PHAIDROS FUNDS | REPORTING August 2018

Die Stärke der US-Wirtschaft ist des einen Freud und des anderen Leid: Während sich amerikanische Unternehmen weiterhin über ein zweistelliges Gewinnwachstum freuen können, bringt der starke US-Dollar immer mehr Schwellenländer in Bedrängnis. Neben den hausgemachten Problemen in der Türkei kommt auch wieder Argentinien trotz des inzwischen guten Einvernehmens mit dem IWF wieder einmal in Turbulenzen. Insgesamt war der August ein sehr guter Monat für US-Aktien, ein sehr schlechter Monat für Assets aus Schwellenländern und auch ein schlechter Monat für europäische Aktien und Anleihen aus der Eurozone (mit Ausnahme deutscher Bundesanleihen). Für europäische Unternehmen wird mittlerweile eine Stagnation der Gewinne in diesem Jahr erwartet, obwohl sich die Konjunktur nach einer Delle zum Ende des zweiten Quartals wieder belebt hat. Momentan wird das Geschehen an den europäischen Finanzmärkten vom „politischen Newsflow“ dominiert, d.h. vom Handelskonflikt mit den USA und den hausgemachten Problemen in der Eurozone (Stichwort: Italien).

Für die nächsten Wochen erwarten wir eine Fortsetzung der nervösen Stimmung und erratischen Ausschläge. Allerdings werden sich die gerade in Europa wieder besser werdenden Fundamentaldaten letztlich auch in höheren Aktienkursen niederschlagen. Es ist nur eine Frage der Zeit.

Und nun, was haben die Finanzmärkte die Anleger in den letzten zehn Jahren nach der Finanzkrise gelehrt? Hören Sie auch in unserem Podcast, wieso es in den USA seit zehn Jahren einen Bullenmarkt gibt und warum Europa gute Chancen hat aufzuholen.

Phaidros Funds Balanced

Der PHAIDROS FUNDS BALANCED gewann je nach Anteilsklasse zwischen +1,93% und +2,00% und liegt damit weiterhin seit Jahresbeginn im obersten Dezil seiner Vergleichsgruppe. Getragen wurde die Wertentwicklung im Fonds von unseren Investitionen im Technologiesektor: Zendesk (Client-Management-Software), Take-Two (Video-Spiele) und Apple haben die größten Performancebeiträge geliefert, während nur die Aktie von JD.com (Online-Handel in China) nennenswerte Verluste gebracht hat. Auf der Aktienseite haben wir unsere Position in RIB Software mit Gewinn verkauft und bestehende Positionen aufgestockt. Bei den Anleihen haben wir Coty (Kosmetik) neu ins Portfolio genommen, sowie ebenfalls bei einigen bestehenden Positionen zugekauft. An der Grundausrichtung des Fonds hat sich nichts geändert.

Phaidros Funds Conservative

Der PHAIDROS FUNDS CONSERVATIVE gewann/verlor je nach Anteilsklasse zwischen +0,01% und -0,03% und liegt damit auch seit Jahresbeginn im obersten Dezil seiner Vergleichsgruppe. Besonders positiv haben US-Technologiewerte (Amazon, Salesforce) und deutsche Immobilienaktien (Vonovia) beigetragen. Negativ wirkten sich hingegen Bayer, Siemens und Thyssen aus. Anleihen hatten insgesamt einen eher schwachen Monat, wobei neben den Emittenten aus den Schwellenländern auch nachrangige Papiere und Anleihen von Casino (Position zum Monatsultimo verkauft) negativ auffielen.

Phaidros Funds Fallen Angels

Der PHAIDROS FUNDS FALLEN ANGELS verlor je nach Anteilsklasse zwischen -0,18% und -0,03%. Anleihen mit Ausnahme deutscher Bundesanleihen taten sich im August prinzipiell schwer. Die Turbulenzen in den Schwellenländern und in Italien wirkten sich auch negativ auf das Hochzinssegment aus, das auf Monatssicht um etwa 0,5% nachgab. Vor diesem Hintergrund hat sich der Fonds mit einem kleinen Verlust ordentlich geschlagen. Gegenwind kam vor allem von Nachrangpapieren und den Anleihen von Arcelik und Casino (Position zum Monatsultimo verkauft). Zwar sind Investoren wieder „risikobewusster“ geworden. Angesichts des weiterhin günstigen Umfelds (v.a. der geringen Ausfallraten) bleibt unseres Erachtens das Hochzinssegment mit einer Durchschnittsrendite von knapp 3,5% immer noch attraktiv. Der Finanzsektor stellt mit 23% weiterhin den größten Anteil, gefolgt von Konsumwerten (22%) und Telekommunikation (18%). Für die nächsten Wochen erwarten wir eine Fortsetzung der nervösen Stimmung mit teils erratischen Ausschläge. Allerdings werden sich die gerade in Europa wieder besser werdenden Fundamentaldaten letztlich durchsetzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Morningstar, 31.08.2018 | Berechnung auf Basis von Monatsultimowerten. Die angegebene Performance ist der berechnete Nettovermögenswert in % in der Fondswährung nach Kosten und ohne Berücksichtigung etwaiger Zeichnungsgebühren. Bei den Angaben handelt es sich um Vergangenheitsdaten, die keine Garantie für zukünftige Entwicklungen darstellen.

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