17. Juni 2019 1640 Views

Phaidros Funds | Reporting | Mai 2019

Donald Trump ist eben doch immer wieder für Überraschungen gut und hat damit die Finanzmärkte „auf dem falschen Fuß“ erwischt. Die erhoffte Beilegung des Handelskonflikts mit China ist seit dem 05. Mai wieder in weite Ferne gerückt, zum ersten Juni beginnt eine neue Runde der Strafzölle. Im Zentrum der Auseinandersetzung steht der chinesische Technologiekonzern Huawei, der systematisch von US-Technologie abgeschnitten werden soll. Prompt reagierte China mit der Drohung, den gerade für die US-High-Tech-Industrie bedeutenden Import „seltener Erden“ zu beschränken. Als wäre das nicht schon genug, sollen trotz des jüngsten Handelsabkommens auch Sonderzölle auf Importe aus Mexiko erhoben werden, da das Land angeblich zu wenig gegen die illegale Migration unternimmt. Vor diesem Hintergrund schalteten Investoren in den „risk-off“- Modus: Aktien wurden verkauft, die Kurse gaben im Monatsvergleich im Durchschnitt um über 5% nach, während Staatsanleihen gesucht waren. Die Rendite 10-jähriger deutscher Bundesanleihen erreichte zum Monatsende einen historischen Tiefststand von -0,2%. Die Rendite 10-jähriger Treasuries nähert sich wieder der 2%-Marke und liegt inzwischen unter dem Notenbankzins. Die Zinsstrukturkurve ist damit wieder invers, was von den Finanzmärkten gerne als Indiz für eine drohende Rezession interpretiert wird. Allerdings fehlt noch die Bestätigung durch andere Frühindikatoren. Diese deuten allenfalls auf eine moderate Abschwächung hin.

Der „risk-off“-Modus an den Finanzmärkten wird uns wahrscheinlich noch länger beschäftigen: Wir rechnen kurzfristig nicht mit einer Entspannung in den Beziehungen zwischen den USA und China. Impulse von konjunktureller Seite oder positive Unternehmensnachrichten werden auch weiterhin dünn gesät sein. Positiv ist sicher, dass es bereits vorsichtige Andeutungen der FED in Richtung Zinssenkungen gibt, die zumindest das Problem der inversen Zinsstruktur auflösen könnten. Gleichzeitig betont Donald Trump ja immer wieder, dass er den Erfolg seiner Amtszeit an den Aktienkursen misst. Sollten diese weiter zurückgehen, dürfen wir uns in den nächsten Wochen wieder auf Tweets mit Entspannungssignalen einstellen. Aus diesem Grund wollen wir an der aktuellen Allokation erst einmal festhalten.

Phaidros Funds Balanced

Der PHAIDROS FUNDS BALANCED verlor je nach Anteilsklasse zwischen -1,37% und -1,48%. Die größten Verlustbringer waren bei den Anleihen Teva Pharma, die mit juristischen Schwierigkeiten konfrontiert waren. Auf der Aktienseite hatten wir die größten Verluste bei chinesischen Internetfirmen zu verzeichnen. Die größten Gewinne gab es mit Shopify und Mercadolibre, die sich gegen den Trend sehr positiv entwickelten. Neue Positionen haben wir in den Aktien von Arista Networks, sowie einer Neuemission von Anleihen des Automobilzulieferers Schaeffler eröffnet.

Phaidros Funds Conservative

Der PHAIDROS FUNDS CONSERVATIVE verlor je nach Anteilsklasse zwischen -1,75% und -1,72%. Im Aktienportfolio standen vor allem BASF und Technologiewerte unter Druck, während Pharma- und Konsumaktien, sowie Versorger für eine Stabilisierung sorgten. Das von uns favorisierte Anleihesegment der Unternehmensanleihen war ebenfalls schwächer, vor allem Anleihen von Teva.

Phaidros Funds Fallen Angels

Der PHAIDROS FUNDS FALLEN ANGELS verlor je nach Anteilsklasse zwischen -0,84% und -0,91%. Im Gegensatz zu den Vormonaten konnte das Hochzinssegment seine Outperformance gegenüber Investment-Grade-Anleihen im Mai nicht fortsetzen. Die geringere Risikobereitschaft traf nicht nur die Aktienmärkte, sondern eben auch Anleihen mit geringerer Bonität. Trotzdem verlief der Rückgang der Kurse sehr maßvoll: Hochzinsanleihen gaben im Durchschnitt um-1,2% nach, während sich der Fondspreis besser hielt. Schwach war vor allem das von uns in letzter Zeit bereits reduzierte B-Segment. Die sukzessive Qualitätsverbesserung und die breitere Streuung hat sich somit bereits ausgezahlt. Mittelzuflüsse haben wir erst teilweise investiert, wodurch unsere Liquiditätsquote auf über 10% angewachsen ist. Die größte Gewichtung haben weiterhin wenig zyklische Branchen wie Konsumgüter (24%) und Telekommunikation (19%).

Phaidros Funds Schumpeter Aktien

Der PHAIDROS FUNDS SCHUMPETER AKTIEN verlor je nach Anteilsklasse zwischen -2,49% und -2,75%. Auf Einzeltitelebene wurde die Aktie von Amadeus IT mit Gewinn verkauft und die resultierenden Mittel dafür teilweise in die Aktie von Henkel investiert. Auf Sektorenebene hatten Technologie und Gesundheitswesen weiterhin die höchste Gewichtung, dicht gefolgt vom Konsumsektor. Insgesamt befinden sich derzeit 36 Titel im Portfolio, bestehend aus 25 Monopolisten, 8 Herausforderern und 3 Ausnahmen. Der Ausblick auf die Kapitalmärkte hat sich mittelfristig etwas eingetrübt, nachdem die hohen Erwartungen im Hinblick auf die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China im Sinne einer zeitnahen Auflösung einen jähen Dämpfer erlitten haben. Gleichzeitig trübten sich einige konjunkturelle Daten und Indikatoren unerwartet ein, so dass sich zunehmend Pessimismus an den Aktienmärkten breit machte. Die Strategie des Fonds bleibt daher weiterhin defensiv und abwartend, um mögliche weitere Abwärtsbewegungen mit einer relativ hohen Liquiditätsquote abzufedern und gleichzeitig sich daraus ergebende Chancen möglichst effizient nutzen zu können.


Quelle: Morningstar, 31.05.2019 | Berechnung auf Basis von Monatsultimowerten. Die angegebene Performance ist der berechnete Nettovermögenswert in % in der Fondswährung nach Kosten und ohne Berücksichtigung etwaiger Zeichnungsgebühren. Bei den Angaben handelt es sich um Vergangenheitsdaten, die keine Garantie für zukünftige Entwicklungen darstellen.

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