichen wie Technologie und Finanzdienstleistungen mit der weltweiten Konkurrenz aufnehmen.

Die Politik in Europa ist erfahrungsgemäß komplex, da die einzelnen EU-Mitgliedstaaten unterschiedliche politische, wirtschaftliche und kulturelle Prioritäten setzen. Einige Anleger haben sich mit diesem Mangel an koordinierter Politik schwer getan. Im Zuge der Covid-19-Pandemie scheint sich dies jedoch geändert zu haben. Die Europäische Union hat vielfach dezidiert entschieden und nachdrücklich reagiert. Beim EU-Aufbaupaket „Next Generation EU“ steht der Klimawandel ganz oben auf der Prioritätenliste. Darüber hinaus rief EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen für das Jahr 2020 den Beginn des „digitalen Jahrzehnts“ in Europa aus.

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