DNB High Yield – Fondsupdate Januar 2018

Der High-Yield-Markt:

Die weltweite Wachstumsstory ging vergangene Woche weiter, wobei internationale risikoreiche Anlagen sich wieder gut entwickelten. Der japanische Aktienindex Topix erreichte seinen höchsten Stand seit 26 Jahren, und US-Aktienindizes brachen weiterhin Rekorde. Gemäß unseren Wachstumserwartungen und einer US-Notenbank im Aufwärtsmodus sind die US-Zinssätze gestiegen. Letzte Woche zog die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen die Aufmerksamkeit auf sich, da sie am Dienstag um 8 Basispunkte stieg und damit auf den Wendepunkt ihres 30-jährigen Abwärtstrend zusteuerte. Zu dieser Entwicklung kam es nach der Ankündigung der Bank of Japan, ihr Kaufprogramm für länger laufende Anleihen zurechtzustutzen, was dem Trend entspricht, der bei anderen internationalen Zentralbanken zu beobachten ist.

Leicht höhere Zinssätze trugen zu einer schwächeren Entwicklung der internationalen High-Yield-Märkte bei. Der EUR-Markt verlor 0,2%, während sich der US-Markt weitgehend unverändert hielt. Die Kreditspreads bewegten sich auf beiden Märkten über die fünf Tage nur geringfügig. Auf dem nordischen Markt war ein Plus von 0,3% zu verzeichnen. Norwegische Anleihen lieferten über die Woche eine Rendite von 0,4%, auf dem schwedischen Markt lag sie bei 0,2%.

Der Ölpreis setzte im Wochenverlauf seinen Aufwärtstrend fort (+3,3%). Das Brent stieg auf über USD 70/Barrel, wenngleich es kurz danach wieder leicht unter diesen Wert fiel.

Der Primärmarkt lässt positive Anzeichen erkennen, und dieser Trend wird unserer Einschätzung nach noch anziehen. Aker Solutions beschaffte in der vergangenen Woche NOK 1,5 Mrd. mit der Emission einer unbesicherten 4,5-jährigen Anleihe. Der Kupon wurde mit 3-Monats-Nibor + 315 Basispunkte festgesetzt. In Schweden platzierte Kungsleden seine Emission in zwei Tranchen von SEK 250 Mio. bzw. SEK 600 Mio. Heute teilte Aker ASA ein Treffen mit Anlegern und die mögliche Emission einer auf NOK lautenden Anleihe mit. Zudem gibt es mindestens drei weitere Emittenten, die zurzeit die Emission neuer Anleihen in Erwägung ziehen. Wir gehen im Moment davon aus, dass sich die Märkte weiterhin gut halten werden, womit sehr gute Finanzierungsbedingungen für High-Yield-Emittenten auf den nordischen Märkten gegeben sind.

Bei den Teilindizes ist eine beeindruckende Entwicklung zu beobachten, was der Grund für die Performance des Fonds ist. Im Dezember erzielte der Fonds eine Rendite von 0,68% in NOK, und wir beginnen auch das neue Jahr mit positiven Zahlen. Wie bereits erwähnt schätzen wir den Sektor als Ganzes positiv ein und erwarten eine gute Entwicklung des Primärmarktes. Bei unserer Strategie einer guten Diversifizierung sehen wir keine bedeutenden Risiken auf uns zukommen.

Nordische Währungen:

EUR/NOK hatte einen guten Start in das Jahr und verzeichnete in der ersten Woche 2018 die beste Entwicklung der G10, sowohl gegenüber dem USD als auch gegenüber dem EUR. EUR/NOK fiel in der vergangenen Woche um 1,5% und wird dicht an 9,65 gehandelt.

Während ein starker Einkaufsmanagerindex die NOK untermauerte, kam die größte Unterstützung von einer soliden Risikobereitschaft, steigenden Ölpreisen und einer angespannten Bewertung der NOK, die sich zu Jahresbeginn in den Handelsideen der Investmentbanken niederschlägt.

Während Wohnungspreise im Dezember weiter fielen (-0,5% im Monatsvergleich), waren sie kein Grund zur Beunruhigung.

In dieser Woche tendierte EUR/NOK seitwärts ohne nennenswerte Ausschläge. Eine der bedeutendsten Triebkräfte war an dieser Stelle ganz klar die anhaltende Erholung des Ölpreises.

Unsere Einstellung ist positiv und wir bleiben auch bei unserer positiven Einschätzung von Öl.

Unsere Prognosen liegen jetzt bei 9,60, 9,60 und 9,30 für 1, 3 bzw. 12 Monate. Die Bewertung in NOK ist weiterhin positiv, aber wir erkennen nur begrenzte Unterstützung für die NOK durch Fundamentaldaten. Die makroökonomischen Daten sind gedämpft, und wir rechnen mit einem moderaten Wachstum und einem unveränderten Ölpreis im Verlauf von 2018. Wir erkennen die Tendenz, dass die NOK sich wieder an Öl koppelt (siehe unseren letzten Bericht vom Dezember), rechnen aber mit begrenzter Unterstützung und weniger direktionalen Treibern für eine stärkere NOK in den kommenden 12 Monaten. Doch das bleibt abzuwarten, denn wir waren auch überrascht von der Ausweitung des Spread zwischen Öl und NOK im vergangenen Jahr.

Die schwedische Krone ist ebenso schwach wie die norwegische Währung, aber wir erwarten einen leichten Aufwärtstrend, wenn die Riksbanken der EZB folgt.
Unsere Prognosen für 1, 3 und 12 Monate liegen bei 9,80, 9,80 bzw. 9,40.

Zusammenfassung für den Fonds:

Der DNB High Yield-Fonds entwickelte sich im vergangenen Jahr sehr gut und erzielte eine Rendite von 11,06% in NOK und von 2,63% in EUR. Nach diesem sehr guten Jahr 2017 sind wir aufgrund der Aufwertung der NOK mit einer besseren Performance in EUR in das neue Jahr gestartet. Der Fonds verzeichnet ein Plus von 0,67% in NOK, aber von 2,70 in EUR. Wir halten eine Rückzahlungsrendite von etwa 5% in NOK immer noch für moderat und freuen uns auf einige interessante Anlagegelegenheiten im nächsten Jahr.

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