PHAIDROS FUNDS | REPORTING Oktober 2018

Der Oktober hat seinem Namen als schlechter Börsenmonat wieder einmal alle Ehre gemacht. Die Kursverluste waren mit durchschnittlich knapp 6% so hoch wie seit 6 Jahren nicht mehr. Im Gegensatz zu den letzten Monaten haben sich amerikanische Aktien diesmal auch nicht besser geschlagen: Oktober war für die amerikanischen Aktienmärkte der schwächste Monat seit der Finanzkrise der Jahre 2008/09. Hintergrund war vor allem die Furcht vor einer globalen Wachstumsabschwächung bei gleichzeitig steigenden Zinsen. Viele Investoren misstrauen den auch für 2019 wieder recht optimistischen Schätzungen der Unternehmensgewinne und trennten sich gerade von den „Highflyer“ der letzten Monate, also vor allem Technologiewerten und den konjunkturabhängigen Zyklikern. Erst zum Monatsende konnten sich die Kurse wieder stabilisieren. Gesucht waren hingegen die klassischen sicheren Häfen wie amerikanische und deutsche Staatsanleihen, während Gold kaum profitieren konnte. Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Ranking gaben leicht, Hochzinsanleihen mit etwa -1% etwas stärker nach.

Da die Bewertungen vor allem in Europa mittlerweile deutlich günstiger geworden sind und wir zwar von einer Konjunkturabschwächung im nächsten Jahr, aber keinesfalls von einem Kollaps der Unternehmensgewinne ausgehen, erwarten wir eine baldige Stabilisierung und höhere Kurse zum Jahreswechsel. Aus diesem Grunde wollen wir auch die Aktienquote zurzeit nicht abbauen. Wir glauben vielmehr, dass die Stimmung aktuell schlechter als das fundamentale Umfeld ist. In der Vergangenheit wirkte sich eine derartige Konstellation meist positiv auf die Aktienkursentwicklung aus.

INVESTMENTTALK AUS DER KAFFEEKÜCHE

Die Börsen sind in den letzten Tagen unter die Räder gekommen. Der US-Präsident Donald Trump sieht die Schuld bei der US-Notenbank. Ob die Geldpolitik tatsächlich den heftigen Kursrückgang am Aktienmarkt ausgelöst hat, hinterfragen unsere Fondsmanager in ihrem Podcast „Warum die Fed nicht wahnsinnig ist“.

Phaidros Funds Balanced

Der PHAIDROS FUNDS BALANCED verlor je nach Anteilsklasse zwischen -4,39% und -4,67% und liegt seit Jahresanfang nun nur noch leicht im Plus. Wir haben zum Ende des ersten Drittels des Monats die Bestände in den Aktien von Take Two Interactive und Automatic Data Processing vollständig verkauft, sowie die Position in der Aktie von Mastercard reduziert und auf diese Weise Cash aufgebaut. Da der Fonds traditionell relativ stark in US-Werten engagiert ist und ein hohes Gewicht in Technologieaktien hat (und diese besonders vom Verkaufsdruck betroffen waren), konnte er sich der Abwärtsbewegung nicht entziehen. Die größten Verluste verursachten die Aktien von Amazon, Paypal und Mastercard. Dem standen wenige positive Ausnahmen gegenüber, wie etwa die Aktie von Under Armour, die zweistellig zulegen konnte. Insgesamt sind die Bewertungen nun wieder als moderat einzuschätzen und die Aussichten des Fonds haben sich deutlich verbessert.

Phaidros Funds Conservative

Der PHAIDROS FUNDS CONSERVATIVE verlor je nach Anteilsklasse zwischen -4,00% und -4,05% wobei die Erholung zum Monatsultimo aufgrund des Forward-Pricing noch nicht im Fondspreis enthalten ist. Besonders schmerzhaft waren die Kursabschläge bei Amazon, Atos und Electronic Arts, aber auch bei FMC, Celgene und LVMH. Im Anleiheportfolio hielten sich die Kursverluste in Grenzen, lediglich die Wandelanleihe von AMS war stärker unter Druck. Im Aktienportfolio haben wir einige Umschichtungen vorgenommen und gleichzeitig die Aktienquote zeitweise gesenkt. Verkauft wurden nach enttäuschenden Quartalsberichten bzw. mangelnder Zukunftsperspektive SGS, Thyssen und Krones. Kursverluste bei BASF und FMC haben wir für Positionsaufstockungen genutzt und erste Bestände in Amadeus erworben.

Phaidros Funds Fallen Angels

Der PHAIDROS FUNDS FALLEN ANGELS verlor je nach Anteilsklasse zwischen -1,33% und -1,39%. Im Oktober litten Hochzinsanleihen unter dem allgemeinen Risk-off-Modus an den Finanzmärkten und verloren mit gut -1% mehr als das Investment-Grade-Segment. Auch die nach wie vor bei 0% liegende Ausfallrate, die zwar in den nächsten 12 Monaten in Richtung 1,5% ansteigen wird, aber immer noch historisch sehr niedrig ist, gab keine Unterstützung. Der allgemeine Kursrückgang hat im Gegenzug zu einem Anstieg der Durchschnittsrendite des Fonds auf über 3,5% geführt (Kupon 4,25%). Dieses Niveau bietet unseres Erachtens gerade im derzeitigen Umfeld ein attraktives Ertrags-Risiko-Profil. Das Portfolio ist unverändert geblieben. Mittelzuflüsse haben wir allerdings noch nicht investiert, so dass die Liquiditätsquote auf über 7% angewachsen ist. Der Finanzsektor stellt mit 22% weiterhin den größten Anteil, gefolgt von Konsumwerten (21%) und Telekommunikation (18%). Für die nächsten Wochen erwarten wir nach den jüngsten Verwerfungen parallel zu den Aktienmärkten wieder ein ruhigeres Marktgeschehen. Dann werden die weiterhin guten Fundamentaldaten und das attraktive Renditeniveau letztlich auch zu Kursgewinnen führen.

 

Quelle: Morningstar, 31.10.2018 | Berechnung auf Basis von Monatsultimowerten. Die angegebene Performance ist der berechnete Nettovermögenswert in % in der Fondswährung nach Kosten und ohne Berücksichtigung etwaiger Zeichnungsgebühren. Bei den Angaben handelt es sich um Vergangenheitsdaten, die keine Garantie für zukünftige Entwicklungen darstellen.

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