Der Zins entscheidet, nicht der Brexit

Der Zins ist seit jeher die Gravitationskraft
der Finanzmärkte – leider ist der Zins heute
nahezu verschwunden. Weil dieser natürliche
Anker fehlt, drohen nun Fehlallokationen.

 

Für langfristig denkende Investoren ist der Zins die alles entscheidende Einflussgröße. Nicht Brexit, US-Wahl oder das Pulverfass im Nahen Osten. Der Zins ist es. Er wirkt als Gravitationskraft, wie ein Fixpunkt für die Preise sämtlicher Anlageklassen. Ist der Zins verschwunden, fehlt der natürliche Anker. Es drohen Fehlallokationen und Übertreibung. Übertrieben ist beispielsweise die Kursentwicklung von Staatsanleihen. Wer vor 20 Jahren behauptet hätte, dass 30-jährige Bundesanleihen mal Negativrenditen abwerfen würden, dem wären Hohn und Spott sicher gewesen. Womöglich auch nur mitleidiges Kopfschütteln. Überzogen dürften mittlerweile auch viele Immobilienpreise sein, jedenfalls die in ausgewählten Lagen.

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