Net Zero: 3 Aktien, die einen positiven Einfluss haben

COP26, welcher im November in Glasgow stattfinden wird, ist der wichtigste Klimagipfel seit dem Pariser Klimaabkommen (COP21) im Jahr 2015. Ziel des COP26 ist es, die Fortschritte bei der Erreichung der Ziele des Pariser Abkommens zu beschleunigen, indem Länder zu weitaus ehrgeizigere Emissionsreduktionsziele zu bewegen und neue Verpflichtungen zur Finanzierung des Übergangs einzugehen. Wie können Multi-Asset-Investoren dazu beitragen?

Die Ziele von Paris

Die COP-Gipfel sind jährliche Konferenzen der Vereinten Nationen zur Bewertung der Fortschritte bei der Bekämpfung des Klimawandels. Viele Gemeinden auf der ganzen Welt leiden bereits unter Auswirkungen des globalen Klimanotstands, wie z. B. unter extremen Wetterbedingungen. Zur COP21 in Paris wurde ein rechtsverbindlicher internationaler Vertrag über den Klimawandel angenommen, der die globale Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius, vorzugsweise auf 1,5 Grad, gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen versucht. Um den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, müssen Länder bis 2050 eben “netto null” Treibhausgasemissionen erreichen.

Die bisher eingegangenen Verpflichtungen reichen jedoch bei weitem nicht aus, um dieses Ziel zu erreichen. Tatsächlich bewegen wir uns derzeit auf einen fast doppelt so hohen Temperaturanstieg von 3 Grad zu, dessen Auswirkungen katastrophal sein würden.

Unsere Rolle als Investoren

Es gibt viele Ideen, wie jeder Einzelne seinen “Kohlenstoff-Fußabdruck” (die gesamten von ihm verursachten Treibhausgasemissionen) am besten reduzieren kann – von pflanzenbasierter Ernährung bis hin zum Umstieg auf Elektroautos. Doch der tatsächlich größte Beitrag, den wir individuell leisten können, bezieht sich auf unsere Ersparnisse und Investitionen.

Da sich so viele Berater, Vermögensverwalter, Rententreuhänder usw. bei der Verwaltung der Gelder ihrer Kunden auf Investmentmanager verlassen, ist es wichtig, dass sie wissen, wie diese Firmen auf den Netto-Null-Umstieg hinarbeiten.

Multi-Asset-Portfolios, die eine positive Wirkung entfalten

Bei verantwortungsvollen Investitionen geht es nicht nur darum, Unternehmen auszusortieren, die unsere Umwelt schädigen. Klar kann der Ausstieg aus solchen Unternehmen ein wirksames Instrument sein. Doch unserer Meinung nach ist es effektiver, stattdessen Unternehmen an der Spitze der Technologien zur Klimawandelbewältigung zu fördern.

Wir stellen Ihnen gern 3 Unternehmen vor, die uns durch ihre positiven Wirkungen, die sie auf eine Netto-Null-Welt haben, begeistert haben.

Linde

Als eines der weltweit führenden Industriegase-Unternehmen trägt Linde mit seinen Produkten und Anwendungen dazu bei, die Energie- und Ressourceneffizienz seiner Kunden zu steigern. Als führendes Unternehmen in der Wasserstoffherstellung verfügt Linde über mehr als 200 Anlagen, die den gesamten Prozess der Herstellung, Rückgewinnung, Reinigung, Speicherung, Verflüssigung und des Transports von Wasserstoff abdecken. Bei der Verbrennung von Wasserstoff wird kein CO2, sondern nur Wasserdampf freigesetzt. Um Wasserstoff zu einem wichtigen Bestandteil der globalen Energielösung zu machen, sind beträchtliche Investitionen erforderlich, die jedoch von der Politik nachdrücklich unterstützt werden. So hat zum Beispiel die Europäische Kommission Investitionen in Höhe von bis zu 30 Mrd. € in den Wasserstoffsektor zugesagt. Linde ist ein führender Investor in Elektrolyseure und führende Technologien für die Produktion von „grünem“ Wasserstoff. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, bei seinen Endkunden mehr als doppelt so viele Treibhausgasemissionen zu vermeiden, wie es bei seinen Prozessen verursacht, und es handelt mit seinen Kunden langfristige Verträge aus, die eine hohe Transparenz der künftigen Erträge ermöglichen und das Unternehmen sowohl nachhaltig als auch finanziell attraktiv machen.

Schneider

Wussten Sie, dass Gebäude für 39% der weltweiten Emissionen verantwortlich sind und 36% des weltweiten Energieverbrauchs ausmachen? Schneider hat seinen Kunden geholfen, mehr als 97 Millionen Tonnen CO2 einzusparen, was fast dem jährlichen CO2-Fußabdruck von Paris entspricht. Die Produkte von Schneider sind von der Planung bis zur Umsetzung und Wartung in Bau-Projekte eingebettet und somit für eine positive Energiebilanz von Gebäuden unverzichtbar. Die ESG-Regulierung in Europa hat sich seit dem Green Deal der EU und dem Pariser Abkommen verschärft, welches vorschreibt, dass alle Gebäude bis 2050 kohlenstofffrei sein müssen. Heutzutage sind es weniger als 1 %. Unternehmen wie Schneider, der Weltmarktführer für die Energiewende und die Automatisierung von Gebäuden, bieten Lösungen für diese Herausforderung an und werden letztlich von dem sich verschärfenden regulatorischen Umfeld profitieren. Die Tatsache, dass Schneider einen großen positiven Einfluss auf die Kohlendioxid-Emissionsprofile seiner Kunden hat und damit der Umwelt hilft, und dass das Unternehmen auch in Zukunft erheblich davon profitieren wird, bedeutet, dass uns das Unternehmen sowohl unter Nachhaltigkeits- als auch unter Renditegesichtspunkten reizt.

Shimano

Trotz der Beschränkungen, die uns allen während der Pandemie auferlegt wurden, besteht weiterhin die Notwendigkeit zu reisen. Ein Großteil dieser Reisen erfolgt jedoch auf eine Weise, die der Gesundheit von Mensch und Umwelt abträglich ist. 95% der weltweiten Transportenergie stammt immer noch aus fossilen Brennstoffen, und weltweit könnten bis zu 5 Millionen Tode auf die Folgen der Luftverschmutzung zurückzuführen sein, wobei auch unsaubere Transportmittel eine Rolle spielen. Die vielen Werbespots für Elektroautos könnten den Eindruck erwecken, dass diese die einzige Lösung ist, aber vergessen Sie nicht, dass es ein sauberes Verkehrsmittel gibt, das schon seit Jahrhunderten erfolgreich existiert – das Fahrrad.

Der Radsport erlebt eine große Renaissance; 2020 waren mehr als 1 Million neue Radfahrer unterwegs, und die Einzelhandelsumsätze stiegen ab März 2020 im Vergleich zum Vorjahr um satte 60%. Wir glauben, dass Shimano eine spannende Möglichkeit ist, in die Rückkehr zum Radsport zu investieren. Als Marktführer in der Fahrradkomponentenbranche kontrolliert die Firma fast 80% des Marktes für Schaltungen und Bremsen – eine Dominanz, die mit der von Google auf dem Suchmarkt vergleichbar ist. Shimano produziert auf seinem großen Campus in Osaka Metallschaltungen und -bremsen von tadelloser Qualität. Dabei kommen die patentierten Kaltschmiedeverfahren zum Einsatz, die das Unternehmen seit 1962 perfektioniert hat, ebenso wie das Warmschmieden bei 500 °C. Der Perfektionismus in der DNA von Shimano hat dazu beigetragen, dass seine Komponenten zum Standard für die Fahrradindustrie geworden sind. Unserer Meinung nach ist das Unternehmen in einer starken Position, um zu dieser besonderen Form der nachhaltigen Mobilität beizutragen und davon zu profitieren.

Auswirkungen nachweisen

Es ist wichtig, dass Vermögensverwalter und Berater gleichermaßen in der Lage sind, klar darzulegen, wie das Geld ihrer Kunden investiert wird, um eine positive Wirkung zu erzielen. Um Transparenz zu gewährleisten, müssen Investmentmanager regelmäßig und detailliert darüber informieren, wie wir investieren und wie wir mit Unternehmen zusammenarbeiten, um den Übergang zu Netto-Null zu schaffen. Bei BMO Global Asset Management ist dies etwas, dem wir uns sehr verpflichtet fühlen. Wir erstellen jährliche Impact Reports für eine wachsende Zahl unserer verantwortungsvollen und nachhaltigen Strategien, die Details zu unserem klimabezogenen Engagement sowie die Kohlenstoffintensität unserer Portfolios im Vergleich zu ihrer Benchmark enthalten.

Lesen Sie mehr über unsere Impact Reports und Engagementarbeit.


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und Anleger erhalten möglicherweise nicht den ursprünglich investierten Betrag zurück. Die Ansichten und Meinungen stammen von BMO Global Asset Management und sind nicht als Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der erwähnten Unternehmen zu verstehen.

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