Ein CO2-armes Portfolio allein wird die Erde nicht retten

Anlegerinnen und Anleger sind möglicherweise der Ansicht, dass die beste Möglichkeit, die Klimakrise zu bewältigen, darin besteht, in Unternehmen und Portfolios mit einer niedrigen CO2-Bilanz zu investieren. Doch das genügt nicht – benötigt werden außerdem aktive und zukunftsgerichtete Anlagelösungen.

Sechs Jahre ist es her, dass mit dem Übereinkommen von Paris ein rechtsverbindlicher internationaler Vertrag über die Bekämpfung des Klimawandels geschlossen wurde. Sein Ziel ist die Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich weniger als 2 °C (idealerweise 1,5 °C) gegenüber vorindustriellen Werten.1 Bei der 26. UN-Klimakonferenz (COP26) und danach wird der Fokus vor allem auf der Umsetzung des Übereinkommens von 2015 und den langfristigen Ambitionen im Kampf gegen den Klimanotstand liegen.

Doch im Jahr 2020 stellte die Covid-19-Pandemie alle anderen Probleme in den Schatten. Dramatische Todesfallzahlen gingen mit schweren konjunkturellen Abschwüngen einher. Als die Behörden Lockdowns verhängten, gab es aber auch Positives zu vermelden, denn die Treibhausgasemissionen sanken dadurch aufs Jahr gerechnet um rund 6% im Vergleich 2019. Dies ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, bringt aber auch eine recht ernüchternde Erkenntnis mit sich: Um die globale Erwärmung auf weniger als 1,5 °C zu begrenzen, müssen die weltweiten Treibhausgasemissionen bis 2030 halbiert werden.2 Dies entspricht einer jährlichen Minderung um 7,7% von heute bis 2030. Mit anderen Worten: Die weltweiten Emissionen müssen jedes Jahr stärker reduziert werden als im Jahr 2020, als die Welt praktisch stillstand. Sollte dieses Ziel verfehlt werden, dürften die Folgen katastrophal sein und weit schwerer wiegen als der Verlust von Menschenleben durch die Pandemie.

Lesen Sie hier weiter

 

 

 

Zurück Chinas Immobilienmarkt: Vier Gründe gegen Panikmache
Nächste Trump macht SPACs great again