Der lange Schatten des Brexits

Der lange Schatten des Brexits

Wehe, wenn ich auf das Ende sehe: Sie kennen die Geschichten von Max und Moritz, bei denen man die ganze Zeit weiß, dass die Sache nicht gut ausgehen wird. Der Brexit ist so eine Geschichte, aber ganz real. Die Krise, die sich in Großbritannien den Weg bahnt, kommt alles andere als überraschend. Sie bestätigt lang bekannte Warnungen der Brexit-Kritiker, und die gehen weit über leergetankte Zapfsäulen hinaus. Großbritannien hat in vielen Branchen akute Versorgungsengpässe. Es fehlen nicht nur Fahrer von Tanklastern, sondern generell von Lastwagen. Lieferketten sind unterbrochen. Und das hektische Jahresendgeschäft nimmt doch gerade erst Fahrt auf. Der Weihnachtsrausch könnte in diesem Jahr in Großbritannien ausfallen. Nüchtern betrachtet ist das die logische Konsequenz der jüngeren politischen Entscheidungen. Der bis aufs letzte Rädchen fein austarierte Motor der modernen Arbeitsteilung, die uns allen eine Menge Wohlstand bringt, verträgt eben keine Eingriffe mit dem Vorschlaghammer. Und wenn über die negativen Arbeitsmarkt- und Lieferketteneffekte der Pandemie hinaus zehntausende ausländische Arbeitskräfte aus dem Land getrieben werden, bleibt das nicht ohne Folgen.

Wir sind auch hierzulande nicht gefeit vor schlechten Entscheidungen. Monatelang haben Virologen gewarnt, dass uns ohne mehr Impfungen eine vierte Corona-Welle droht. Da ist sie nun, mit voller Wucht. Hoffen wir, dass uns ein weiterer Lockdown erspart bleibt.

Lassen Sie uns vernünftig handeln und zuversichtlich denken.

 

 

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