8. August 2019 1447 Views

Phaidros Funds | Reporting | Juli 2019

Trotz einer Vielzahl von Belastungen hat die positive Grundtendenz an den Aktienmärkten auch im Juli angehalten. So konnte der MSCI-Welt in Euro seine Gewinne mit +2,5% auf mittlerweile über 20% seit Jahresbeginn ausbauen. Dies ist in erster Linie den Notenbanken zu verdanken, die seit dem Jahreswechsel wieder voll auf Lockerung setzen. Auch wenn die FED zum Monatswechsel mit der Aussage, dass kein neuer Zinssenkungszyklus ins Hause steht, die hochgesteckten Erwartungen vieler Investoren enttäuschte, bleibt das Liquiditätsumfeld trotzdem günstig. Diese Aussage gilt a fortiori für die Eurozone: Besonders positiv wurde die Bereitschaft der EZB aufgenommen, das Anleihekaufprogramm zu reaktivieren und das Universum geeigneter Wertpapiere (Anleihen von Finanzinstituten und eventuell Aktien) zu erweitern.

Nachdem wir von der noch laufenden Quartalsberichtssaison kaum positive Impulse erwarten, gewinnt das „Makro-Bild“ wieder an Bedeutung. Die Konjunktur schwächt sich global ab, wobei gerade in China erste Stabilisierungstendenzen erkennbar sind. Hilfreich wäre eine Beruhigung des Handelskonflikts. Allerdings ist es noch zu früh, die Anlagestrategie zyklischer auszurichten. Spannend bleibt der weitere geldpolitische Kurs der in den USA: Trotz des Drucks von Donald Trump setzt FED-Präsident Powell erst einmal auf ein bis zwei „insurance cuts“, d.h. prophylaktische Zinssenkungen, aber eben nicht Auftakt zu einem neuen Senkungszyklus, der bei vernünftiger ökonomischer Analyse auch kaum zu rechtfertigen wäre. Die kurzfristige Enttäuschung ist eher heilsam, weil Investoren damit gezwungen sind, ihre überzogenen Erwartungen an die FED herunterzuschrauben. Mehr als einige Gewinnmitnahmen wird es aber trotzdem nicht geben. Unterstützend wirkt in jedem Fall das vorzeitige Ende der Bilanzverkürzung, wodurch allein $70 Mrd. an zusätzlicher Zentralbankliquidität in den Finanzmärkten verbleibt. Wie die FED haben wir unter dem Vorsichtsmotiv die relativ hohen Cash-Quote vorerst unverändert hoch gelassen. Das Umfeld ist aber aus den angeführten Gründen nicht so negativ, um aktuell deutlicher in den „risk-off“- Modus umzuschalten.


Phaidros Funds Balanced

Der PHAIDROS FUNDS BALANCED gewann je nach Anteilsklasse zwischen +1,24% und +1,48%. Positiv stachen insbesondere die Aktien von Google, Apple, Ubisoft und Medtronic hervor. Negative Beiträge gab es von Fresenius Medical Care und BASF. Von den Anleihen gibt es keine besonderen Bewegungen zu berichten. Es wurden die Aktien von Novo Nordisk und SAP neu ins Portfolio aufgenommen. Beide hatten im Vorfeld spürbare Kursrückgänge zu verzeichnen. Die Aktien von Siemens haben wir verkauft, da mittlerweile viele der Interessantesten Teile des Unternehmens separat gelistet sind und für die verbleibenden Industrie-Aktivitäten schwierigere Zeiten zu erwarten sind.

 

 

 

 

 

 


Phaidros Funds Conservative

Der PHAIDROS FUNDS CONSERVATIVE gwann je nach Anteilsklasse zwischen +1,84% und +1,87%. Besonders gut entwickelten sich Technologiewerte (Alphabet, Nokia, Square und Salesforce), Blackstone und das ETF auf Goldminenaktien. Als „Wertentwicklungsbremse“ wirkten Aktien, die stärker unter der globalen Konjunkturabschwächung leiden (BASF, Siemens). Unter den Anleihen ragten vor allem Nachrangpapiere und Emissionen der Softbank positiv heraus, während Teva schwächer tendierte. In den letzten Wochen haben wir im Aktienportfolio einige Umschichtungen vorgenommen: Alibaba, Eurofins und Münchner Rück wurden verkauft, SAP und Vonovia hingegen zugekauft. Im Anleihesegment haben wir unsere Strategie der „Qualitätsverbesserung“ durch den Verkauf von Tereos und der Wandelanleihe von Neopost fortgesetzt.

 

 

 

 

 


Phaidros Funds Fallen Angels

Der PHAIDROS FUNDS FALLEN ANGELS gewann je nach Anteilsklasse zwischen +0,88% und +1,05. Im Juli verlief die Wertentwicklung von Investment-Grade- und Non-Investment-Grade-Anleihen lange Zeit weitgehend im Gleichschritt. Erst gegen Monatsende kam es im Zuge der unruhigeren Aktienmärkte zu Gewinnmitnahmen bei Hochzinsanleihen. Beide Segmente profitieren aber weiterhin von der weltweiten geldpolitischen Lockerung. Die Mittelzuflüsse der letzten Wochen haben wir im Laufe des Monats erst zum Teil angelegt, so dass die Liquiditätsquote immer noch bei knapp 10% liegt. Gekauft wurden Anleihen von Bilfinger, Dometic, LeasePlan und VW. Von Tereos haben wir uns wegen der schlechten Aussichten für den Zuckermarkt  (Freihandelsabkommen mit Mercosur) hingegen getrennt. Die größte Gewichtung haben weiterhin wenig zyklische Branchen wie Konsumgüter (26%) und Telekommunikation (18%). Daneben sind wir nach wie vor stark im Finanzsektor (19%), speziell im Nachrangsegment, engagiert. Dieses hatte wie auch schon in den Vormonaten erneut eine überdurchschnittliche Wertentwicklung. Die positive Grundtendenz wird wahrscheinlich auch über die nächsten Wochen andauern , zumindest solange die „geldpolitische Phantasie“ erhalten bleibt. Allerdings wird die weltweite konjunkturelle Abschwächung zu mehr Volatilität und temporären Spreadausweitungen führen. Um solche Phasen für Zukäufe nutzen zu können, werden wir an der erhöhten Liquiditätshaltung festhalten.

 

 

 

 

 


Phaidros Funds Schumpeter Aktien

Der PHAIDROS FUNDS SCHUMPETER AKTIEN gewann je nach Anteilsklasse zwischen +2,56% und +2,66%. Die wichtigsten Treiber der Performance waren die Aktien von Google, Apple, Square, Teladoc und Medtronic. Negative Performancebeiträge in ähnlicher Größenordnung gab es nicht. Es gab mehrere Umschichtungen: Siemens, Gilead und Berkshire Hathaway wurden abgegeben. Demgegenüber haben wir die Aktien von Novo Nordisk, Check Point Software und SAP neu ins Portfolio aufgenommen. Wir haben Industriewerte abgegeben und durch Softwaretitel ersetzt, um das Portfolio für den Fall eines konjunkturellen Abschwungs besser abzusichern. Wir haben zwei Titel aus dem Gesundheitssektor gegen einander ausgetauscht, sodass hier die Sektor Balance nicht verändert wurde.

 

 

 

 

 


Quelle: Morningstar, 31.07.2019 | Berechnung auf Basis von Monatsultimowerten. Die angegebene Performance ist der berechnete Nettovermögenswert in % in der Fondswährung nach Kosten und ohne Berücksichtigung etwaiger Zeichnungsgebühren. Bei den Angaben handelt es sich um Vergangenheitsdaten, die keine Garantie für zukünftige Entwicklungen darstellen.

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