15. April 2021 1468 Views

Angst vor Inflation

Die Hoffnung auf einen Nach-Corona-Boom
weckt zunehmend Inflationssorgen. Können die
Notenbanken bei einem deutlichen Preisanstieg
gegenhalten?

 

Weltweit wachsen die Schulden rasant. Die Corona-Pandemie wirkt als Trendverstärker. Die Schuldenlast, das hat uns das Beispiel Japan gelehrt, ist aber so lange problemlos tragbar, wie die Zinsen niedrig bleiben oder die Notenbank die Staatsschulden aufkauft und die Zinserträge zurück an den Staat überweist. Hiervon ist auszugehen, da die Notenbanken rund um den Globus zumindest in den kommenden Jahren an ihrer ultraexpansiven Geldpolitik mit tiefen Zinsen und dem Ankauf von Staatsanleihen festhalten wollen.

Sollte die Inflation aber deutlich über die angestrebte Marke von zwei Prozent steigen, könnte sich das ändern. Allerdings sind höhere Zinsen für den Staat so lange kein Problem, wie sie unter dem Wirtschaftswachstum bzw. der Inflationsrate liegen. Zudem haben die Zentralbanker vorsorglich darauf hingewiesen, dass die Inflation ein paar Jahre über dieser Marke liegen darf, bevor es Zeit wird gegenzusteuern, weil damit lediglich die lange Phase (zu) tiefer Inflationsraten kompensiert würde.

Damit werden auch die Bilanzen der Notenbanken durch Wertpapierkäufe und zusätzliche Liquiditätsmaßnahmen weiterwachsen, ohne dass absehbar ist, wann dieser Prozess ein Ende findet und die Bilanzen wieder auf ein „normales“ Maß schrumpfen könnten…

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