EZB-Strategie: Hat das PEPP ausgedient?

Wahrscheinlich wird die Europäische Zentralbank (EZB) im Dezember bekanntgeben, dass ihr Pandemie-Notfallankaufprogramm (Pandemic Emergency Purchase Programme, PEPP) im kommenden März ausläuft. Doch wie wird die Zentralbank diesen Prozess handhaben? Und was bedeutet das für Anleiherenditen in der Eurozone?

Zur Unterstützung der Wirtschaft, der Banken und der Anlagekurse in der Eurozone setzte die EZB in den vergangenen Jahren sehr stark auf quantitative Lockerungsmaßnahmen. Derzeit laufen zwei separate Programme, die sehr unterschiedliche Ziele verfolgen:

Das erstmals 2014 eingeführte und im September 2019 neu aufgelegte Programm zum Ankauf von Vermögenswerten (Asset Purchase Programme, APP) soll die negativen Zinsen der EZB stützen und Abwärtsrisiken für die Preisstabilität mindern. Über das APP werden monatlich 20 Milliarden Euro angekauft. Enden soll das Programm, „kurz bevor“ die EZB mit der Anhebung der Zinsen beginnt.

Ziel des im März 2020 gestarteten PEPP ist es hingegen, den durch die COVID-19-Pandemie ausgelösten Abwärtsrisiken in Bezug auf die Inflation zu begegnen. Es unterscheidet sich in zwei wesentlichen Gesichtspunkten vom APP: Erstens ist das Tempo der monatlichen Ankäufe flexibel und dem Hauptziel des Programms untergeordnet: dem Erhalt von „günstigen Finanzierungsbedingungen“. Zu diesem Zweck legte die EZB nach Ankäufen im Umfang von 60 Milliarden Euro im ersten Quartal an Tempo zu und erhöhte im zweiten und dritten Quartal auf 80 Milliarden Euro. Für das vierte Quartal wird ein „moderat niedrigeres“ Tempo angestrebt. Zweitens unterscheidet sich das PEPP vom APP darin, dass es nur so lange Bestand haben soll, wie die Pandemie sich auf die Inflationsentwicklung auswirkt…

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