Mark Schnieder

2 Jahre Greiff Systematic Allocation Fund

Die Aktienmärkte haben sich im Oktober zunächst äußerst positiv entwickelt. Der S&P 500 erreichte vom Monatsbeginn bis zur Mitte einen Zuwachs von über 5% und der S&P 400 sogar über 8%. Die europäischen Aktienmärkte entwickelten sich ebenfalls positiv, wenngleich das Plus deutlich geringer ausfiel. Zur Monatsmitte änderte sich das Bild jedoch! Die sich abzeichnenden erneuten Lockdown-Maßnahmen in Europa setzten insbesondere dem exportorientierten DAX zu, der den Monat trotz anfänglichen Gewinnen von fast plus 3% mit mehr als minus 9% abschloss. Ähnlich, wenngleich weniger extrem, erging es auch den Indizes Euro Stoxx und S&P 500. Lediglich der S&P 400, der Index der mittelgroßen US-Unternehmen, konnte sich aufgrund der starken ersten Monatshälfte mit ca. 2% im Plus halten. (siehe Abbildung 1).

Abbildung 1: Wertentwicklung europäischer und US-Indizes im Oktober 2020

Der S&P 500 verlor ca. 2,7% und der S&P 400 gewann um ca. 2,2%. Die europäischen Märkte DAX und Euro Stoxx verloren deutlicher mit -9,4% bzw. 5,7% (siehe Tabelle unten).

Ein ähnliches Bild zeigt sich auch in Abbildung 2.  Die Situation hat sich eindeutig verschlechtert und der Spread „Aktienmarkt – Realwirtschaft“ scheint sich vorerst etwas eingeengt zu haben. Weiterhin sind weniger als 30% bis 40% der Unternehmen der jeweiligen Indizes im positiven Bereich (dunkelrot). Im letzten Monat reduzierte sich außerdem der Anteil der Unternehmen, welche eine positive Jahresrendite aufweisen beim Euro Stoxx (um ca. 7%-Punkte, Vergleich dunkelrot – hellrot) und beim S&P 500 um ca. 3%-Punkte. Lediglich beim S&P 400 erhöhte sich der Anteil von niedrigen 31% um ca. 2%-Punkte.

Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen, welche eine negative Rendite aufweisen, rentieren sogar (weiterhin) im Bereich von -12% und mehr (dunkelgrau). Sowohl im Euro Stoxx als auch im S&P 400 sind dies um die 50% aller Aktien. Auch der S&P 500 weist ebenfalls ca. 40% der Aktien aus.

Abbildung 2: Anteil Aktien ausgewählter Indizes mit YTD-Renditen größer 0% und kleiner -12% im September 2020 und im Vormonat

Aus dieser Darstellung wird deutlich, dass die Mehrheit der Unternehmen der breiten Aktienindizes sowohl in den USA als auch in Europa die Pandemie noch lange nicht hinter sich gelassen haben. Dadurch ergibt sich einerseits noch erhebliches Aufholpotenzial, welches auch der Greiff Systematic Allocation Fund nutzen kann. Andererseits zeigt uns der Monat Oktober aber auch wieder, dass die Krise noch nicht vorbei ist und nach der anfänglichen Hoffnung, noch erhebliche Korrekturen erfolgen können.

In Abbildung 3 wird der Greiff Systematic Allocation Fund im Vergleich zum Euro Stoxx und zum S&P 400 dargestellt. Ersichtlich ist, dass der Fonds den Einbruch des Aktienmarktes deutlich reduzieren konnte, obwohl er kurz zuvor noch mit ca. 95% in Aktien investiert war. Das Risikomanagement hat ganze Arbeit geleistet, indem es die Aktienquote innerhalb kurzer Zeit auf 0% reduzierte. Allein die Tatsache, dass keine Aktien mehr im Fonds verblieben, zeigt die ungewöhnliche Stärke der Korrektur. Alle Aktien waren gleichermaßen vom großen Ausverkauf an den Börsen betroffen.

Bei solchen Korrekturen sind Abverkäufe in den Folgemonaten nicht selten, bevor es wieder zu nachhaltig, steigenden Kursen kommt. Aus diesem Grund hält sich die Strategie des Fonds mit Investitionen nach starken Korrekturen zunächst zurück, was in Abbildung 3 mit langsam steigender Aktienquote zu sehen ist.

Der Fonds konnte deshalb an der starken Erholung der Aktienmärkte weniger profitieren, wobei die vorherige Verlustreduzierung es ermöglicht, Risiken zunächst gering zu halten und abzuwarten. Acht Monate nach der Korrektur liegen die Aktienmärkte bereits seit mehreren Monaten auf ähnlichem Niveau wie der Greiff Systematic Allocation Fund.

Abbildung 3: Entwicklung des Fonds seit Jahresanfang im Vergleich zu Aktienindizes

Auch in Abbildung 4 ist zu sehen, wie sich die Aktienquote im Fonds von 95% auf 0% absenkte und sukzessive während der Corona-Pandemie wieder erhöhte. Die vertikalen Balken markieren dabei die Anzahl verkaufter (Balken nach unten) und gekaufter (Balken nach oben) Aktienpositionen.

Im Monat Oktober stieg die Aktienquote zunächst auf über 67% an, wurde dann aber durch vermehrte Verkäufe wieder auf ca. 53% abgesenkt.

Abbildung 4: Entwicklung der Aktienquote seit Jahresanfang mit täglichen Käufen und Verkäufen

Bedingt durch die übergeordnete Marktbewegung der europäischen und auch der amerikanischen Unternehmen, beendete der Fonds den Monat Oktober ebenfalls im Minus. Und auch die Anleihen mussten in diesem Monat geringfügige Verluste verbuchen. Das Monatsergebnis beläuft sich insgesamt auf -1,6%, wohingegen die Aktien mit -1,2% und die Anleihen mit -0,4% dazu beigetragen haben.

Seit Auflage erzielte der Fonds eine Rendite von -6,5% (-7,5% R-Tranche) mit einem maximalen Drawdown von 17% bei einer Volatilität von 8,1%.

Das Portfolio war zum Stichtag mit 30% in US-Aktien und 23% in Euro-Aktien investiert (Netto-Exposure). Des Weiteren befanden sich ca. 28% des Fonds in US-Treasuries und 12% in europäische bzw. Bundesanleihen. 7% waren in Kasse angelegt.

Das Portfolio war mit Blick auf die Sektoren breit diversifiziert. Das größte Gewicht weist zum Stichtag die Branche „Industrie“ mit ca. 12% auf, danach folgen die Sektoren „Chemie“ (6%) und „Handel“ mit 5%.

Abbildung 5: Aufteilung des Fondsbestands zum Monatsultimo

Das Ziel des Fonds ist es, langfristig eine aktienmarktähnliche Rendite bei reduzierten Verlustphasen zu erzielen. Abbildung 6 zeigt die Entwicklung des Fonds seit Auflage vor 2 Jahren. Im Jahr 2019 konnte eine überdurchschnittliche Rendite erzielt werden. Die Corona-Krise erforderte Maßnahmen zur Verlustbegrenzung, in deren Folge die früheren Höchststände bis dato noch nicht wieder erreicht wurden. So erging es aber auch dem Euro Stoxx Index, der mit dem Fonds gleichaufliegt.

Abbildung 6: Entwicklung des Fonds seit Auflage

Ausblick

Aufgrund der ausgewogenen Aktienquote ist der Fonds aktuell sowohl für weiter steigende Aktienkurse als auch für plötzlich auftretende Korrekturen gewappnet. Bei Letzteren kann die Aktienquote schnell wieder reduziert werden, um größere Verluste zu vermeiden. Entspannt sich die Situation wieder, bietet die aktuelle Aktienquote bereits Möglichkeiten zur Partizipation, die nach und nach weiter ausgebaut werden kann.


Weitere Informationen

Ein Interview mit dem Fondsmanager des Greiff Systematic Allocation Fund aus den Zeiten vor der Corona-Krise finden Sie hier:

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