Ein Klassenunterschied

Vergleich zweier Weltmärkte – warum es in einem Zweikampf vom US- und europäischem Aktienmarkt einen klaren Favoriten gibt. Eine Analyse in vier Schritten.

Derzeit haben Jahresausblicke wieder Hochkonjunktur und wie in jeden Jahr geht es dabei nicht nur um die profane Frage, ob das kommende Jahr ein gutes oder schlechtes Aktienjahr wird. Auch die Frage, ob sich der europäische oder US-amerikanische Aktienmarkt über die nächsten zwölf Monate besser schlagen wird, ist traditionell elementarer Bestandteil eines solchen Blicks in die Kristallkugel. In diesem Jahr scheint man sich da weitgehend einig: 2022 ist an der Börse Europa Trumpf! ­- Diesmal aber wirklich, möchte man hinzufügen; denn schließlich wird die Wette auf Europa seit Jahren immer wieder gesetzt und hat sich fast genau so häufig bisher als falsch erwiesen.

Warum ist das so? Weshalb gelingt es dem US-Aktienindex S&P 500 immer wieder, deutlich besser abzuschneiden als sein europäisches Pendant, der ähnlich marktbreite Stoxx 600? Und spricht das gute Abschneiden der letzten Jahre eher für eine Fortsetzung dieses Trends oder ist es wie beim Roulette: Wenn die Kugel dort zuletzt zehn Mal in Folge „rot“ anzeigte, dann muss doch beim nächsten Mal „schwarz“ kommen?! So falsch diese Annahme beim Glückspiel ist – an der Börse haben Trends nicht selten einen Grund, der dann eher für deren Fortsetzung als für eine unmittelbar bevorstehende Trendwende sprechen würde. Beginnen wir also mit der Frage nach dem „Warum“, dann folgt womöglich die Antwort auf die Frage „Fortsetzung oder Trendwende“ daraus.

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