Sind Hochzins-Erträge voraussehbar? Schlüsselkennzahlen zufolge schon

Die hartnäckig niedrigen Zinsen haben viele Anleger veranlasst, immer mehr Sektoren nach Rendite abzusuchen. Für andere jedoch gelten hochverzinsliche Unternehmensanleihen weiterhin als zu riskant. Halten sie sich in volatilen Märkten? Gibt es zu viel Unbekanntes in diesem Bereich?

In Wahrheit haben sich Hochzinsanleihen in der Vergangenheit vorhersehbar entwickelt, selbst in einem rauen Marktumfeld. Ein historischer Überblick über Hochzinsanleihen zeigt, dass der Yield-to-Worst (die Mindestrendite, die erzielt wird, wenn der Emittent von seinem etwaigen vorzeitigen Kündigungsrecht Gebrauch macht) des Sektors ein bemerkenswert zuverlässiger Indikator für die Erträge in den folgenden fünf Jahren war. Diese Beziehung galt sogar während der globalen Finanzkrise, einer der stressigsten Perioden von Wirtschafts- und Marktturbulenzen aller Zeiten.

Warum? Hochverzinsliche Anleihen bieten einen beständigen Einkommensstrom, den nur wenige andere Vermögenswerte erreichen können. Und wenn Hochzinsanleihen von Emittenten vor ihrer Fälligkeit gekündigt werden können, zahlen sie den Anleihegläubigern eine Prämie für dieses Privileg. Das trägt dazu bei, dass die Anleger für Zahlungsausfallverluste bis zu einem gewissen Grad entschädigt werden.

Was bedeutet das alles im aktuellen Kontext? Hochverzinsliche Anleihen könnten kurzfristig eine gewisse Volatilität aufweisen, aber für Anleger mit einer langfristigen Perspektive sind kurzfristige Verlustphasen kein Grund, weniger Rendite zu akzeptieren.

In diesem Dokument zum Ausdruck gebrachte Meinungen stellen keine Analysen, Anlageberatungen oder Handelsempfehlungen dar, spiegeln nicht unbedingt die Ansichten aller Portfoliomanagementteams bei AB wider und können von Zeit zu Zeit überarbeitet werden.


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