17. Juni 2020 229 Views

Aktuelle Vola-Konstellation attraktiv für die P-22 Futures Strategien

Der Greiff P-22 Fonds verzeichnete im Berichtsmonat einen Rückgang um -0,45% (AK I) und -0,49% (AK R). Für das laufende Jahr 2020 beläuft sich das Ergebnis auf -1,66% (AK I) und -1,91% (AK R).

Mit abermals beachtlichen Kurssteigerungen folgten im Mai weitere Aktienmärkte der vorangegangenen V-Erholung der US-Indizes. Am deutlichsten fielen die Anstiege in Japan, in Deutschland und abermals in den USA aus. Rückgänge verzeichnete der Markt in Hong-Kong. Bund- und JGB-Futures tendierten leichter, US-Treasuries hingegen blieben auf hohem Niveau stabil. Trotz einer sich fortsetzenden Aktienmarkterholung blieb die Volatilität, gemessen am VIX mit 31, auf hohem Niveau.

Grafik 1: Juni 2004 – Juni 2020 S&P-500 Index, (grün, invertiert, linke Skala) und VIX

Ergebnisse der P-22 Strategie

Die Greiff P-22 Strategie setzte die am 23. März begonnene Kurserholung über weite Teile des Berichtsmonats bis zum 26. Mai fort. Zum Ende des Monats, am 27. und 29. Mai, verloren die Futures-Strategien an Terrain, wodurch das Monatsergebnis leicht rückläufig aus dem Monat ging. Mit einer Ergebnisspanne von +1% am 18. Mai, bis zu -1% am 29. Mai und lediglich drei Handelstagen außerhalb des 0,5%-Intervalls, verlief die Entwicklung des Fondspreises und der Strategie in engen Bahnen.

Die Komponenten im Einzelnen

Das All-Weather Modul des P-22 entwickelte sich im Mai leicht positiv. „Risk-off“ Futures-Short-Systematiken erzeugten am 12.05. im S&P-500 und Nasdaq-100 sowie am 14. Mai im Nikkei-225 und im Topix positive (Hedge-) Beiträge. Für Ernüchterung sorgten weiter kritische Äußerungen von US-Notenbankgouverneur Jerome Powell über einen „höchst unsicheren” wirtschaftlichen Ausblick. Zum Ende des Monats am 26. und 27. Mai setzte im Nasdaq eine kleine Korrektur ein und löste in Folge Short-Trades aus, ohne dass sich die Korrektur anschließend fortsetzte. Es setzte ein „buy on dips“-Effekt ein, der Markt drehte nach oben und beendete die Sitzung am Tageshoch. Dieses Muster wiederholte sich zwei Tage später noch einmal im Hang-Seng Index. Auch am letzten Handelstag des Monats setzten DAX und S&P-500 zu Korrekturen an, bei denen Short-Trades ausgelöst wurden, ohne dass sich im Anschluss ein Abwärtstrend ausgebildet hatte. Das derzeit starke Momentum des Aktienmarkts setzte sich somit bis zum Ende des Berichtsmonats durch, wovon die „risk-on“ Komponente des P-22 All-Weather Moduls hiervon profitierte. Das globale Blue-Chip Aktienportfolio legte 0,8% zu und ermöglichte das ausgeglichene Ergebnis des All-Weather Moduls.

Das Ergebnis des Intraday Managed-Futures Modul des P-22 tendierte im Berichtsmonat seitwärts. Bis zum 13. Mai konsolidierten dessen Ergebnisse mit kleinen Rückgängen in einer Spanne von -0,1% bis -0,34%, um verteilt auf die nächsten 9 Handelstage, wieder 1% zuzulegen.  Einen starken Einzelbeitrag vom 0,35% erzielte die Systematik am 22. Mai im Hang-Seng Future. In Folge der Ankündigung Chinas, „solide Rechtsvorschriften auf den Weg zu bringen, um die nationale Sicherheit in den beiden autonom regierten Regionen aufrecht zu erhalten“, gaben dort die Kurse Intraday über 3% nach.

Ausblick

Die Aktienmarktvolatilität lässt sich besser prognostizieren als die Aktienmärkte selbst, da sie langfristig zu ihrem Mittelwert zurückkehrt. Sie kann nicht auf Null fallen, und sie steigt nicht unbegrenzt an. Folglich gibt es, nach langen Phasen niedriger Volatilität, eine höhere Chance auf einen Anstieg und umgekehrt.

Mittelfristig hingegen ist die Aktienmarktvolatilität autokorreliert. Insbesondere während und nach Stressphasen, bleibt die Aktienmarktvolatilität auf mittlere Sicht hoch, bevor sie dann in eine neue Phase weiter sinkender Volatilität mündet.

Da wir uns aktuell in der Afterschock-Phase des Corona-Crashs vom März dieses Jahres befinden, wird das Muster durch das weiterhin hohe Niveau des VIX (Grafik1) bestätigt.

Zeitgleich liegt an den im P-22 Portfolio gehandelten Aktienmärkten die kurzfristige 10-Tages-Volatilität auf einem Niveau, das nur noch halb so hoch ist, wie dass der mittelfristigen 100-Tages Volatilität, weshalb wir einen erneuten Anstieg der Aktienmarktvolatilität kurz- bis mittelfristig für wahrscheinlich halten.

Grafik 2: Aktienindizes und Vola-Konstellation: Euro-Stoxx 50, Nasdaq-100 und Nikkei-225 mit 100-Tage und 10-Tages Vola (rot) und Vola-Verhältnis (grün), Mai 2019 – 10. Juni 2020 

Für die P-22 Futures Strategien ist die aktuelle Vola-Konstellation attraktiv. Sie profitiert von frischen Marktimpulsen, die über die Dauer des Anstiegs der kurzfristigen Vola in der Regel besonders (Intraday) trendstabil verlaufen.


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