Global Investment Outlook 4. QUARTAL 2018

Global Investment Outlook 4. QUARTAL 2018

Der Ausverkauf bei Aktien und Anleihen aus den Emerging Markets war eines der großen, wenn nicht gar das größte Gesprächsthema an den Finanzmärkten in diesem Sommer. Ausgelöst durch politische und wirtschaftliche Turbulenzen in einigen wenigen Schwellenländern stand auf einmal wieder ein ganzes Anlagesegment im Feuer, welches angesichts steigender Zinsen in den USA und eines stärkeren Dollars ohnehin schon mit Gegenwind zu kämpfen hatte.

Wir sind der Meinung: Die Probleme in einigen Schwellenländern haben nicht das Kaliber, die Weltwirtschaft aus den Angeln zu heben. So kritisch etwa die Entwicklung in der Türkei zu betrachten ist, so unbedeutend ist die türkische Wirtschaft aus einer globalen Perspektive. Da über den Verlauf des Sommers diverse Unternehmen und Staaten in den Emerging Markets seitens der Anleger abgestraft wurden, die es nach unserem Dafürhalten nicht „verdient“ haben, ergeben sich mitunter attraktive Kaufgelegenheiten. Das gilt besonders für das Aktiensegment.

Des Weiteren bleibt die Diskrepanz zwischen der geopolitischen Lage und der globalwirtschaftlichen Verfassung wahrnehmbar groß. Während auf der einen Seite Handelskriege eskalieren und Populisten auf dem Vormarsch sind, wächst auf der anderen Seite die Wirtschaftsleistung in fast allen Ecken dieser Welt – vor allem die USA und die nach wie vor robuste chinesische Volkswirtschaft sorgen dafür, dass das globale Wachstum auch im Jahr 2018 und womöglich auch noch in 2019 über dem Wachstumspotenzial liegen wird.

In unserem Anlageausblick für das vierte Quartal lesen sie, dass wir nach wie vor an unserem Narrativ festhalten, welches wir zur Jahresmitte in das Zentrum unserer Analyse gestellt haben: Eine restriktivere US-Notenbank erschwert das Leben aller Emittenten, die Dollar-Schulden vor sich herschieben. Eine gestiegene Makrounsicherheit erschwert präzise Prognosen über den Fortgang der makroökonomischen Entwicklung und sorgt so für höhere Risikoprämien an den Märkten. Demnach ist es ratsam, Portfolios in Q4 weiter wetterfest zu machen – ohne den Fuß allzu stark vom Gas zu nehmen.

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