Anlagestrategien sollten sich nicht auf Impfstoffhoffnungen stützen

Gesundheitsaktien stehen angesichts der vielversprechenden Nachrichten zu COVID-19-Impfstoffen erneut im Fokus. Doch Anleger sollten nicht versuchen vorherzusagen, welches Unternehmen ein Heilmittel gegen die Pandemie entwickelt. Um Gesundheitsaktien mit langfristigem Potenzial ausfindig zu machen, sollten sie sich auf die Fundamentaldaten der Unternehmen konzentrieren, statt auf das nächste Blockbuster-Medikament zu hoffen.

Anleger sind begeistert von den positiven Ergebnissen der Studien zu den Impfstoffen von Pfizer/Biontech und Moderna, über die in diesem Monat berichtet wurde. Da die Aktien der Unternehmen nach den Meldungen kräftig zulegten, könnten Anleger versucht sein, auf die Unternehmen zu setzen, die möglicherweise einen Blockbuster-Wirkstoff gegen COVID-19 oder andere Krankheiten finden werden.

Tatsächlich ist der MSCI World Health Care Index im Zeitraum seit der Mitteilung von Pfizer am 9. November bis zum 20. November hinter dem globalen Gesamtmarkt zurückgeblieben. Außerdem bestärken uns die jüngsten Erfolge in unserer Überzeugung, dass sich Aktienanleger auf die Unternehmen als Ganzes statt auf Forschungsergebnisse konzentrieren sollten.

Der Wettbewerb könnte die Profitabilität von Impfstoffen schmälern

Es dürfte noch einige Zeit dauern, bis die Impfstoffe auf den Markt kommen. Es liegen noch nicht genügend Daten zur Wirksamkeit vor und auch die Sicherheit der Impfstoffe wird noch untersucht. Bei Impfstoffkandidaten, die in Phase-1-Studien getestet werden, liegt die historische Erfolgsquote, was die Zulassung betrifft, bei 33%. Die aktuell diskutierten Impfstoffkandidaten sind vielversprechend, weltweit arbeiten jedoch 70 Unternehmen an mehr als 200 neuen Coronavirus-Impfstoffen (Abbildung). Die meisten Impfstoffkandidaten befinden sich noch in einer sehr frühen Phase der Entwicklung, und es ist schwer vorherzusagen, welche Wirkstoffe tatsächlich zugelassen werden.

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