Markteinschätzung Herbst 2018 – Never fight the Fed

Markteinschätzung Herbst 2018 – Never fight the Fed

Der Oktober hat mit einer in Teilen recht heftigen Korrektur begonnen: Der amerikanische Aktienindex S&P 500 hat vom 3. Oktober bis 11. Oktober -6,74% verloren; der DAX -6,08%.
Dabei haben Tech-Aktien am meisten verloren (S&P 500 INFO TECH INDEX mit fast -10%). Sie haben die Indizes nach oben geführt und in der Korrektur nach unten.

Hier ein paar Performance-Daten dazu:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erste recht positive Ergebnisse von US-Banken hatten den Markt noch nicht beeindruckt, aber langsam scheint sich das zu ändern und die positiven Quartalszahlen im Markt Beachtung zu finden.

…mehr lesen: zum CONREN Quartalsreport “Markteinschätzungen Herbst 2018
…zur Aufzeichnung der CONREN Webkonferenz „Herbst 2018“

Wir denken u.a., dass

  • der Hochpunkt im Wirtschafts- und Unternehmensgewinnzyklus ist absehbar. Woher sollen noch weitere Brandbeschleuniger kommen?
  • die Grenzveränderung im Wachstum und bei den Unternehmensgewinnen wird sich ausgehend von den heute hohen Niveaus voraussichtlich in den nächsten zwei bis drei Quartalen abschwächen (wahrscheinlich 2019 noch ohne Rezession).
  • selbst bei den rekordhohen Aktienrückkäufen (v.a. in den USA) wird es schwierig, die Volumina der letzten Monate noch deutlich zu steigern. Für das Gesamtjahr 2018 wird inkl. Dividendenausschüttungen ein Gegenwert von über USD 1.300.000.000.000 prognostiziert.
  • dazu wird sich die monetäre Situation weiter verschlechtern, voraussichtlich nicht nur in den USA und China.
  • die Märkte werden beginnen, all dies zu antizipieren. Die Wahrscheinlichkeit einer zyklischen Korrektur in den nächsten 24 Monaten ist, unseres Erachtens, deutlich gestiegen.

Eine der wichtigsten Börsenweisheiten lautet: „Never fight the Fed“. Das war viele Jahre nach der Finanzkrise für Aktionäre aber auch nicht notwendig. Gute Nachrichten waren gute Nachrichten … und auch schlechte Nachrichten waren gute Nachrichten, da die Fed in diesem Fall gegenwirkte. Nun, da die Wirtschaft aber brummt und Inflation wieder eine reale Gefahr ist, dreht die Situation: Nun ist „schlecht schlecht und gut könnte auch schlecht sein“. Da die Fed bei guten Nachrichten den Geldhahn weiter zudreht.

Wir sind davon überzeugt, dass Kurse nach einer deflationären Korrekturphase wieder steigen und den säkularen Bullenmarkt mit Ausgangspunkt im März 2009 fortsetzen werden. Innovationen in den Bereichen Öl & Gas, Batterien, Medizintechnik oder Artificial Intelligence werden dazu beitragen.

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