DNB High Yield – Fondsupdate April 2019

Die Anteilsklasse DNB High Yield Inst A NOK erzielte im März 2019 eine Rendite von 0,79% in NOK und von 1,44% in EUR. Im laufenden Jahr stieg der Wert dieser Anteilsklasse um 3,63% in NOK und um 6,68% in EUR.

Nach einem wackeligen letzten Quartal im Jahr 2018 kehrte die Risikobereitschaft zurück und die nordischen Anleihemärkte erholten sich. In Kombination mit einer leichten Aufwärtsbewegung der norwegischen Währung sehen wir im laufenden Jahr zufriedenstellende Renditen.

Wie Sie sehen können, habe ich die Tabelle oben erweitert und die YTD-Zahlen hinzugefügt, um die Renditen in Euro und norwegischer Währung hervorzuheben. Im laufenden Jahr können wir ein gutes Beispiel für den Einfluss von EUR / NOK-Schwankungen sehen. Seit Ende 2018 ist die norwegische Währung von 9,98 auf 9,65 gesunken, eine leichte Aufwertung. Die YTD-Renditezahlen spiegeln dies ganz klar wider. Anleger, die das Währungsrisiko der norwegischen Krone eingegangen sind, haben bereits 2019 davon profitiert.

Die norwegische Währung hat jedoch bislang nicht von einer Verbesserung der Fundamentaldaten profitiert. Ein stärkerer Ölpreis und andere recht gute Fundamentaldaten trugen nicht zur Stärkung der Währung bei. Mittelfristig sollte NOK jedoch von einem höheren Zinsniveau profitieren.

Nachdem der Leitzins am 21. März um 25 Basispunkte angehoben wurde, ist auch der prognostizierte Zinspfad in diesem Jahr gestiegen. Die Norges Bank bekräftigte ihre klare Absicht weiterer Zinsanpassungen, und der Zinspfad deutet auf eine Wahrscheinlichkeit von fast 70% für eine dritte Erhöhung in diesem Jahr hin.

Die Norges Bank zeichnet ein sehr solides Bild der Wirtschaft und erhöht die Prognose für das BIP auf dem Festland um 0,4% -Punkte auf 2,7% in diesem Jahr und um 0,2% -Punkte auf 1,8% im nächsten Jahr. Angesichts dieser Aufwärtskorrektur überrascht es nicht, dass sich das Urteil auf den Zinspfad auswirkt. Die Norges Bank hat jedoch immer wieder den Wunsch geäußert, vorsichtig vorzugehen, da die Auswirkungen einer straffen Geldpolitik nach Jahren mit niedrigen Zinssätzen ungewiss sind.

Die fundamentale Unterstützung für NOK nimmt zu, aber die globalen Unsicherheiten sind immer noch ein Hindernis. Die Fundamentaldaten deuten seit einiger Zeit auf einen stärkere Norwegische Krone  hin, und diese Faktoren scheinen jetzt noch stärker zu sein. Das makroökonomische Umfeld bleibt solide. Insbesondere die Zinsdifferenzen haben sich vergrößert, und die Norges Bank erwartet, dass sich die Zinsdifferenz gegenüber den wichtigsten Handelspartnern gegen Ende 2020 um weitere 70 Basispunkte erhöht. Der Ölpreis ist gestiegen und bewegt sich nahe an unserem Ziel für das zweite Quartal von 68 USD / b, wobei der Iran und Venezuela die Aussichten trüben. Während die Fundamentaldaten weiterhin positiv sind, bleibt der externe Hintergrund ungewiss. Die Risikostimmung wird nach wie vor durch quantitative Straffungen, den Brexit, die Handelsgespräche zwischen den USA und China, die Verlangsamung des chinesischen Wachstums, die Verlangsamung des europäischen Wachstums, die Besorgnis über die Rezession in den USA, die italienische Politik und im Grunde wenig vorhandene weitere Werkzeuge der Zentralbanken belastet.

Die Norges Bank sieht den NOK immer noch als unterbewertet an. Die Schätzungen des gleichgewichtigen Wechselkurses wurden nach dem Ölpreisschock 2014/15 schwächer revidiert, da die Schätzungen der langfristigen Ölpreise gesenkt wurden. Ein solcher Rückgang der Ölpreise verringert Norwegens Erdöleinnahmen und Wohlstand und macht eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit erforderlich, entweder durch einen schwächeren nominalen Wechselkurs oder eine niedrigere Preis- oder Lohninflation als bei den Handelspartnern. In Anbetracht des langen Zeitraums eines schwachen nominalen Wechselkurses und eines geringen Lohnwachstums geht die Norges Bank nun davon aus, dass der reale Wechselkurs um etwa 6% unter dem Gleichgewichtskurs liegt.

Aktuelles Marktupdate:
Nach einem schwachen vierten Quartal 2018 zeigte das erste Quartal 2019 eine starke Performance. Die Märkte USA, EUR und Nordic High Yield legten um 7,3%, 5,7% bzw. 2,4% zu. Während die Verengung der Kreditspreads in den nordischen Ländern zurückgeblieben ist, stellen wir fest, dass der Markt im vierten Quartal eine geringere Ausweitung verzeichnete und die globalen High-Yield-Märkte auf Basis der Gesamtrendite um 3–4% übertraf. Der hohe FRN-Anteil und die damit verbundene niedrigere Duration trugen 2018 zu einer Outperformance der nordischen Märkte bei.

Angesichts der jüngst eingetrübten globalen Stimmung sind die längerfristigen Zinssätze erheblich gesunken . Derzeit liegen die Renditen zehnjähriger US-amerikanischer und deutscher Staatsanleihen bei 2,44% bzw. -0,04%.

Während die Zinssätze auf eine Verlangsamung hindeuten, sind die Spreads relativ stabil geblieben. Während der Primärmarkt in letzter Zeit eine kleine Verschnaufpause einlegte, war die Aktivität im ersten Quartal ordentlich: Im ersten Quartal 2019 wurden 17,3 Mrd. NOK festgesetzt, von denen mehr als die Hälfte (9,1 Mrd. NOK) im März emittiert wurden. Da sich das Emissionstempo jedoch erst später im Quartal erhöht hat, lag das im ersten Quartal im nordischen Hochzinsmarkt erzielte Gesamtvolumen um 58% unter dem Niveau des ersten Quartals 2018 (40,4 Mrd. NOK). Letzte Woche hat die Delete Group ihre ausstehende Anleihe 2021 um ein Volumen in Höhe von EUR 3 Mio. (Euribor plus 500 Basispunkte) erhöht.

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