20. Mai 2020 205 Views

CONREN-Kolumne

Warum Familienunternehmen auch oder gerade in der Corona-Krise die besseren Investments sein werden

Die Corona-Krise stellt Unternehmen vor Herausforderungen, die in diesem Ausmaß wohl von niemandem erwartet wurden. In dieser Krise suchen Investoren nach Investments, die kurz- und mittelfristig den Sturm, auch wenn die Windstärke noch einmal zunehmen sollte, überstehen und langfristig die Chancen aus der Krise überproportional nutzen können. Das Vertrauen in die Unternehmensführung und das Geschäftsmodell ist in diesen Zeiten, nicht zuletzt aufgrund mangelnder Planungssicherheit und wenig verlässlichem Zahlenmaterial, besonders wichtig.

Familienunternehmen sind aus der Finanzkrise stärker hervorgegangen und es spricht vieles dafür, dass dies auch dieses Mal, oder gerade dieses Mal, wieder der Fall ist. Viele werden langfristig zu den Gewinnern ihrer Branchen zählen.

Familienunternehmen sind krisenfester

Familienunternehmen sind krisenfest, weil sie zäh, krisenbewusst und kampferfahren sind. Wir sehen in dieser Krise wie groß der Vorteil ist, wenn Unternehmenslenker ihre Unternehmen bereits erfolgreich durch andere Krisen gesteuert haben. Sie wissen viel schneller was zu tun ist. Familienunternehmer konzentrieren sich auf das Wesentliche und leben für das Unternehmen. Gerade während einer Krise geht es um das eigene Geld und die eigene Reputation.

Das Ziel eines jeden Familienunternehmers lässt sich mit der „Enkelfähigkeit“ des eigenen Handelns umschreiben. Familienunternehmen treffen langfristige und nachhaltige Entscheidungen. Investitionen sind darauf ausgerichtet, das Unternehmen stärker an die nächste Generation weiterzugeben als es von der vorherigen übernommen wurde. Familienunternehmer wissen also, dass sie oder ihre Kinder, und nicht der nächste Manager, Krisen selber auslöffeln müssen. Darum gehen sie in aller Regel mit stärkeren Bilanzen und ausreichend Liquidität in die Krise. So können sie sich, auch in der Krise, unaufgeregt auf das Operative konzentrieren.

Lesen Sie hier weiter
Zurück Fondsgedanken | Podcast | „Dividenden: Was bedeutet die Corona-Krise für den „alternativen Zins“?"
Nächste PHAIDROS FUNDS FONDSREPORTING | April 2020