21. Juli 2020 2203 Views

2. Fondsmanager-Newsletter zu Familienunternehmen

Wir freuen uns, Ihnen den zweiten Fondsmanager Newsletter „Familienunternehmen“ zum CONREN – Generations Family Business Equity Fonds zukommen lassen zu dürfen.

Die aktuelle Krise zeigt die Vorteile und Überlegenheit von börsengelisteten Familienunternehmen deutlich. Der Fonds ist seit Anfang Mai letzten Jahres voll investiert. Damit konnten wir die Krisentauglichkeit im ersten Halbjahr diesen Jahres sehr gut testen. Wir sind sehr zufrieden mit der Performance, dem Krisenmanagement und den verbesserten Aussichten der Familienunternehmen im Portfolio. Gerade auf die nächsten 12 – 36 Monate sehen wir viele Chancen und eine Vielzahl sehr gut aufgestellter Familienunternehmen in Europa.

Viele unserer Portfoliounternehmen sind echte Hidden Champions– also oft recht unbekannte Marktführer, die über die Jahre hohe Markteintrittsbarrieren für potenzielle Konkurrenten aufgebaut haben.


CONREN – Generations Family Business Equity Fonds

Bitte klicken Sie auf das Bild, um das Video zum Conren Generations Family Equity Fonds anzuschauen:

Steckbrief CONREN – Generations Family Business Equity Fonds CONREN Fact-Sheets

Aussichten für börsengelistete Familienunternehmen in Europa

Familienunternehmen sind für uns als Investoren ein Anker in Zeiten der Unsicherheit. Familienunternehmen sind aus der Finanzkrise 2008 stärker hervorgegangen und es spricht vieles dafür, dass dies auch dieses Mal, oder gerade dieses Mal, wieder der Fall sein wird.

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Aktuelle Investmentthemen

Die Corona-Krise wird viele Trends verstärken und gerade auf diese setzen wir verstärkt. So werden wir auch nach Corona mehr von zu Hause bestellen und mehr von zu Hause arbeiten. Unternehmen werden dementsprechend Ihre Logistik weiter automatisieren. Also investieren wir in Retailer, die entsprechend aufgestellt sind, und in spezialisierte Logistikunternehmen sowie in Cloud-Computing. Globale Konsumentenmarken werden profitieren und Ihre Marktstellung weiter ausbauen können – vor allem wenn sie eine gute Marktpositionierung in Asien haben. Die Digitalisierung in der Medizin ist ebenfalls ein wichtiges Thema, dazu die weitere Automatisierung, sowie der verstärkte Einsatz von Robotern in Produktionsbetrieben, in der Logistik, und im Transport. Hier haben wir zum Beispiel in Unternehmen investiert, die entsprechende Mikrochips oder Sensoren herstellen.

Was haben wir gekauft, was haben wir verkauft?

Wir sind mit Portfoliounternehmen mit sehr soliden Geschäftsmodellen, Bilanzen und Liquidität in die Krise gegangen. So konnten wir die Marktverwerfungen mit Ruhe nutzen: wir haben schrittweise angefangen, das Portfolio zyklischer aufzustellen – es also konjunkturabhängiger zu machen. Der Markt war zeitweise sehr negativ was die Zukunftsaussichten bestimmter Branchen angeht. So haben wir zum Beispiel zwei Zulieferer für den Ölsektor ins Portfolio aufgenommen. Zudem haben wir gewisse sehr gut gelaufene Aktien aus dem Bereich Medizin abgegeben und dafür Aktien gekauft, die wir schon länger auf der Wunschliste hatten, die uns vor der Krise aber zu teuer waren.

Aussichten für europäische Aktien

Wir sind bezüglich der längerfristigen Aussicht bestimmter Aktien recht positiv. Natürlich sind die Covid-19-Lockdowns ein brutaler Einschnitt, aber sie sind zeitlich begrenzt. Diesem Schock stehen dazu massive staatliche Stimulierungs- und Notprogramme überall in der Welt gegenüber. Der Erholungspfad wird recht unterschiedlich sein – für unterschiedliche Branchen, Regionen, Länder und nicht zuletzt für einzelne Unternehmen. Manche Unternehmen werden sich recht schnell erholen, da die Umsätze nur aufgeschoben sind. Jedoch gibt es auf der anderen Seite auch Unternehmen, die sich von dieser Krise nur sehr schwer erholen werden. Doch die konjunkturelle Entwicklung ist für Aktienkurse nur ein Input. Ein anderer, sehr wichtiger – und oft unterschätzter sind – Notenbanken. Nachdem diese nach der Finanzkrise 2008/2009 mit extremen, neuen Maßnahmen überrascht haben, spricht vieles dafür, dass sie dieses Mal noch weiter gehen werden. Das würde eine Vermögenspreisinflation nach sich ziehen. Ich umschreibe das gerne mit “The New Normal 2.0”.

Risikomanagement in Zeiten von Corona

Es ist aber zu früh, um von Entwarnung zu sprechen. Die Corona-Krise ist noch lange nicht überwunden. Wir brauchen also weiter Unternehmen, die auch längere Krisen überstehen können. Also weiterhin zukunftsfähiges, robustes Geschäftsmodell, starke Bilanzen, gutes Krisenmanagement und generell eine exzellente Führung. Bei niemanden würden wir uns in schwierigen Zeiten besser aufgehoben fühlen als bei den Familienunternehmer unserer Portfoliounternehmen. Wir sind sitzen mit ihnen in einem Boot.


CONREN Basisszenario

  • Wir gehen davon aus, dass die Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte an Dynamik gewinnen wird. Dies sollte sich positiv auf die Gewinnentwicklung von Unternehmen niederschlagen.
  • Zyklische und in der Regel günstiger bewertete Märkte (wie beispielsweise Europa) sollten kurzfristig weiter profitieren. Eine langfristige Outperformance europäischer Aktien ist aber weniger wahrscheinlich.
  • Kurzfristig besteht durchaus noch Rückenwind für die Börsen – auch weil die Anlegerstimmung nach wie vor nicht euphorisch ist. Zwischenzeitliche Korrekturen (10-15%) sind auf den aktuellen Niveaus natürlich jederzeit möglich. Neue Tiefpunkte bei den Indizes sehen wir derzeit aber nicht. Rücksetzer werden wir nutzen, um die Aktiengewichtung auszubauen.
  • Die Inflation bleibt insgesamt tief, weshalb die Zentralbanken expansiv bleiben.
  • Es braucht aber noch eine Weile, bis die ökonomischen Schäden der Lockdowns behoben sein werden. Daher verlagern sich Investorenpräferenzen auf Regionen, welche die Virus-Pandemie halbwegs gut im Griff haben, und auf Sektoren und Titel, welche in einem Umfeld tiefen Wachstums, tiefer Zinsen und tiefer Inflation profitieren können.

Welche Faktoren sind aktuell die größten absehbaren Gefahren für die Märkte? 

  1. Welche Faktoren sind aktuell die größten absehbaren Gefahren für die Märkte?  
  2. Die Gewinnentwicklungen der Unternehmen müssen nun nachziehen, damit  die Kursgewinne an den Börsen während Q2 fundamental untermauert werden und die KGV sinken.
  3. Neue Erkrankungswellen, welche das schrittweise Hochfahren der Wirtschaft unterbinden.
  4. Erneute politisch und wirtschaftlich bedingte Spannungen zwischen den USA und China.
  5. Die Vorbereitungsphase in Q3 auf die US-Präsidentenwahlen im Spätherbst. 
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