Energierohstoffe stützen inflationsindexierte Anleihen

Ansichtssache | 14. Oktober 2021


Dass die Rohstoffpreise die Inflationsraten kräftig in die Höhe treiben, ist schon seit mehreren Mona-ten zu beobachten. Waren es im bisherigen Jahresverlauf vor allem Industriemetalle und Agrargü-ter, welche die Schlagzeilen bestimmt haben, kommen plötzlich Energieträger hinzu. Die Börsen-preise von Rohöl, Benzin, Gas und Kohle schnellten in den vergangenen Tagen auf mehrjährige Höchststände oder sogar Rekorde. Entsprechend explodierten die Inflationserwartungen seit Ende August an den Finanzmärkten und trieben die deutschen 2- respektive 5-jährigen Breakeven-Raten bis Anfang dieser Woche um 0,82%- beziehungsweise 0,45%-Punkte nach oben. In der Folge ver-buchten kurz laufende deutsche inflationsgeschützte Staatsanleihen deutliche Kurszuwächse, wäh-rend Langläufer an Wert verloren. Gemessen am breiten Markt verbucht der Index deutscher infla-tionsgeschützter Staatsanleihen mittlerweile einen Jahresertrag von 4,96% und wird weltweit nur von den italienischen Titeln, die 6,74% auf der Habenseite verbuchen, überflügelt. Die nominellen Pendants verloren dagegen -3,41% beziehungsweise -1,60%.

Weiteres Aufwärtspotenzial für 5-jährige inflationsindexierte Staatsanleihen
Zumindest inflationsindexierte Staatsanleihen mit 5-jähriger Laufzeit haben in den nächsten Mona-ten weiteres Aufwärtspotenzial. So erreichte die Inflationsrate der Eurozone im September mit 3,4% den höchsten Wert seit 13 Jahren. Vor allem Reiseanbieter, Hotels und Betriebe der Gastronomie nutzen die steigende Nachfrage für Preisanhebungen. In den nächsten Monaten dürfte die Inflati-onsrate weiter steigen. Das Inflationshoch gemessen an der Jahresveränderung sollte im November bei einem Wert von 3,6% erreicht werden. Angesichts der explodierenden (Börsen-)Preise für Gas und Strom wäre bis zum Jahresende eigentlich ein Anstieg der Inflationsrate auf über 4,0% zu er-warten. Jedoch haben nach Spanien auch Frankreich und Italien angekündigt, den Anstieg der Gas- und Strompreise für alle beziehungsweise die meisten Endkunden gesetzlich zu deckeln…

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