21. Juli 2018 924 Views

DNB High Yield – Fondsupdate Juli 2018

Im letzten Update haben wir uns auf die neuesten Entwicklungen auf dem skandinavischen High Yield Markt konzentriert. Der Markt wächst und wird durch schwedische Anleihenemissionen stärker diversifiziert. Neue Emittenten treten in den Markt ein, das weckt das Interesse der Investoren.

Wir sehen dies in den 12-monatigen Nettoneugeldzuflüssen (NOK Mrd.) in der folgenden Grafik:

Nach einem Rückgang im Jahr 2015 und Anfang 2016 haben die Zuflüsse aus Schweden massiv zugenommen und dazu beigetragen, dass sich der Markt weiter entwickelte.

 

Entwicklung der Anleihespreads:

Wie Sie in der Grafik sehen können, ist der Renditespread der nordischen Länder immer noch höher als der Durchschnitt in EUR und USD. Da die Spreads in Schweden sehr gering und in einer ähnlichen Bandbreite liegen, tragen die Spreads norwegischer Anleihen insgesamt zu einem höheren Renditeniveau bei. Wir sehen daher immer noch eine Risikoprämie und einige interessante Möglichkeiten zu investieren.

Es gibt eindeutig eine Divergenz zwischen den Märkten. Der europäische Markt leistete im vergangenen Monat einen negativen Beitrag, während der nordische Markt in diesem Jahr bisher positiv war. Generell sind die Renditen in den nordischen Ländern immer noch höher.

Der Fonds erzielte im Juni eine Rendite von 0,16%, wobei im letzten Monat keine außergewöhnlichen Ereignisse zu verzeichnen waren.

 

Nordische Volkswirtschaften

In Norwegen unterstützen die volkswirtschaftlichen Daten weiterhin eine Zinserhöhung.

Die Arbeitslosigkeit ist rückläufig, die Kapazitätsreserven werden sinken und das Wachstum dürfte gut sein. Obwohl die Inflation weiterhin gedämpft ist, hat die Norges Bank eine Zinserhöhung im September ausdrücklich bestätigt.

Der Zyklus sieht vor, dass die Zinssätze im Jahr 2019 zweimal und im Jahr 2020 zweimal angehoben werden.

Eine Zinserhöhung im September durch die norwegische Zentralbank ist gerechtfertigt, aber eine Zinsanhebung in Schweden wird wahrscheinlich auf Dezember 2018/Februar 2019 verschoben.

Wir erwarten in der nächsten Zentralbanksitzung keine Änderungen des Leitzinses, da sich die Entwicklung der Kapazitätsauslastung und der Inflation weitgehend wie erwartet entwickelt hat und die schwedische Währung schwach bleibt (und schwächer ist als erwartet). Die schwedische Zentralbank Riksbanken dürften daher in naher Zukunft weiterhin auf eine Zinserhöhung im Dezember 2018 oder Februar 2019 hindeuten.

Wir erwarten allerdings, dass die erste Zinserhöhung auf Februar 2019 verschoben wird, da wir glauben, dass die EZB nicht vor September 2019 die Zinsen anpassen wird. Das wird die schwedischen Währungshüter zögern lassen, sich deutlich früher als die EZB zu bewegen. Nach der ersten Zinserhöhung erwarten wir dann, dass die schwedische Zentralbank der EZB im September 2019 und Februar, Juli und September 2020 folgen wird.

 

Fondsperformance und EUR/NOK-Prognosen

YTD liegt der Fonds 1,88 Prozent im Plus, gerechnet in Norwegischer Krone. In Euro hingegen sind es 5,75 Prozent. Alle Performance-Zahlen beziehen sich auf die DNB SICAV – High Yield, Inst. A NOK Anteilsklasse mit ISIN LU1303786500. EUR-Anleger in der NOK-Anteilsklasse profitierten durch das Erstarken der norwegischen Währung.

Anleger, die eine abgesicherte EUR-Anteilsklasse bevorzugen, können in die ISIN LU1303786096 investieren, die seit Jahresbeginn mit 1,24 Prozent im Plus notiert.

Mit einer kräftigen Erholung des Ölpreises startete die norwegische Währung ein Comeback. Wir gehen von stabilen Notierungen aus, unsere Prognosen sind 9.40, 9.30, 9.20 und 9.10 in 1, 3, 6 und 12 Monaten.

 

 

 

 

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