5. März 2018 422 Views

DNB High Yield – Fondsupdate Februar 2018

Risikoanlagen erlebten die letzten Wochen eine erhebliche Korrektur. Unseres Erachtens nach scheinen die Inflationserwartungen zuzunehmen und der Markt scheint zu befürchten, dass die Politik der Federal Reserve zunehmend restriktiver wird. Der Markt scheint auch begonnen zu haben, die Unterstützung des “Greenspan put” in Frage zu stellen, wobei die Zentralbankmitglieder wenig Anzeichen eines möglichen Einstiegs in den Markt zeigten. William Dudley, Präsident der Federal Reserve Bank von New York, stufte die Korrektur am Donnerstag eher als sehr gering ein. Während Aktien in der Regel dem High Yield Markt nachlaufen, war dieses Mal das Gegenteil der Fall. Nach erheblichen Verlusten erholten sich die Aktien am vergangenen Freitag leicht. Unterdessen notierten die High Yield-Titel mit moderaten Verlusten, die sich gegen Ende der Woche beschleunigten. Insgesamt verloren US- und EUR-Hochzinsanleihen während der Woche jeweils 1,5% und 0,6%.

Der nordische Markt blieb stabil, was dem entspricht, was wir bei früheren Marktbewegungen gesehen haben.

Wir glauben, dass die Korrektur vorübergehend ist und die Aktienmärkte in größerem Umfang beeinflussen wird. Auf relativer Basis waren die jüngsten Aktienbewegungen erheblich, während die internationalen Hochzinsmärkte in den letzten Jahren mehrmals ähnliche Bewegungen bei den Spreads und Renditen erlebten. Darüber hinaus beobachten wir die Kreditspreads, die eine wesentliche Korrelation zu den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aufweisen. Da die globalen Volkswirtschaften sich weiter gut entwickeln, erwarten wir, dass die derzeitige Korrektur vorübergehend sein wird. Sollte jedoch die Realwirtschaft schwächer werden, könnten Anleger unseres Erachtens nervös werden und der Ausverkauf könnte sich längerfristig auswirken.

Vorerst bekräftigen wir jedoch unser Basisszenario, dass die Kreditmärkte ein relativ gutes erstes Halbjahr 2018 sehen sollten, aufgrund der Normalisierung der Geldpolitik in der zweiten Jahreshälfte 2018 allerdings eine Möglichkeit der Spreadausweitung besteht.

Die Primärmärkte blieben trotz der Turbulenzen letzte Woche aktiv. In den nordischen Ländern wurden vier Tranchen emittiert, darunter Samhällsbyggnadsbolaget (300 Mio. SEK), Borealis Finance (50 Mio. USD, Tap), Polygon (210 Mio. EUR) und European Lingerie Group (40 Mio. EUR). International wurden in EUR und USD jeweils fünf bzw. neun Tranchen verschiedener Emittenten an den Markt gebracht. Wir erwarten aufgrund der Volatilität in den kommenden Wochen eine verhaltene Aktivität am Primärmarkt.

In Kombination mit einer Korrektur am Aktienmarkt kam es zu einem stärkeren Kursrückgang auf dem Ölmarkt. Nach einem starken Anstieg in Richtung 70 USD pro Barrel gaben die Kurse um 8,4% nach. Wir sind seit Februar 2016 bullish für den Ölmarkt und erwarteten nach wie vor eine positive Entwicklung in Richtung 70-80 USD pro Barrel. Im Moment sieht es jedoch so aus, als würde der Markt etwas Gegenwind bekommen. Erneut schwächer tendiert auch die Norwegische Krone, die sich ebenfalls auf dem Weg zur Marke von 10 NOK für einen Euro befindet. Flow-Daten zeigen eine reduzierte Risikobereitschaft der Marktteilnehmer für die norwegische Währung und der Ausverkauf an den Märkten in der vergangenen Woche dürfte ebenso zu einer Schwächung beigetragen haben. Unsere Prognosen sind 9,60, 9,50 und 9,20 für 1, 3 und 12 Monate. Bei positiven Fundamentaldaten und einem stabilen Immobilienmarkt bleibt die Bewertung für NOK positiv. Zumindest sehen wir Potenzial für eine weitere Aufwärtsbewegung in Verbindung mit der Ölpreisentwicklung Wir haben immer eine stärkere norwegische Währung in Kombination mit einem stärkeren Ölmarkt erwartet, dies war zuletzt allerdings nicht der Fall.

Fondszusammenfassung:

Der Fonds erzielte im Januar ein Plus in Höhe von 1,19% in Norwegischer Krone. Seit Jahresbeginn liegt der Fonds 1,045% in NOK und 2,23% in EUR im Plus (DNB SICAV High Yield Inst A NOK, 31.12.2017-14.02.2018).

Der nordische High-Yield-Markt setzte seine positive Entwicklung im Januar 2018 fort. Der Primärmarkt hat seine Aktivität verstärkt, und eine Reihe neuer Emittenten ist auf den Markt gekommen. Im Allgemeinen bleiben die Kreditspreads auf einem attraktiven Niveau, aber wir können sehen, dass die Spreads einiger wichtiger HY-Emittenten einen gewissen Rückgang aufweisen. Verglichen mit der Situation vor einigen Jahren besteht der Markt nun aus einer besser diversifizierten Emittentenbasis, die für Anleger, die ein gut diversifiziertes Portfolio wünschen, vorteilhaft ist. Wir bleiben bei Portfolioanpassungen sehr selektiv, aber wir halten das Angebot an Bonds dennoch für attraktiv. Die YTM des Fonds beträgt ungefähr 5,4%, aber wie wir schon immer sagten, sind Marktbewegungen für aktive Manager gut und notwendig. Dies ermöglicht es uns von Zeit zu Zeit Papiere zu finden, die unter ihrem fairen Wert gehandelt werden.

Wir haben neue Anteilsklassen für Privatanleger und institutionelle Anleger aufgelegt, eine Liste steht auf Anfrage zur Verfügung.

Zurück DNB - Die Angst etwas zu verpassen
Nächste ACATIS GANÉ Value Event Fonds – Monatsbericht Februar 2018

Zum Partner Profil


Das könnte Ihnen auch gefallen

Anleihen von Katalonien: El Clásico

Während den als El Clásico bekannten Duellen zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid schießen regelmäßig die Emotionen in die Höhe. Aktuell treibt die Märkte aber ein anderes Duell zwischen Madrid und Barcelona um: Die Autonome Gemeinschaft Katalonien strebt eine

China: Einen Schritt in die Zukunft

China macht sich fit für die Zukunft und schafft Chancen durch die proaktive Anwendung von Reformen und Politiken, die den Finanzsektor öffnen, neue Industrien fördern, die Produktionsbasis modernisieren, seinen neuen Vorteil im Bereich Hightech-Arbeit nutzen und den Welthandel neu formen.

Amundi Cross Assets: Monatliche Investmentstrategie Juni 2017

Lesen Sie hier die aktuelle Ausgabe der monatlichen Amundi Cross Asset Investment Strategy. Kernthemen der aktuellen Ausgabe u.a.: Asset Allokation: Die Bank of England und der Brexit US-Kreditzyklus: Wie groß sind die Gefahren für US-Unternehmen? Emerging Markets und Rohstoffe Unternehmensdaten: Welche Lehren kann man aus