1. Juni 2018 881 Views

DNB High Yield – Fondsupdate Mai 2018

Im April erzielte der DNB High Yield-Fonds nach zwei Monaten ohne große Bewegungen eine Performance von rund 50 Basispunkten. Der DNB High Yield-Fonds notiert seit Jahresbeginn berechnet in Norwegischer Krone 2,04 % im Plus und 5,15 %  in Euro. Seit Auflegung (11. November 2015) haben unsere Investoren eine jährliche Rendite von 7,4 % in NOK und 6,07 % in EUR erzielt. Wir freuen uns sehr darauf, im kommenden November den dreijährigen Track Record zu erreichen.

Die letzten Wochen waren relativ gute Wochen für den nordischen High Yield-Markt . In einigen Emissionen haben wir eine gewisse Volatilität gesehen, aber da das Portfolio gut diversifiziert ist, hat sich dies nur geringfügig auf die Performance des Fonds ausgewirkt.

Die niedrige Zinssensitivität des Portfolios macht den Fonds robust gegenüber künftigen Zinserhöhungen durch die Zentralbanken. Die Spreads halten wir nach wie vor für attraktiv, und wir sehen das Verhältnis zwischen Risiko und Rendite als gut an. Das aktuelle Volumen der High Yield-Emissionen bietet gute Gelegenheiten für den Fonds. Wir erwarten daher für den Fonds weiterhin attraktive Renditen.

 

Nordische Volkswirtschaften

Die makroökonomischen Entwicklungen in Norwegen entsprachen im Großen und Ganzen den Erwartungen. Für 2018 ist ein Wirtschaftswachstum von 2 – 2,3 % zu erwarten. Dies liegt etwas über dem Trendwachstum der norwegischen Wirtschaft und steht im Einklang mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit. Der Immobilienmarkt hat sich nach einem leichten Preisrückgang im Jahr 2017 stabilisiert und wir kehren jetzt zu einer Situation steigender Immobilienpreise zurück. Gleichzeitig ist das Wachstum nicht so hoch, dass es drastische Maßnahmen der norwegischen Zentralbank Norges Bank rechtfertigt. Die Norges Bank hat ausdrücklich darauf hingewiesen, dass im September eine erste Zinserhöhung durchgeführt wird, und wir glauben, dass dies eindeutig geschehen wird. Danach dürfte der Leitzins der Zentralbank (derzeit bei 0,5 %) in den nächsten Jahren sehr stark erhöht werden und in den Jahren 2020-2021 etwa 2 % betragen. Die schwedische Wirtschaft entwickelt sich weiterhin gut. Konjunkturumfragen deuten auf ein anhaltendes Wachstum hin, und die Arbeitslosigkeit sinkt weiter. Die Wachstumsdynamik nimmt jedoch ab und das Wachstum wird sich gegen Ende des Jahres verlangsamen. Die Inflation liegt nahe am Inflationsziel, wird aber aufgrund von Basiseffekten sinken. Das Lohnwachstum ist noch immer verhalten, was darauf hindeutet, dass das Risiko für eine Lohn-Preis-Spirale gering ist. Dies hat dazu geführt, dass die schwedische Zentralbank eine expansive Haltung eingenommen hat und es daher unwahrscheinlich ist, dass wir frühestens ab dem vierten Quartal 2018 Zinserhöhungen sehen werden.

 

Ölpreis und Wechselkurse

Seit April stieg der Brent-Ölpreis von rund 69 USD auf fast 80 USD/Barrel, was auf eine Kombination aus fundamentalen Faktoren und einem steigenden geopolitischen Risiko zurückzuführen ist. Wir sind weiterhin der Ansicht, dass wir uns auf einem allgemeinen Ölpreisniveau befinden, das geeignet ist, einen mehr oder weniger ausgewogenen Ölmarkt in der nahen Zukunft zu sehen. Wir sehen nun die Ölpreisniveaus, die wir seit einiger Zeit vorhergesagt haben. Der Ölpreis ist auf unserem Zielniveau, aber die norwegische Währung nicht. Aber wie bereits erwähnt, ist der Ölpreis nicht das Hauptrisiko für den skandinavischen High Yield-Markt.

Aktuell hat unser Fonds ein energiebezogenes Engagement von unter 20 % des gesamten Portfolios. Die Norwegische Krone war relativ stabil im April. Gegenüber den Hauptwährungen hat die Norwegische Krone gegenüber dem Euro etwas zugelegt und gegenüber dem US Dollar nachgegeben. Im April schwächte sich die Schwedische Krone gegenüber den meisten Währungen weiter ab. Die Abschwächung wurde hauptsächlich von einer eher zurückhaltenden schwedischen Zentralbank verursacht. In den ersten Maiwochen sehen wir eine kleine Verbesserung der norwegischen Währung, die jetzt unter 9,50 gegenüber dem Euro gehandelt wird. Wie wir in unserem letzten Update geschrieben habe, ist unser Ziel für die nächsten 12 Monate 9,20-9,10 EUR.

 

Steigende Zinssätze

Für einige Unternehmen kann es durchaus riskant werden, wenn die langfristigen Zinsen weiter steigen. High Yield-Bonds wären nicht spekulativer als Investment Grade-Bonds, wenn die Bilanzen dieser Unternehmen keine Anzeichen von Unsicherheit aufweisen würden. In einem gut diversifizierten Portfolio sind das Ausfallrisiko und die Auswirkungen steigender Zinsen jedoch gering. Bitte beachten Sie auch die Zusammensetzung des Marktes: Mehr als 70 % aller ausstehenden Anleihen sind variabel verzinsliche Anleihen und per Definition sind diese weniger zinssensitiv. Wir erwarten mittelfristig keine sehr hohen Zinsen am langen Ende der Kurve.

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