22. Juni 2018 510 Views

DNB High Yield – Fondsupdate Juni 2018

Kürzlich erreichten wir 250 Mio. EUR AUM in unserem luxemburgischen DNB High Yield-Fonds, und dafür möchten wir uns zunächst herzlich bedanken.

In diesem Update möchte ich einige wichtige Erkenntnisse aus unserer Roadshow (23 KW) mit Dr. Anders Buvik, unserem leitenden High Yield-Portfoliomanager, mit Ihnen teilen. Wir hatten viele Meetings mit unseren Investoren und verbrachten eine Woche in Madrid, Luxemburg, München, Wien und einigen anderen Städten.

 

Kurze Duration / Zinsrisiko / Kreditrisiko

Unser Fonds ist ein Short-Duration-Fonds mit einer Duration von ca. einem Jahr. Um die Duration im Portfolio zu reduzieren, verwenden wir Futures auf Staatsanleihen. Investoren brauchen also keine Angst vor steigenden Zinsen haben. Zuallererst bedeuten steigende Zinsen, dass die Wirtschaft gut läuft, was für die Schuldner gut ist, um ihre Schulden zurückzuzahlen. Letztlich stärkt das den Markt. Wenn die Zinsen auf Staatsanleihen steigen, werden unsere Short-Positionen in Staatsanleihen-Futures positiv zur Fondsperformance beitragen. Wenn die Zinsen nicht steigen, verlieren wir möglicherweise an unseren Short-Positionen, profitieren aber von unserem Anleihenportfolio. Alles in allem wird das Zinsänderungsrisiko mehr oder weniger aus dem Portfolio herausgenommen, übrig bleibt das Kreditrisiko. Ein fundiertes Marktverständnis und die Anlage in ein diversifiziertes Portfolio reduzieren die Kreditrisiken.

 

Entwicklung des Marktes

Im Vergleich zu 2013/2014 sehen wir jetzt einen viel stärker diversifizierten nordischen High Yield-Markt. Bei Rekord-Ölpreisen im Jahr 2014 machte die Emission von Anleihen aus dem Energiesektor ca. 50 % des Marktes aus. Dieser Teil ist aufgrund des massiven Rückgangs des Ölpreises nun mehr oder weniger verschwunden. Die Emissionen auf dem Markt kommen jetzt von Industrie- und Immobilienunternehmen insbesondere aus dem schwedischen Segment. Die Sektorenaufteilung ist nun sehr gut verteilt und gibt uns die Möglichkeit, interessante Anleihen im Primär- und Sekundärmarkt zu finden.

 Norwegen als Drehscheibe für internationale Investoren/Liquiditätsrisiko/Liquiditätsprämie

In Bezug auf Nordic High Yield sind viele Anleger über Liquiditätsschwankungen besorgt. Natürlich kann man in einem 40 Mrd. EUR großen Markt von Zeit zu Zeit Volatilität beobachten, die durch fehlende (oder sogar zu viel) Liquidität verursacht wird. Der nordische Markt ist jedoch ein Knotenpunkt für internationale Investoren aus der ganzen Welt, insbesondere aus New York und London. Warum ist das so? Norwegen hat eine lange Tradition in der Schifffahrt und in der Öl-/Offshore-Industrie. Für viele Investoren ist Oslo also ein guter Ort. Internationale High Yield-Fonds kaufen Anleihen und sind ständige Käufer von nordischen Emissionen. Vor allem Anleihen in Euro und US-Dollar werden von internationalen Fonds nachgefragt. Von Zeit zu Zeit können Anleger auf diesem Markt attraktive Liquiditätsprämien einnehmen. Ein Bottom-up-Investmentansatz und ein gut implementiertes Risikomanagement führen zu geringeren Risiken im Fonds.

 

Cash/Top-10-Holdings/breite Diversifikation

Wir betrachten diese drei Dinge als notwendig, um ein High Yield-Portfolio gut zu strukturieren. Eine Cash-Position ist hilfreich, sollten Investoren Verkäufe durchführen. Daneben hilft ein stabiles Top-10-Portfolio, mögliche Abflüsse des Fonds zu bewältigen. Mit soliden Namen und wiederkehrenden Emittenten hoher Kreditqualität in den Top-Positionen sollte es kein Problem sein, die Abflüsse zu steuern. Schließlich hilft eine breite Diversifikation das Portfolio zu stabilisieren. Ein Portfolio mit über 100 verschiedenen Wertpapieren kann sogar einen Ausfall (der in den meisten Fällen nicht Konkurs bedeutet) gut verkraften.

 

Fondsentwicklung

Die internationalen Märkte wurden im Mai von der Politik angetrieben. Die Risikobereitschaft nahm ab, nachdem Trump sich aus dem Atomabkommen mit Iran zurückgezogen hatte. Politische Unsicherheiten in Italien, Nordkorea und Spanien waren ebenso wichtige Ereignisse. Der nordische Teil des Marktes blieb jedoch relativ stabil und die Aktivität auf dem Primärmarkt war gut.

Der Fonds verzeichnete im Mai eine positive Entwicklung. Unser internationales Engagement wirkte sich insgesamt negativ aus, aber aufgrund eines gut diversifizierten Portfolios sahen wir für den Fonds insgesamt keine großen Schwankungen. Der Beitrag unseres Engagements in Skandinavien war im Allgemeinen positiv.

Die Renditen auf dem nordischen Markt sind immer noch attraktiv und das Risiko-Rendite-Verhältnis ist aufgrund der zunehmenden Diversifizierung, der Verbesserung in einigen zyklischen Segmenten und des Neuemissionsangebots positiv.

Mit einer YTM von 6,2% im Fonds blicken wir beruhigt in die nahe Zukunft.

 

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