Beobachtungen zum Biotech-Wettlauf um die Entwicklung eines Impfstoffs

November 13, 2020


Nachdem die ersten Analysen eines COVID-19-Impfstoffs von zwei Arzneimittelherstellern aus den USA und Deutschland vielversprechende Ergebnisse zeigten, sind Evan McCulloch und Wendy Lam von der Franklin Equity Group zuversichtlich, dass in den USA bereits Ende dieses Jahres ein Impfstoff zum Einsatz unter bestimmten Umständen bereitstehen könnte. Sie führen jedoch aus, warum sie Herausforderungen bei der Fertigung und Verteilung sehen, die sowohl die breitere Akzeptanz des Impfstoffs als auch die Weltwirtschaft bedrohen.


Ein wenig Hintergrund

Im November breitet sich die COVID-19-Pandemie weiter über den Globus aus. Uns stehen inzwischen Medikamente zur Verfügung, mit denen Patienten wirksamer behandelt werden können, auch haben sich Kontaktbeschränkungen und Gesichtsmasken als nützliche Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionsraten erwiesen. Dennoch reichen diese Initiativen allein nicht aus, um der Pandemie ein Ende zu bereiten. Stattdessen ist ein wirksamer, sicherer Impfstoff unseres Erachtens die beste Lösung, um Infektionen zu verhindern und auf möglichst sichere Weise die Herdenimmunität der Weltbevölkerung zu erreichen.

Da ein Impfstoff zum Schutz vor COVID-19 eine enorme Bedeutung trägt, überrascht es nicht, dass zahlreiche Biopharma-Unternehmen auf der ganzen Welt ihre Kräfte mobilisieren, um zu den Bemühungen beizutragen. Laut der Weltgesundheitsorganisation befinden sich derzeit über 200 Impfstoffkandidaten in der Entwicklung, darunter 47 Impfstoffkandidaten, die aktuell klinischen Prüfungen unterzogen werden.1

Ein Blick auf die ersten Ergebnisse der Impfstoffkandidaten

Mehrere Impfstoffkandidaten befinden sich nun im Spätstadium der klinischen Entwicklung und die Phase-3-Daten zu Wirksamkeit und Sicherheit werden in den kommenden Monaten erwartet. Anfang der Woche kündigten der US-Arzneimittelhersteller Pfizer und das deutsche Pharmaunternehmen BioNTech erste Ergebnisse zur Wirksamkeit und Sicherheit ihres mRNA-basierten Impfstoffkandidaten BNT162b2 an. Bei der ersten Zwischenanalyse wurde befunden, dass der Impfstoff bei der Vorbeugung einer SARS-CoV-2-Infektion eine Wirksamkeit von über 90 % aufweist. Aus unserer Sicht sind diese ersten Ergebnisse sehr vielversprechend – eine Schutzquote von über 90 % ist für Impfstoffe sehr robust und liegt deutlich über der von der US Food and Drug Administration (FDA) festgelegten Wirksamkeitsschwelle von 50 %. Darüber hinaus wurden im Rahmen der Zwischenanalyse keine ernsthaften Sicherheitsbedenken festgestellt. Im weiteren Verlauf der Studie könnten sich diese Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten ändern, unserer Einschätzung nach weisen die Zwischenergebnisse aber auf einen hochwirksamen Impfstoff mit einem vertretbaren Sicherheitsprofil hin…

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