DNB High Yield – Fondsupdate September 2018

Nach einem typisch ruhigen Sommer hat sich die Primärmarktaktivität am nordischen Rentenmarkt wieder belebt. Die Liste an Neuemissionen ist derzeit sehr attraktiv und weitere 12 Roadshows/Deals wurden angekündigt. Zu den Emittenten zählen Öl- und Schiffsunternehmen wie Atlantica Tender Drilling, Diana Shipping, Odfjell und Veritas Petroleum Services sowie die Immobilien-Emittenten SBB und Sagax.

Wir erwarten, dass der September ein sehr starker Monat auf den Primärmärkten sein wird, trotzdem haben wir einige Bedenken hinsichtlich der Marktliquidität in Q4 und sehen einen gewissen Bedarf an erhöhten Mittelzuflüssen. Darüber hinaus gehen wir davon aus, dass das internationale Angebot an High Yield-Emissionen anziehen wird. Beides spricht für einen langsamen Anstieg der Spreads Richtung Jahresende.

Vier Tranchen wurden in der vergangenen Woche auf dem nordischen Primärmarkt emittiert, und eine erste Rallye nach den Ferien liegt hinter uns. Diana Shipping platzierte ihre fünfjährige 100-Mio.-USD-Emission mit einem festen Kupon von 9,5 %. Ein erster Versuch im Mai, die Anleihe mit 8,5 % zu platzieren, konnte nicht durchgeführt werden und letztlich wurde das Volumen nun um 125 Mio. USD reduziert.

Fonds-Update:

Wir haben im August an einigen Platzierungen teilgenommen und erwarten, dass wir in weitere interessante Neuemissionen investieren werden. Wir glauben, dass es im aktuellen Umfeld möglich ist, gute Konditionen zu verhandeln. Defaults im Portfolio und im Markt sind auf einem niedrigen Niveau und das Portfolio ist unserer Meinung nach gut diversifiziert.

Mit einer Rendite (YTM) von rund 6,6 % und einem gut diversifizierten Portfolio sehen wir das Verhältnis von Risiko zu Rendite immer noch als gut an. Der nordische High Yield-Markt ist inzwischen stärker diversifiziert als noch vor einigen Jahren, darüber hinaus hat sich die Liquidität aufgrund einer breiteren Anlegerbasis verbessert.

Die institutionelle Anteilsklasse des DNB SICAV – High Yield-Fonds erzielte im August einen Zuwachs von 82 Basispunkten. Wie immer beziehe ich mich auf diese Anteilsklasse, da diese von den Anlegern am stärksten favorisiert wird. In Norwegischer Krone gerechnet liegt der Fonds seit Jahresbeginn 3,91 % im Plus.

In Euro hingegen konnten die Anleger bisher ein Plus in Höhe von 7,04 % verzeichnen. Die währungsabgesicherte Euro-Anteilsklasse ist in diesem Jahr um 3,01 % gestiegen, was uns zur Entwicklung der norwegischen Währung bringt.

 

Geldpolitik und NOK-Ausblick:

Das geldpolitische Treffen der Norges Bank am Mittwoch (19. September) dieser Woche mit Ankündigungen am Donnerstag wird die wichtigste Veranstaltung für die norwegischen Märkte in dieser Woche sein. Geldpolitische Ankündigungen und ein neuer geldpolitischer Bericht sind für Donnerstag, den 20. September um 10:00 Uhr MESZ vorgesehen. Wir gehen davon aus, dass die Norges Bank die Leitzinsen in der Sitzung im September um 25 Basispunkte erhöhen wird. Dies wird die erste Zinserhöhung seit Mai 2011 sein. Die Entwicklungen seit dem letzten Treffen im Juni unterstützen weitgehend die Sicht der Norges Bank auf die wirtschaftliche Entwicklung. Darüber hinaus sind eine schwächere Norwegische Krone, höhere Ölpreise, eine Inflation über den Prognosen und niedrigere Geldmarktprämien Faktoren, die dazu beitragen, den Zinspfad anzupassen. Der aktuelle Pfad impliziert zwei Zinserhöhungen um 25 Basispunkte im Jahr 2019. Wir glauben, dass der neue Kurs zwei bis drei Zinserhöhungen implizieren wird

 

Zinserwartungen:

Die Erwartungen der Marktteilnehmer an die Norges Bank haben sich für 2018 nicht wesentlich geändert. 25 Basispunkte scheinen auf der September-Sitzung eingepreist zu sein, mehr allerdings nicht. Für nächstes Jahr scheinen rund 20 Basispunkte für die Sitzung im März eingepreist zu sein, das ist deutlich höher als noch vor zwei Wochen. Aktuell implizieren die Märkte in etwa die Zinskurve der Norges Bank bis August nächsten Jahres.

Die Norwegische Währung hat letzte Woche wieder etwas Fuß gefasst, nachdem sie am Freitag zuvor ein Hoch von 9,80 gegenüber dem Euro erreicht hatte. Mit einem Anstieg der Kerninflation um 5 Basispunkte auf 1,9 % im Jahresvergleich und einem Anstieg der Erwartungen um 1,7 % stiegen die norwegischen Zinsen auf das Niveau von Anfang August und die Währung tendierte wieder etwas stärker um 9,60 Kronen gegenüber dem Euro.

Wir passen unsere Prognose basierend auf einer allgemein schwächeren Stimmung (und mit spekulativer Positionierung der Marktteilnehmer) für die norwegische Währung auf 9,60, 9,50, 9,40 und 9,30 in 1, 3, 6 und 12 Monaten an.

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