Trump macht SPACs great again

Themendienst, 10. November 2021


Am Markt für Special Purpose Acquisition Companies (SPACs) wehte im Oktober wieder fri-scher Wind. Auch wenn nach wie vor ein Ungleichgewicht zwischen steigendem Angebot und angekündigten Fusionszielen besteht, half eine Reihe positiver Entwicklungen, den Angebots-überhang zu verringern. Dominiert wurde die Erholung von den imposanten Kursentwicklun-gen des Trump-SPACs, mit dem Investoren risikolose Gewinne im hohen dreistelligen Pro-zentbereich erzielten. Das Interesse an SPAC-IPOs ist ebenfalls wieder gestiegen und der Ok-tober war der stärkste Neuemissionsmonat seit März. Auf den ersten Blick scheint das Un-gleichgewicht langsam austariert zu werden, aber es ist zu früh, eine Kehrtwende zu verkün-den. Es bleibt nämlich abzuwarten, ob die derzeitige Masse der rund 500 suchenden SPACs in der Lage ist, eine Transaktion abzuschließen, noch dazu eine von guter Qualität.

Nach einer rund achtmonatigen Dürrephase für SPACs brauchte es nur ein einziges SPAC, um das Stimmungsbild zu drehen: Das SPAC Digital World Acquisition Corp. (DWAC) kündigte eine Fusi-on mit dem neuen Unternehmen des ehemaligen US-Präsidenten, der Trump Media & Technology Group, zu einer Bewertung von 875 Millionen US-Dollar an. Diese hohe Bewertung überraschte, da Trump Media noch keine Gewinne, Einnahmen oder gar ein Produkt vorweisen kann. Dennoch wurde der DWAC/Trump-Deal das Ereignis des Monats am SPAC-Markt und DWAC verwandelte sich blitzschnell in eine Meme-Aktie, mit Kurssprüngen von unter 10 US-Dollar auf bis zu 175 US-Dollar. Obwohl der Trump-Deal fragwürdig ist, zeigt er das einzigartig attraktive Risiko-Ertrags-Profil der Assetklasse SPACs, denn Anleger waren und bleiben zu 10 US-Dollar abgesichert.

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