Konjunktur und Strategie 33/2021: Konjunktur Deutschland: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Mit “Finanzwissen to go” haben wir eine neue Videoserie produziert, in der es darum geht, kurz und prägnant die Grundlagen der Geldanlage zu erklären. Dabei geht es unter anderem um Fragen wie “Was unterscheidet ETFs und Fonds?”, “Wie funktioniert eine Vermögensverwaltung?” oder auch “Alternative Assets: Bitcoin und Hedgefonds”. Dr. Christian Jasperneite, Chief Investment Officer von M.M.Warburg & CO interviewt unsere Kollegin Gabriela Rieks, die bei uns für die digitale Vermögensverwaltung “Warburg Navigator” zuständig ist:

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In unserem aktuellen Flash Report “Konjunktur & Strategie” erläutern wir, warum wir die Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft für dieses Jahr nach unten revidiert haben und weshalb dies ausnahmsweise keine schlechte Nachricht ist.

* Konjunktur Deutschland: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Wenn ein großes staatliches Konjunkturprogramm aufgelegt wird, um die Wirtschaft zu stützen, dann lautet die Einschätzung vieler Volkswirte fast immer, dass dies allenfalls ein “konjunkturelles Strohfeuer” entfache. Damit ist gemeint, dass administrativ verordnete ökonomische Wohltätigkeiten fast nie einen nachhaltigen positiven wirtschaftlichen Effekt haben. Aufgrund der Corona-Pandemie haben in den vergangenen 15 Monaten viele Länder gewaltige Konjunkturpakete aufgelegt, darunter auch Deutschland. Die beschlossenen Fiskalpakete summieren sich auf etwa 14 Prozent der gesamten deutschen Wirtschaftsleistung, hinzu kommen Bürgschaften und Garantien in einer Größenordnung von rund 30 Prozent des BIPs. Dies Zahlen legen nahe, dass diesmal nicht nur ein konjunkturelles Strohfeuer entfacht wurde, sondern dass der Aufschwung mehrere Jahre anhalten dürfte.

Obwohl eigentlich alle Voraussetzungen erfüllt sind, die für eine schnelle und starke konjunkturelle Erholung in diesem Jahr notwendig sind, war die wirtschaftliche Entwicklung im ersten Halbjahr dennoch enttäuschend. Dies hat uns dazu veranlasst, unsere Wachstumsprognose für das Gesamtjahr 2021 von vier auf drei Prozent nach unten zu revidieren. Dies ist aber keineswegs ein Signal dafür, dass dem Aufschwung bereits die Puste ausgeht. Denn die Voraussetzungen dafür, dass die Konjunkturdynamik in den nächsten Quartalen spürbar anzieht – und das nicht nur über einen kurzen Zeitraum – sind definitiv gegeben. Für 2002 rechnen wir mit einer Wachstumsrate von fast fünf Prozent. Aufgeschoben ist eben nicht aufgehoben!

 

 

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