Abneigung gegen Schwankungen
4. Juli 2019 383 Views

Abneigung gegen Schwankungen


Faktoren bieten die Möglichkeit, Aktienportfolios abweichend vom breiten Markt zu gewichten. Wer die Faktorneigung seines Portfolios verändert, beeinflusst damit dessen Risiko-Rendite Eigenschaften. So können mit der Faktorstrategie Minimum Volatility Schwankungsrisiken reduziert werden.

Oftmals lohnt es sich einen anderen Blickwinkel einzunehmen! Das Ganze gilt auch für Anlegerportfolios. Statt lediglich in Anlageklassen zu denken, kann man Portfolios auch unter dem Blickwinkel von Faktoren betrachten.

Sie wirken unter den Tausenden von Wertpapieren in jedem Portfolio als breite und beständige Renditetreiber. Faktoren beeinflussen die Renditen innerhalb und über Anlageklassen, Märkte und Länder hinweg. Seit den 1930er Jahren haben Wissenschaftler Faktoren als Quelle für Überrenditen und Risiko identifiziert.

Früh im Zentrum der Forschung stand zum Beispiel der Faktor Value, also Aktien mit günstiger Bewertung. Aber auch mit dem Faktor Size (Aktien von Unternehmen mit kleinerer Marktkapitalisierung), Quality (Aktien von Unternehmen mit robuster Bilanz) oder Minimum Volatility (Aktien mit geringeren Schwankungen) lassen sich Mehrrenditen gegenüber dem globalen Aktienmarkt erzielen.

Allerdings können einzelne Faktoren in unterschiedlichen Konjunktur- und Marktphasen unterschiedliche Renditebeiträge liefern. Einen schnellen Überblick kann die Grafik geben. Wer detailliertere Informationen und Hintergründe zu Faktorstrategien sucht, wird hier fündig.

 

Faktoren im Konjunkturzyklus: Welcher Faktor funktioniert tendenziell am besten?

Schematische Darstellung. Dient nur zur Veranschaulichung. Quelle: BlackRock, Stand: April 2019.

 

In Phasen der konjunkturellen Verlangsamung konnten sich besonders Minimum Volatility- Strategien auszeichnen. Wer also nach Möglichkeiten sucht, im Portfolio Schwankungsrisiken zu vermindern und mögliche Verluste an Aktienmärkten abzufedern, kann sich diese Strategien schon einmal genauer ansehen. Zumal schwankungsarme Aktien langfristig sogar bessere Renditen erzielen können als risikoreichere (die sog. Low-Beta-Anomalie).

Wer in seinem Portfolio marktbreite Anlagen durch Minimum Volatility-Investments ersetzt, kann die Faktorneigung des Portfolios beeinflussen: hin zu tendenziell geringerer Schwankungsintensität. Ganz einfach geht das zum Beispiel mit Faktor-ETFs (Mehr dazu? Hier.)

Klar sollte allerdings sein, dass damit zwar das Schwankungs- und Drawdown Profil verbessert und so langfristig positive Renditeeffekte erzielt werden können. Anleger dürfen aber nicht erwarten, dass kurzfristige Kursverluste in Marktkorrekturphasen ganz oder größtenteils vermieden werden können. Der Mehrwert von Aktientiteln mit einer einer geringerer Schwankungsbreite zeigt sich dabei besonders in langfristigen Abwärtsphasen – auch weil die Titel häufig weniger konjunkturabhängig sind.

Die Faktorneigung eines Anlegerportfolios lässt sich mit speziellen Faktor-ETFs also gezielt anpassen. Übrigens auch, wenn sich das Umfeld ändert und sich die Konjunktur wieder einem Aufschwung zuwendet. Die Anpassung oder Faktorrotation ist also nicht nur eine Aufgabe zur Vorbereitung auf schlechtere Zeiten, sondern erfordert kontinuierliche Arbeit.
Wer sich nicht selbst um die Anpassung der Faktorneigung von Anlegerportfolios kümmern möchte, kann das auch Experten erledigen lassen und sich entspannt zurücklegen: Dafür gibt es unsere aktiv gemanagten Multi-Asset-Portfolios von ETFs, bei denen auch die Faktorneigung fortlaufend überprüft und angepasst wird. Mehr dazu hier.

 

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