25. März 2017 1359 Views

DNB High Yield – Fondsupdate Februar 2017

Risikoreiche Anlagen verzeichneten eine weitere Woche positiver Gewinne, obwohl die Erwartungen im Hinblick auf die Sitzung des Offenmarktausschuss des Fed (FOMC) in der kommenden Woche erheblich verschoben haben. Nach den Äußerungen des Präsidenten der New Yorker Fed, William Dudley, am Dienstag, der sagte, dass die Argumente für eine Zinsanhebung „wesentlich überzeugender“ geworden seien, begannen die Märkte damit, eine höhere Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung am nächsten Mittwoch einzupreisen. Dies wurde von der Fed-Präsidentin Janet Yellen am Freitag untermauert, als sie sagte, dass eine Anhebung „wahrscheinlich angemessen“ sei, wenn sich Arbeitsmarkt und Inflation weiter so entwickeln wie erwartet. Sofern am Freitag keine katastrophalen Arbeitsmarktzahlen veröffentlicht werden, glauben wir, dass im März eine Zinsanhebung stattfinden wird.

Der Ölpreis hielt sich stabil und bewegte sich um 55-57 USD/Barrel, da er von einem Anstieg der US-Schieferölproduktion und der Drosselung der OPEC-Fördermengen in Schach gehalten wurde. Der Generalsekretär der OPEC sagte kürzlich zum Thema Drosselung der Fördermengen, dass „alles unter 100 Prozent nicht zufriedenstellend“ sei.

Mit zunehmendem Risiko seitens der Zentralbanken sehen wir einen Ausweitungseffekt der verschiedenen Kaufprogramme der Zentralbanken sowohl auf den Investment-Grade- als auch auf den High-Yield-Markt.

Die High-Yield-Märkte in USD, EUR und nordischen Währungen lieferten in der vergangenen Woche Renditen von 0,2%, 0,1% bzw. 0,5%. CDS-Indizes gaben auf beiden Kontinenten erheblich nach, wobei der iTraxx Crossover und der CDX High-Yield um 21 Bp. bzw. 12 Bp. fielen. Nach der jüngsten Veröffentlichung der Ergebnisse für das vierte Quartal erwachten die internationalen Primärmärkte für High-Yield-Papiere wieder, und die Neuemissionen in den USA und in Europa hatten im Wochenverlauf Volumen von USD 5,5 Mrd. bzw. EUR 2 Mrd.

In den nordischen Ländern emittierte die schwedische Buchhandelskette Akademibokhandelsgruppen 4-jährige FRNs mit einem Volumen von SEK 500 Mio., auf die ein Kupon in Höhe des 3-Monats-STIBOR +600 Bp. gezahlt wird. Aus nordischer Sicht war die bemerkenswerteste Emission der vergangenen Woche jedoch die Anleihe von DOF Subsea mit einem Volumen von USD 175 Mio., die mit einem festen Kupon von 9,5% begeben wurde. Dies ist die erste „nicht notleidende“ Offshore-Schiffsanleihe seit Herbst 2014, was das heutige Ausmaß der positiven Stimmungen an den Märkten verdeutlicht. Und während es eine neue Partei unter den Primäremissionen gibt, dauert die Bereinigung bei den vorherigen an: Letzte Woche teilte Eidesvik eine Einigung mit zwei Dritteln seiner Anleiheninhaber über die Rücknahme ihrer Emission von NOK 300 Mio. für 60% des Preises mit, Golden Close berief eine Versammlung der Anleiheninhaber für eine Restrukturierung ein, und IGas informierte über eine mögliche Wandlung von Fremd- in Eigenkapital.

Doch bei einer allgemeinen Betrachtung der Spreadniveaus sehen wir unsere Einschätzungen vom vergangen Herbst und von Anfang 2017 bestätigt. Angesichts stabiler Ölpreise und Volkswirtschaften in guter Verfassung, dem Auslaufen der Investitionskürzungen und besserer Cashflows in der gesamten Öl- und Offshore-Industrie verengen sich die Spreads weiter.

Wie wir in unseren Marktkommentaren und Updates bereits erwähnt haben, kommt insbesondere der Offshore-Sektor massiv zurück und führt zu Gewinnen in unserem DNB High Yield-Fonds. Explorations- und Fördergesellschaften sind auf gutem Kurs und die gesamte Lage auf den nordischen High-Yield-Märkten verbessert sich zunehmend.

Wichtig für Anleger ist auch die Entwicklung der EUR/NOK-Wechselkurse. Wir erwarten für die Zukunft eine noch stärkere norwegische Währung. Seit Jahresbeginn legte die norwegische Krone gegenüber dem Euro um rund 1,2% zu, was die Performance unseres Fonds unterstützte. Angesichts der Ungewissheit in ganz Europa, mehrerer bedeutender bevorstehender Wahlen und eines ungelösten Problems der Staatsverschuldung sehen wir beim EUR/NOK noch Spielraum nach oben.

DNB High yield1Unsere Prognosen für 1, 3 und 12 Monate liegen bei 8,80, 8,70 bzw. 8,50. Hintergrund: Wir rechnen mit einem weiteren Anstieg der Ölpreise, was die NOK weiter stützen wird.

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