03. Apr 2019 499 Views

Lohnende Themen?

Blog-Beitrag vom 18. März 2019

Aktiv in Themen zu investieren kann sich auszahlen. Dafür ist es aber wichtig, die richtigen zu identifizieren. Megatrends helfen dabei.

Wie die Welt in zehn, zwanzig oder gar fünfzig Jahren aussehen wird, würden wohl die meisten von uns gerne wissen. Auch für Anleger ist das relevant. Kurzes Beispiel: Wenn unsere Wirtschaft in Zukunft wirklich CO2-ärmer sein soll, macht es wohl keinen Sinn mehr, auf Kohleunternehmen zu setzen.

Um herauszufinden, was Potenzial bietet, können Megatrends entscheidende Hilfen sein. Bei Megatrends handelt es sich um starke, transformative Kräfte, die Weltwirtschaft, Unternehmen und Branchen und die Weise, wie wir leben, von Grund auf verändern können. Da solche Megatrends auf weitreichenden strukturellen Veränderungen basieren, können mit ihnen umfangreiche Anlagechancen einhergehen.

Unsere Experten von BlackRock haben fünf Megatrends identifiziert: Klimawandel und Ressourcenknappheit, die Verlagerung der wirtschaftlichen Machtverhältnisse, Demografie und sozialen Wandel, die rasante Urbanisierung und den technologischen Durchbruch. Dem Letzteren kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, denn er kann wesentliche Veränderungen auslösen (mehr zu Megatrends und was sie für Anleger bedeuten? Hier!).

Aus einem solchen Megatrend – oder auch aus zwei oder drei – können nun Themen entwickelt werden, die sich für ein langfristiges aktives Investment eignen. Das kann Anleger übrigens auch davor schützen, „Eintagsfliegen“ aufzusitzen, also kurzfristigen Moden. Denn Themen, die Megatrends aufgreifen sind von Dauer und keine kurzfristige Modeerscheinung, global wirksam und nicht nur auf eine einzelne Region beschränkt und so breit, dass Anleger über globale Aktienmärkte in sie investieren können.

Ein Thema mit Potenzial ist für die Portfoliomanager und Experten der Thematic Research Investment Group von BlackRock zum Beispiel der Bereich neuer Energien, also Unternehmen, die von einem Übergang zu einer CO2-ärmeren Wirtschaft besonders profitieren dürften. Oder auch die Zukunft der Mobilität, das heißt Unternehmen, denen die Entwicklung hin zur E-Mobilität zugutekommen könnte, beispielsweise aus Bereichen wie Elektrifizierung, autonomes Fahren oder auch Vernetzung. Mehr dazu in dem lesenswerten Beitrag „Unterwegs in eine elektrisierende Zukunft“ online – einfach hier nachlesen.

Und was kann das bringen? Dazu haben unsere Experten einmal ein Fallbeispiel durchgerechnet: An hypothetischen konservativen, ausgewogenen und renditeorientierten Portfolios haben sie simuliert, was über die letzten Jahre passiert wäre, wenn man eine Komponente von 10 % oder 20 % thematischer Investments beigemischt hätte. Das Ergebnis: Bei weitgehend unverändertem Risiko (im Sinne der Volatilität) ergeben sich durchweg verbesserte annualisierte Renditen. Das zeigt auch die Grafik.

Thematische Engagements beimischen: ein Fallbeispiel
Risiko-Rendite-Spektrum

Quelle: BlackRock, Morningstar. Betrachtungszeitraum: 21.06.2011 – 31.10.2018. Häufigkeit: täglich. Neugewichtungsintervall: jährlich. Währung: EUR.
Die Themenkomponente besteht aus 25% Stoxx Factset Ageing Population Index, 25% Stoxx Factset Digitalisation Index, 25% Stoxx Factset Healthcare Innovation Index und 25% Stoxx Factset Automation and Robotics Index. Konservatives Portfolio : 60% Anleihen (Bloomberg Barclays Euro Aggregate Index), 30% Aktien (15% MSCI Europe Index, 15% MSCI All Country World ex Europe Index), 10% Cash (EURIBOR 1 Monat).
Ausgewogenes Portfolio: 47% Anleihen (Bloomberg Barclays Euro Aggregate Index), 45% Aktien (22,5% MSCI Europe Index, 22,5% MSCI All Country World ex Europe Index), 8% Cash (EURIBOR 1 Monat).
Renditeorientiertes Portfolio: 30% Anleihen (Bloomberg Barclays Euro Aggregate Index), 65% Aktien (32,5% MSCI Europe Index, 32,5% MSCI All Country World ex Europe Index), 5% Cash (EURIBOR 1 Monat).

Sollte uns dieses Ergebnis verwundern? Eigentlich nicht. Denn genau das haben wir ja als Anforderungen an die Themeninvestments formuliert. Sie sollten besondere Anlagechancen für ein aktives Management bieten. Und sie sollten global investieren und somit keine besonderen regionalen Risiken eingehen, die im Vergleich zu einem global investierenden Portfolio zu höherer Volatilität führen könnten. Keine schlechten Gründe also, sich mit dem aktiven Investieren in Themen einmal näher zu beschäftigen.

 

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