ESG-Momentum: Chancen und Risiken auch 2021 abwägen

Nachhaltige Investments: Ausblick 2021

Von Ophélie Mortier, Sustainable & Responsible Strategist bei DPAM

In Bezug auf das verwaltete Vermögen und die registrierten Zuflüsse sowie die globalen regulatorischen Fortschritte erlebten ESG- und nachhaltige Anlagen in 2020 ein Ausnahmejahr. Diese positive ESG-Dynamik wird sich auch 2021 fortsetzen – mit all ihren Chancen wie auch Risiken. Beide müssen sorgfältig und genau überwacht werden, um zu zeigen, dass ESG-Faktoren Hand in Hand mit nachhaltiger Wertentwicklung gehen. Zu den wichtigsten ESG-bezogenen Risiken, die es 2021 zu beobachten gilt, gehören erstens die Auswirkungen von COVID-19 (und insbesondere deren Verbindung zu anderen ESG-Risiken) und zweitens das geopolitische Risiko als wichtiger Faktor bei großen ESG-Herausforderungen in Bezug auf Lieferketten, Digitalisierung, Technologien und den Übergang zu einer kohlenstoffärmeren Welt.

2020 – definitiv ein unglaubliches Jahr und besonders unterstützend für ESG-Investitionen

Die Daten sind eindeutig: ESG-Fonds verzeichneten im vergangenen Jahr positive Zuflüsse, auch im Februar und März 2020. Laut Morningstar-Daten erzielte das Vermögen in nachhaltigen Fonds in den ersten drei Quartalen 2020 ein Rekordhoch von 1,25 Billionen Dollar, wobei Europa die symbolische Eine-Billion-Dollar-Marke erreichte.

Darüber hinaus haben mehrere Untersuchungen die größere Widerstandsfähigkeit von ESG-Faktoren im schwankungsreichen Jahr 2020 gezeigt. Diese Faktoren haben relevante Signale für die Gewinnvolatilität, die Preisvolatilität und das Konkursrisiko geliefert. Kontroversen im Zusammenhang mit ESG-Fakten und -Themen wurden zunehmend beobachtet, da sich diese als langlebig und kostspielig erweisen.

ESG-Momentum: Die Risiken, die es 2021 zu überwachen gilt

Je mehr der Fokus auf Nachhaltigkeit liegt, desto höher ist das damit verbundene Reputationsrisiko. In Kombination mit der anstehenden Regulierung, die Greenwashing eindämmen soll, stehen wir vor einer erheblichen Herausforderung. In der Tat besteht die Gefahr, dass sich der zusätzliche Arbeitsaufwand, die Kosten und die Komplexität für Investoren, die sich bereits im weiten Universum des nachhaltigen Investierens zurechtfinden müssen, weiter erhöhen werden.

Obwohl Europa nach wie vor führend ist, wenn es um die Schaffung von ESG-Gesetzen und – Richtlinien geht, sind alle Teile der Welt aufgewacht. Verschiedene Regierungen bringen ehrgeizige Regelungen auf den Weg, einschließlich eigener Taxonomien, wie in Japan oder Kanada. Auch Singapur, Hongkong oder Malaysia haben die ESG-Offenlegung vorangetrieben. Die Verbreitung einzelner und lokaler Taxonomien und das Fehlen universeller Standards und Definitionen werden jedoch in Bezug auf Undurchsichtigkeit und Diversifizierung nicht helfen.

Die jüngsten Regulierungsinitiativen der Europäischen Kommission haben mit einigem Gegenwind zu kämpfen. So stehen die Taxonomie und die Regulierung zur Offenlegung von Nachhaltigkeit der EU in der Kritik, was ihren technischen Charakter und die Menge der geforderten Daten angeht. In der Tat sollte man sich vor Augen halten, dass Unternehmen derzeit ihre Umsätze nicht nach „grünen“ bzw. „braunen“ Aktivitäten ausweisen. Zu viel Regulierung birgt die Gefahr, Innovationen zu hemmen und Kosten für Investoren zu verursachen.

Den vollständigen Kommentar von Ophélie Mortier finden Sie anbei.


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