DNB High Yield – Fondsupdate November 2019

Der Oktober 2019 war guter Monat für unsere High Yield-Strategie im DNB Fund – High Yield. Der Fonds erzielte im Oktober eine Performance von 0,71% und auf Jahressicht 6,36% gerechnet in NOK. Die entsprechenden Wertentwicklungen befinden sich in nachstehender Tabelle. Alle Anteilsklassen sind währungsgesichert, für NOK-Anteilsklassen geben wir jedoch zusätzlich die  Performance-Zahlen in EUR an, da einige Investoren bewusst das Exposure in norwegische Kronen eingehen.

Trotz der veränderten Risikobereitschaft und Stimmung an den Märkten haben sich diese im Herbst insgesamt zufriedenstellend entwickelt. Der Brexit, der Handelskrieg und die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums sind jedoch weiterhin polarisierende Themen.

Der Fonds erzielte im Oktober eine Rendite von ca. 0,71%. Wir verzeichneten positive Renditen von verschiedenen Emittenten im gesamten Portfolio, haben an einigen Neuemissionen teilgenommen und sehen die Emissionskonditionen auf dem Primärmarkt weiterhin als gut an.

Nordische Volkswirtschaften

Für die norwegische Volkswirtschaft wurden im Oktober nur vereinzelnd wichtige Nachrichten veröffentlicht. Das BIP-Wachstum im Jahr 2019 zeigt sich positiv (nahe 3%), was zum Teil auf das starke Wachstum der Ölinvestitionen zurückzuführen ist. Die Arbeitslosenquote bleibt auf einem niedrigem Niveau (2,1%) stabil, wird aber voraussichtlich nicht weiter sinken. Die Einzelhandelsumsätze waren in den letzten Monaten rückläufig, während sich die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe etwas abgeschwächt hatten, jedoch keineswegs so stark wie die diese in Europa oder den USA. Alles in allem entwickelt sich die norwegische Wirtschaft wie erwartet und wir gehen davon aus, dass sich diese Entwicklung bis zum Jahresende fortsetzt. Für 2020 erwarten wir, dass sich das BIP-Wachstum etwas abschwächen wird, was hauptsächlich auf eine Reduktion der Ölinvestitionen zurückzuführen ist. Abhängig von der Situation der Weltwirtschaft in diesem Szenario könnte dies zu potentiellen Zinssenkungen der norwegischen Zentralbank führen.

Die schwedische Wirtschaft hat sich entlang des globalen Konjunkturzyklus in 2019 abgeschwächt. Die Folgen des Handelskrieges und der verringerte Welthandel haben den schwedischen Exportsektor getroffen und zu sinkenden Einkaufsmanagerindizes im verarbeitenden Gewerbe und einem Anstieg der Arbeitslosigkeit geführt. Die schwedische Zentralbank räumte auf ihrer Sitzung im Oktober ein, dass sich die schwedische Wirtschaft abgeschwächt habe, betonte jedoch gleichzeitig, dass sie keine Rezession fürchte. Die Zentralbank geht davon aus, dass die schwedische Wirtschaft im nächsten Jahr nahe an der maximalen Kapazitätsauslastung bewegen wird. Auf der Grundlage dieser Analyse hielten sie an ihrer Prognose für eine Zinserhöhung im Dezember fest um den Leitzins auf Null zu bringen. Gleichzeitig reduzierten sich die Zinserwartungen, was darauf hindeutet, dass der Leitzins auf absehbare Zeit bei Null bleiben wird.

Ölpreis und Wechselkurse

Der Ölpreis stieg geringfügig von 58 auf ca. 59 USD/Barrel im Oktober und blieb damit in einem relativ engen Bereich zwischen 58 und 62 USD/Barrel. Gegenwärtig gibt es nur wenige Treiber für den Ölpreis, obwohl wir Schwankungen aufgrund des Hin und Hers der Handelsgespräche zwischen den USA und China sehen.

Die Norwegische Krone (NOK) schwächte sich ab (9,90 auf 10,25 EUR/NOK, EUR stieg um 3,44%), während die Schwedische Krone (SEK) im Oktober zulegte. Für die SEK war der Haupttreiber der Bewegung eine etwas progressivere Zentralbank als erwartet. Es ist hingegen unklar eine Erklärung für die Schwäche der NOK zu finden. Nach vier Zinserhöhungen in etwas mehr als einem Jahr und mit zunehmenden Zinsdifferenzen sowie einer starken Binnenkonjunktur ist es für viele Marktteilnehmer schwierig, den genauen Grund für die Abschwächung der NOK im Oktober abzuleiten.

Ausblick für den Fonds

Im nordischen High Yield-Markt sehen wir das Risiko-Ertrags-Verhältnis nach wie vor als attraktiv an, insbesondere im Vergleich zum gesamteuropäischen und amerikanischen Markt. Die Portfolio-Rendite bietet einen guten Schutz vor Verlustrisiken und wir sind optimistisch in Bezug auf zukünftige Renditemöglichkeiten.

Im letzten Update wurde die Entwicklung der Sektoren „Seafood“ und „Offshore“ hervorgehoben. Vier Wochen später stabilisierte sich die Spread-Entwicklung und die Indizes bewegten sich seitwärts, während die Sektoren „Shipping“ und „Exploring & Production“ weiter zulegten. In einigen Sektoren sind die Spreads unserer Meinung nach zu eng, so investieren wir kaum in den Immobiliensektor, insbesondere in Schweden erscheint uns das Verhältnis von Rendite zum Risiko nicht als attraktiv genug.

Der nordische High Yield-Markt wächst weiter und wir halten Ausschau nach interessanten Kandidaten auf dem Primär- und Sekundärmarkt.

Einige Ausführungen zu Risiko und Ertrag im nordischen High Yield-Markt. Basierend auf Daten von Absolut Research ist der DNB High Yield Fund im Vergleich zu Vergleichsunternehmen sehr gut platziert.

Performance & Sharpe Ratio

Laut Absolut Research gehört DNB High Yield zu den Top10% aller 53 (3Y 41 und 5Y 31) Fonds, basierend auf den Renditen in den Laufzeiten 2Y, 3Y und 5Y in der Kategorie „High Yield Bonds Short Duration“.

Neben den Performance-Zahlen liegt unsere Strategie in Bezug auf die Sharpe Ratio-Daten in den Top 10% aller Fonds. In den letzten drei Jahren belegt der DNB Fund High Yield den 1. Platz.

Fazit: Anleger, die in den DNB Fund High Yield investieren, werden für das Risiko, welches sie in dieser Anlageklasse eingehen, belohnt.

Im Allgemeinen ist das Risiko-Ertrags-Verhältnis im High Yield-Universum gut. Anleger, die bereit sind Marktbewegungen auszuhalten, werden im Laufe der Zeit für das eingegangene Risiko entschädigt.

Am wichtigsten ist natürlich eine gute Kreditanalyse, um die Ausfallraten niedrig zu halten. Nicht unberücksichtigt lassen sollten Anleger die attraktive Carry.

Der monatliche Zufluss an Zinszahlungen beträgt ca. 50 Basispunkte, die Ausfallquote seit Auflegung beträgt insgesamt 1,5% und die jährlichen Erträge der Anleger seit Auflegung des in Luxemburg domizilierten Fonds betragen 6,2%.

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