20. Mai 2021 1525 Views

Die Last mit den Pensionen

Die Pensionsansprüche der Mitarbeiter
von Dax-Unternehmen übersteigen mittlerweile
schon die Marke von 400 Milliarden Euro.
Helfen da die zuletzt wieder etwas gestiegenen Zinsen?

 

Die gesetzliche Rente, soviel ist klar, dürfte im Alter kaum reichen. Das andauernde Zinstief belastet gleichfalls die private Altersvorsorge – zumindest wenn ein Großteil des Geldes in zinsbasierte Anlageformen angelegt wird. Nicht nur Privatpersonen sind von dem Thema betroffen, auch Unternehmen – die ihre Mitarbeiter bei der Altersvorsorge unterstützen.

Seit 2008 wachsen die Pensionslasten der im Deutschen Aktienindex Dax-30 gelisteten Unternehmen kontinuierlich. Zum Ende des Geschäftsjahres 2020 lagen die aggregierten Pensionsschulden bei 407 Milliarden Euro, ermittelte Kai Lehmann vom Flossbach von Storch Research Institute. Damit entsprachen die Verbindlichkeiten zuletzt mehr als das Zweifachen dessen, was im Jahr 2008 ausgewiesen wurde. Zur Deckung dieser Verbindlichkeiten verfügten die Konzerne zuletzt aber nur über ein Planvermögen im Wert von insgesamt 265 Milliarden Euro. Der Ausfinanzierungsgrad lag damit auf Basis der aggregierten Werte bei 58,2 Prozent.

Konkrete Mindestvorgaben bezüglich der Deckungsquote gibt es für Pensionsverpflichtungen in Deutschland nicht. Um diese zumindest konstant zu halten, müssen die Unternehmen in Anbetracht stetig steigender Pensionslasten entweder entsprechende Wertbeiträge auf ihren angelegten Vermögenswerten erzielen. Oder – was vielfach vorkommt, die Ansprüche durch Zuschüsse aufpolstern. Das kann die Unternehmen stark belasten, vor allem, wenn die Erträge nicht wie geplant ausfallen. Die Zuschüsse der Dax-Unternehmen beliefen sich zuletzt auf 8,4 Milliarden Euro. Dennoch ist das Pensionsdefizit der Dax-Unternehmen von 131,5 Milliarden Euro im Vorjahr auf 142,1 Milliarden Euro angewachsen.

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