BlackRock Redaktion | Flexibel ins letzte Drittel

Blog-Beitrag von Robert Gebert vom 27. November 2017 | Bild: Cheryl Casey / Shutterstock

Marathon mit 85, als Rocker auf der Bühne mit 70? Alt heißt zunehmend: immer noch fit und flexibel. Das definiert auch den Anspruch an die private Altersvorsorge.

Endlich mal alles an einem Ort: Auf der neuen Seite zum Thema private Altersvorsorge haben wir jetzt im BlackRock Berater-Portal für Berater ganz systematisch all das zusammengestellt, was Anleger in Sachen Finanzen für das Rentenalter so umtreibt: Harte Fakten über die „Rentenlücke“, die die meisten von uns erwartet, warum es Sinn macht, in Aktien zu investieren, wie man das am besten bewerkstelligen kann ohne die berühmten Klumpenrisiken – und auch, wo und wie Anleger ganz praktisch mit der Vorsorge anfangen können.

Denn Storys wie diese hört man ja immer wieder: Beim Frankfurt Marathon vor ein paar Wochen war der älteste Teilnehmer Jahrgang 1932 (genannt „Marathon-Methusalem“), vor ein paar Monaten tourten die Stones mit Mick Jagger (74 Jahre) und Keith Richards (73 Jahre) durch Deutschland. Das ist heute so. Zwar kann nicht jeder 42,195 km am Stück laufen oder das Münchner Olympiastadion füllen, doch auf ein gesundes und aktives Alter, das wir flexibel nach unseren eigenen Vorstellungen gestalten können, hoffen wir doch alle.

Dass dafür auch Geld nötig ist: bekannt. Doch Zahlen belegen – es reicht bei vielen nicht. In ihrem Bericht „Pensions at a Glance 2015“ rechnet die OECD für Deutschland durchschnittlich mit einer Rentenlücke von 23% des monatlichen Nettoeinkommens. Tatsächlich: wenn ich mich im Bekanntenkreis so umhöre, ist die Sorge vor Altersarmut auch wirklich groß. Da herrscht sogar nicht selten die feste Überzeugung, dass es in der Rente mit dem schönen Leben vorbei ist und jeder Cent umgedreht werden muss.

Das hat übrigens auch die aktuelle BlackRock Investor Pulse-Studie gezeigt: Nur 36 % der Befragten glauben, dass ihr Renteneinkommen gesichert ist, 40 % denken nicht, dass sie bei der Altersvorsorge auf einem guten Weg sind. Dabei sehen ganze 86% es als ihre persönliche Aufgabe, sich um das Thema Altersvorsorge zu kümmern.

Angesichts der Niedrig- bzw. Negativzinsen heißt es aber auch oft: Wozu sparen? Da wird dann mal schnell der Kopf in den Sand gesteckt. Es gibt aber Abhilfe. Wichtig ist: Die Planung der privaten Altersvorsorge sollte sich daran orientieren, dass wir im Alter fitter und aktiver sind und uns daher auch viel Flexibilität wünschen. Statt Produkte mit starren Laufzeiten und Beträgen passt es besser, auf flexibel anpassbare Lösungen wie Fondsportfolios und Sparpläne zu setzen.

Ich fand es übrigens wieder einmal beeindruckend zu lesen, wie Aktien langfristig in den letzten 20 Jahren überzeugen konnten – trotz der Krisen, die wir in diesen beiden Jahrzehnten zu überstehen hatten. Das ist natürlich Vergangenheit und keine Garantie dafür, dass es auch in Zukunft so weitergehen wird. Aber die BlackRock-Kapitalmarktexperten (das kann man auf der neuen Themenseite „private Altersvorsorge“) ebenfalls lesen) erwarten für die kommenden fünf Jahre weiter ordentliche Renditen für Aktien aus Industrie- und Schwellenländern, während sie für Cash und Anleihen aus Industrieländern Minusrenditen prognostizieren.

Es spricht also in Sachen langfristiger Vermögensaufbau für das Alter einiges für Aktienfonds oder -ETFs im Rahmen eines diversifizierten Portfolios oder eben Multi Asset-Lösungen, die gleich alle Anlageklassen abdecken. Denn im letzten Lebensdrittel nur auf der Parkbank sitzen – das wollen die meisten von uns dann doch nicht.

Zurück Video-Interview Thorsten Pörschmann | Digital Finance - 13. November 2017
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