27. Juli 2021 1800 Views

Wenn die Kaufkraft schwindet

Sparer, die in der Vergangenheit auf sichere Festzinsanlagen gesetzt haben, stellen nun fest: Ihre Rücklagen werden von Negativzinsen und Inflation bedroht.

Aus Nullzins wurde Negativzins, und die lange totgeglaubte Inflation reckt nun wieder ihr Haupt. Damit sind die Zeiten vorbei, in denen ein agnostischer Anleger mit zinslosen Konto- oder Spareinlagen zumindest annährend den realen Wert des Vermögens erhalten konnte. Inzwischen verlangen fast 400 Banken in Deutschland einen Negativzins auf Kontoeinlagen – teilweise schon ab dem ersten Euro.

Wer sein Geld in sichere Staatsanleihen steckt, zahlt ebenfalls drauf. Früher konnte man ausrechnen, wie viel Geld man zurücklegen musste, um von sicheren Zinserträgen leben zu können, heute hat sich diese Rechnung mangels Zinsen erübrigt. Angesichts eines sicheren Verlustes kann man allenfalls noch berechnen, wie stark und wie schnell die Kaufkraft eines in Nominalwerten angelegten Vermögens schrumpft (vgl. Grafik). Doch statt sich mit der Realität zu arrangieren, wünschen sich viele Anleger die gute alte Zeit zurück. Vielleicht weckt sie die steigende Inflation nun aus ihrer Lethargie.

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