Mark Schnieder

Bullen-Euphorie dank starkem Start an der Börse!

Die Rolle von Point&Figure Charts bei der Analyse von Chartformationen

Der Jahresstart war geprägt von der US-Senatorenwahl in Georgia, der Vereidigung von Präsident Biden und seiner ersten Maßnahmen mit Hauptaugenmerk auf ein avisiertes Hilfspaket über 2 Billionen US-Dollar. Das führte zunächst zu einem starken Start an der Börse mit Zuwächsen von ca. 7% im S&P 400 (siehe Abbildung 1). In dieser Bullen-Euphorie konnte sogar auch der Sturm der Trump-Anhänger auf das Capitol der Aktienmarktentwicklung nichts entgegenstellen. Erst die Sorge vor einem Platzen der Bewertungsblase, ähnlich der Dot-Com-Bubble Anfang 2000, führte zum Ende des Monats zu einer kleinen Korrektur, die die europäischen Aktienindizes letztendlich ins Minus drückten, während die US-Benchmarks uneinheitlich abschlossen.

Abbildung 1: Wertentwicklung europäischer und US-Indizes im Januar 2021

Der Greiff Systematic Allocation Fund startete ins Jahr mit einer erhöhten Aktienquote von 72%, die im Laufe des Monats aufgrund der weitreichend positiven Entwicklung der Aktienmärkte auf über 80% aufgebaut wurde und schließlich zum Monatsende wieder etwas darunter, bei ca. 76% notierte. Aufgrund der erhöhten Aktienquote konnte der Fonds von der zeitweise positiven Aktienbewegung profitieren, schloss den Monat dann aber mit einem Ergebnis von -1,2%/-1,3% (I-Tranche / R-Tranche) analog zum EuroStoxx (siehe Abbildung 2).

Abbildung 2 Entwicklung des Fonds im Jahr 2021 im Vergleich zu Aktienindizes

Die Aktien im Fonds konnten dabei im Januar mit ca. -0,9% und die Anleihen mit -0,3% zum Ergebnis beitragen. Seit Auflage erzielte der Fonds eine Rendite von -1,7 % (-2,7% R-Tranche) mit einem maximalen Drawdown von 17% bei einer Volatilität von 8,2%.

Das Portfolio war zum Stichtag mit 42% in US-Aktien und 33% in Euro-Aktien investiert (Netto-Exposure). Die Aktienpositionen sind zu 16% im Industrie-, 8% im Chemie-, 7% im Pharma- und 6% im Automobil-Sektor investiert. Des Weiteren befanden sich ca. 9% des Fonds in US-Treasuries und 4% in europäische bzw. Bundesanleihen. 12% waren in Kasse angelegt (siehe Abbildung 3).

Abbildung 3: Aufteilung des Fondsbestands zum Monatsultimo

Investitionsbeispiel anhand der Aktie Verbund AG

Der Greiff Systematic Allocation Fund wählt Kauf- und Verkaufszeitpunkte anhand eines festgelegten Regelwerks aus. Das zugrundeliegende Handelssystem identifiziert einzelne Aktien mittels charttechnischer Formationen. Am Beispiel der Verbund AG wurde am 28.09.20 ein Kaufsignal ermittelt, nachdem der Aktienkurs eine Widerstandslinie (siehe horizontale Linie in Abbildung 4) durchbrochen hat, was auf einen charttechnischen Ausbruch hindeuten kann. Am 29.09.20 wurde die Aktie zu 47,19 Euro gekauft und am 19.01.21 zu 74,39 Euro mit einer Rendite von ca. 58% verkauft.

Abbildung 4: Chartverlauf der Verbund AG mit Kauf- und Verkaufssignal

Zur Erkennung der charttechnischen Formationen werden Point&Figure Charts verwendet, die Ausbruchsformationen aufzeigen können. In Abbildung 5 wird der zum Chartverlauf (Abbildung 4) passende Point&Figure Chart dargestellt. Point&Figure Charts zeigen Aufwärtsbewegungen (X-Spalten) und Abwärtsbewegungen (O-Spalten). Die digitalisierte und gefilterte Darstellung macht insbesondere Umkehrpunkte sichtbar und computerbasiert auswertbar.

Abbildung 5: Point&Figure Chart der Verbund AG mit Kauf- und Verkaufssignal

In Abbildung 5 ist die Ausbruchformation zu erkennen, die zu einem nachhaltigen Ausbruch führt. Nach starkem Anstieg geht der Aktienkursverlauf in eine Konsolidierungsformation über, die als Ausstiegssignal interpretiert wird, um erzielte Gewinne zu realisieren.

Zum Monatsende war der Fonds zu 76% in Aktien investiert. Die Aktienquote resultierte aus insgesamt 156 Aktientiteln, die aufgrund ähnlicher Chartformationen im Laufe der letzten Monate gekauft wurden (siehe Abbildung 6: Aktienquote). Nicht alle Investments führen zu einem positiven Beitrag, wie die oben aufgeführte Aktie „Verbund AG“. Aber aufgrund der geringen Positionsgrößen und der hohen Anzahl an Aktien, ist der Fonds breit diversifiziert. Werden alle Transaktionsergebnisse betrachtet, ergibt sich langfristig in Summe ein positiver Saldo.

Um Verluste einzugrenzen, werden alle Positionen mit individuellem Stopp-Loss gesichert. Während des Corona-Crashs konnte beobachtet werden, dass alle Aktien verkauft und somit die Aktienquote auf Null Prozent abgesenkt wurde. Der Drawdown war mit 17% deutlich geringer im Vergleich zum breiten im Aktienmarkt und das, obwohl die Aktienquote zu Beginn der Krise bei über 90% lag.

Ein positiver Nebeneffekt der Handelssystematik ist, dass die Aktienquote immer dann hoch ist, wenn viele Aktien Ausbruchformationen aufzeigten. Und das ist immer dann der Fall, wenn die Märkte sich in einem aktienfreundlichen Umfeld befinden. Die GSA-Systematik profitiert von diesen Marktphasen und erzielt auf diese Weise langfristige Gewinne, bis neue oder alte Risiken wieder in den Vordergrund treten und das aktive Risikomanagement durch gezielte Verkäufe Gewinne realisiert und damit einhergehend Risiken reduziert.

Abbildung 6: Entwicklung des Fonds seit Auflage


Weitere Informationen

Ein Interview mit dem Fondsmanager des Greiff Systematic Allocation Fund aus den Zeiten vor der Corona-Krise finden Sie hier:

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