DNB High Yield – Fondsupdate Dezember 2017

Norwegische Hochzinsanleihen legten zu Beginn des Dezembers um 0,2% zu. Trotz einer generellen Zustimmung zu einigen Brexit-Vereinbarungen holten die Märkte ein wenig Luft in einer ansonsten risikofreudigen Stimmung in diesem Jahr. Darüber hinaus setzten sich die Abflüsse aus europäischen High-Yield-Fonds  in der vierten Woche in Folge fort, insgesamt verzeichnen europäische Fonds ein Minus von 2,2 Mrd. EUR. Schwedische und europäische Hochzinsanleihen hingegen gaben zu Beginn des Dezembers um 0,2% bzw. 0,1% nach, während der US-Markt marginal zulegte.

Nordic HY Markt:
Auf dem nordischen Primärmarkt verlangsamt sich die Aktivität, da wir uns Weihnachten nähern. Seit Jahresbeginn beläuft sich die Summe aller Emissionen im nordischen High-Yield-Markt auf 116,2 Mrd. NOK und liegt damit 10 Mrd. NOK über dem bisherigen Höchststand von 2014.
Vergangene Woche hat die Offentliga Hus i Norden 400 Millionen SEK in 3,5 Jahre laufenden FRNs eingesammelt und dafür 3M + 700bp bezahlt.

Der nordische Markt ist jedoch nicht der einzige Markt der einen Rekord verzeichnete:

Auf dem EUR-Markt wurden in diesem Jahr Hochzinsanleihen im Wert von 87,5 Mrd. EUR emittiert, das ist 23% mehr als der bisherige Rekordwert von 71,2 Mrd. EUR aus dem Jahr 2014. Allein in der vergangen Woche wurden 12 Tranchen mit einem Gesamtvolumen von 5,1 Mrd. EUR emittiert,  da einige Emittenten noch vor der Weihnachtssaison auf den Markt drängen.
Wir gehen davon aus, dass sich die nordische Primärmarktaktivität in dieser Woche verlangsamen wird und dann für ca. einen Monat ruhig bleiben wird.

Woche der Zentralbanken:
Mehrere Zentralbanken werden Anfang Dezember Ihre Sitzungen abhalten und Zinsentscheidungen bekannt geben. Am Mittwoch erwarten wir, dass die Federal Reserve ihren Leitzins um 25 Basispunkte anhebt. Am Donnerstag treffen sich die EZB, die Norges Bank und die Bank of England. Wir erwarten hier keine Änderungen.

Nordische Währungen:
Regelmäßige Leser wissen aus meinem letzten Update, dass wir aktuell eine Ausweitung der Spreads zwischen Norwegischer Währung und den BRENT Ölpreis beobachten. Wir haben erwartet, dass der Ölpreis steigen wird, und in den letzten Monaten lagen wir mit unserer Prognose richtig. Aktuell notiert Brent bei über 64 USD pro Barrel und klettert weiter. Wir erwarten weiterhin einen ausgewogeneren Ölmarkt und eine langsame Aufwärtsbewegung der Notierungen. Normalerweise würde dies auch eine stärkere norwegische Währung bedeuten, aber im Moment scheint das Gegenteil der Fall zu sein.

EUR/NOK steigt in Richtung 10 und handelt derzeit bei 9,89. Während EUR / SEK jetzt über 10 liegt und die schwedische Währung normalerweise etwas schwächer ist als die norwegische, sehen wir jetzt, dass beide nordischen Währungen ungefähr das gleiche Niveau gegenüber der europäischen Währung haben.
Enttäuschende Inflationszahlen lösten eine weitere Rallye im EUR/NOK Währungspaar aus. Die Kern-Inflation lag bei 1%, war allerdings schwächer als erwartet. Die Schwächung der Währung könnte zur importierten Inflation in Norwegen beitragen, aber dank eines moderaten Lohnwachstums wird die Norges Bank einige Schwierigkeiten haben, die Inflation in den nächsten Jahren auf das favorisierte Ziel anzuheben.
Wie dem auch sei, Inflation ist immer und überall ein monetäres Phänomen in dem Sinne, dass sie nur durch eine schnellere Zunahme der Geldmenge als durch die Produktion produziert wird und produziert werden kann. Die meisten Leser kennen meine Sichtweise auf die Geldpolitik und den globalen Wettlauf nach unten, der die eigene Währung schwächen und Inflation anheizen soll.
Wir erwarten unveränderte Leitzinsen, aber einen ansteigenden zukünftigen Zinspfad mit ersten Signalen einer Zinserhöhung Anfang 2019, was wiederum ein Auslöser für stärkere Norwegische Krone sein könnte.

Fondsupdate:
Der DNB High Yield Fonds bewegte sich im November mehr oder weniger seitwärts und die Jahresperformance in NOK liegt bei 10,37%. Aufgrund der schwachen Performance der norwegischen Währung ging die Rendite des Fonds in EUR auf 2,62% YTD zurück. Dies entspricht nicht unseren Erwartungen und spiegelt leider nicht die guten Renditen wider, die der Fonds in NOK erzielt hat.
Mit einer langfristigen Perspektive und einem reduzierten Anteil von Energietiteln im Portfolio (rund 17%) erwarten wir den Ölpreis nicht als Haupttreiber für zukünftige Kursbewegungen.

Unser Hauptanliegen ist die schwache Währung, die uns auf Euro-Basis Performance kostet. Allerdings wird die schwache norwegische Währung zu steigenden Erlösen in den meisten exportierenden Unternehmen führen, einige Titel in unserem Portfolio sollten davon profitieren.

Anleger, die an währungsgesicherten Anteilsklassen in EUR interessiert sind, finden diese hier:

– DNB High Yield Inst A EUR ISIN:             LU1303786096
– DNB High Yield Retail A EUR ISIN:          LU1303785361

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