5. August 2020 1864 Views

BÖRSENBLATT NR. 144 | “Der Euro geht über den Rubicon”

Börsenblatt Nr. 144

Der 750-Milliarden-Euro-Deal, den die EU im Juli nach vier Tagen und vier Nächten andauernder Verhandlungen auf den Weg gebracht hat, ist ein historischer Einschnitt, den wir heute schon beobachten können und der erhebliche Auswirkungen auf die Finanzmärkte haben wird. Er etabliert nicht nur einen gemeinsamen Haushalt, er überschreitet auch einen politisch-ökonomischen Rubicon, indem die EU sich fortan aus eigenem Recht über eigene Schulden finanzieren kann und wird (auch lange nach dem Ende der Pandemie). Da ebenfalls beschlossen wurde, der EU neue Einnahmequellen zu erschließen, wird die EU immer mehr zum Staat über den Staaten – zumal es kein Veto der einzelnen Mitgliedsstaaten bei der Verwendung der Haushaltsmittel gibt. Für Europa mag die Corona-Krise einen Tiefpunkt markieren, aus dem sie wirtschaftlich mit einer stabilen Währung gut herauskommt. Politisch könnte sich eine zunehmend stabilere und staatenähnlichere EU immer mehr zu einem umworbenen Partner der alten und neuen Großmächte entwickeln.

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