7. Januar 2020 1136 Views

Weshalb conviction-management?

Dezember2019
03.12.2019

von Didier SAINT-GEORGES – Managing Director und Mitglied des Anlageausschusses

Der Zustand der Weltwirtschaft ist beunruhigend. So vernahmen die Anleger in diesem Herbst mit Freude die ungeduldig erwartete Nachricht der Zentralbanken, dass erneut auf sie Verlass sei. 60 Prozent der Zentralbanken weltweit senkten im dritten Quartal ihre Leitzinsen – eine gemeinsame Anstrengung, die es seit 2009 nicht mehr gegeben hatte.

Da sich auch der Handelskonflikt zwischen den USA und China entspannte, konnten die Aktienmärkte nach dem Rückgang im Jahr 2018 auf neue Höchststände klettern. Natürlich erhöhten wir unser Exposure, um von der Dynamik zu profitieren. Dennoch hielten wir an unseren Investitionen in Wachstumsunternehmen mit hoher Transparenz fest. Diese starke Überzeugung muss erklärt werden.

Die Märkte zu stützen hat für die Zentralbanken Priorität

In der finanzialisierten US-Wirtschaft hängen die Handlungsspielräume der Unternehmen und das Vertrauen der Verbraucher – die ihre Ersparnisse vor allem an den Finanzmärkten und weniger in Immobilien investiert haben – in hohem Maße von der Entwicklung der Finanzmärkte ab. Deshalb strebt die US-Notenbank offen steigende Indizes an, womit sie zu einer eindeutigen und treuen Verbündeten der Anleger geworden ist.

Angesichts dieser Unterstützung durch die Notenbanker geht die Erholung der Aktienmärkte folgerichtig mit einer Sektorrotation zugunsten eher zyklischer Sektoren sowie einem leichten Zinsanstieg einher. Wir erwarten nicht, dass dieser Konjunkturaufschwung sehr lange anhält. Das ist ein Grund, weshalb wir weiterhin auf Titel mit langfristigem Wachstum setzen.

Rezession verboten

Dank der Hilfen der Zentralbanken konnten sich die Staaten weiter verschulden und die Unternehmen trotz geringer Rentabilität weiter investieren. Eine Rezession verbot sich somit mehr und mehr, da sie eine Kreditkrise hätte auslösen können. So setzten die Märkte erneut darauf, dass die Zentralbanken das Nötige tun werden, um einen Absturz der Weltwirtschaft zu verhindern.

Allerdings ist hierfür ein Preis zu zahlen: Das Wirtschaftswachstum leidet zunehmend unter einer strukturellen Schwäche, die Zyklen werden immer kraftloser und kurzlebiger, und es gibt immer weniger Unternehmen, die ihre Gewinne in diesem Umfeld langfristig steigern können. Genau diese Unternehmen bevorzugen wir.

Liquiditätsblase

Durch diese Flucht nach vorn ist eine Art allgemeine Liquiditätsblase entstanden, die von einer spekulativen Blase klar zu unterscheiden ist. Die Märkte werden aktuell nicht von Gier getrieben, sondern vielmehr vom Bedürfnis der Sparer nach Anlagen, die eine angemessene Rendite bei einem akzeptablen Risiko bieten…

Lesen Sie hier den vollständigen Text von Carmignac‘s Note von Didier Saint-Georges


Quelle: Bloomberg, 29/11/2019

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