Die Rädchen der P-22 Handelsmaschine griffen nahezu ideal ineinander!

Der Greiff P-22 Fonds verzeichnete im Januar eine Wertentwicklung von 3,04% (AK I) und 2,99% (AK R).

Im Januar konsolidierten internationale Aktienmärkte nach langanhaltender Anstiegsphase erstmalig. Europäische Aktienmärkte entwickelten sich erneut unterdurchschnittlich, während in Japan und Hong-Kong relative Stärke zu beobachten war.

Die erste Korrektur des Jahres setzte gleich zu Anfang, am Montag dem 04. Januar am US-Aktienmarkt ein. Mit 1,5% Rückgang im S&P-500, war dieses der erste nennenswerte Korrekturtag innerhalb der letzten 10 Wochen. Hintergrund waren erneut Nachrichten rund um die Covid-19 Krise, in diesem Fall die erneute Zunahme von Erkrankungen sowie die schleppende Verfügbarkeit der Impfstoffe. Bereits am Folgetag setzte der Markt zur Erholung an und zum Ende der ersten Handelswoche notierten alle relevanten Aktienindizes wieder auf neuen Verlaufshochs.  Zur Mitte des Monats, am 14. und 15. Januar konsolidierten US-Märkte im Zuge der Veröffentlichung negativer Arbeitsmarktzahlen, bevor am 26. Januar der Monatshöchststand des S&P-500 bei rund 3871 Punkten erzielt wurde. Am 27. Januar korrigierten die US-Märkte scharf um rund -2,6%, nachdem mehrere Unternehmen schwächer als erwartet Quartalsergebnisse veröffentlichten und die FED bekannt gab, dass sich die wirtschaftliche Erholung in den USA verlangsamt habe. Zum Monatsende, am 29. Januar, dominierten Markturbulenzen rund um die GameStop und andere Aktientitel, bei denen die Summe der ausstehenden Aktien zuvor teilweise zu über 140% leer verkauft oder verliehen worden waren und nun über Social-Media Kanäle durch Kleinanleger gezielt „gesqueezed“ wurden. Da diese Titel nun theoretisch im Short-Squeeze unbegrenzt ansteigen konnten, resultierte hieraus ein systemisches Risiko in Form von Pleiten auf Broker- und/ oder Clearinghouse Seite, sowie durch Verkaufsdruck auf andere Titel in Form einer Verkaufskaskade. US-Indizes gaben in Folge um etwa 2% nach.

Grafik 1: Aktienindizes und Vola-Konstellation: EuroStoxx-50, Nasdaq-100 und Nikkei-225 jeweils mit 100-Tage und 10-Tages Vola (rot) und Vola-Verhältnis (grün), November 2019 – Januar 2021 

 

Ergebnisse der P-22 Strategie

Grafik 2: Fondspreisentwicklung im Berichtsmonat

 

Die Bandbreite der Tagesrenditen des Fonds bewegte sich im Januar zwischen +2,48% und -0,69%.

Der Greiff P-22 Fonds konnte im Januar an allen Korrekturtagen des US-Aktienmarktes absolute Zuwächse verbuchen. Während am 04. Januar die Handelsgewinne primär mit Nasdaq Futures in der regulären US-Sitzung zustande kamen, waren es am 27. Januar, als der Fonds über 2,48% zulegen konnte, vor allem Erträge aus dem Handel von DAX- und S&P-500 Futures. Hierbei kam dem Fond die seit August vorgenommene Neuverteilung der für die einzelnen Intraday-Systeme relevanten Zeitfenster zugute, die wir im Monatsbericht für August beschrieben hatten.  Über die früher am Tag beginnenden und stärker verteilten Start- und Endzeitpunkte der Einzelsystematiken im P-22 Systemportfolio konnten wir sowohl das Downside-Capture Profil als auch den Grad der Diversifikation des Fonds erhöhen. Am 27. Januar resultierten beispielsweise 80% der Erträge des E-Mini S&P-500 Handels aus Systemen, die vor der Eröffnung des Kassamarktes um 15:30 Uhr initialisiert wurden. Von diesen waren dann bereits 25% der Systeme wieder vor der Eröffnung des Kassamarktes geschlossen.

Grafik 3: Ergebnisverteilung des systematischen Futures-Handels

Follow-the-Sun Trading

Im Januar griffen die Rädchen unserer Handelsmaschine nahezu ideal ineinander. Alle drei Regionen lieferten positive Beiträge. Wenn nachts in Asien Trends erfasst werden konnten, dann sind etwaige Rückgänge im Aktienbasisportfolio für den Tag bereits kompensiert. Folgen dann weitere Treffer in Europa oder USA, erzielt der P-22 sein Alpha. Im Januar kam der höchste Beitrag von knapp 1,16% mit HSI-Futures zustande. Hiervon entfielen 0,8% des Ertrags auf die Managed-Futures Allokation wovon wiederum 0,5% auf Intraday Long-Trades entfielen.

2/3 Intraday Momentum

Die primäre Ertragsquelle des Greiff P-22 Fonds ist das Intraday-Momentum.  Ziel ist die Erfassung von großen Intraday Preisbewegungen. Positionen werden nur eröffnet, wenn Preisbewegungen vordefinierte Einstiegsschwellen zuvor durchstoßen. Der Erfolg unserer Strategien hängt wesentlich von der Volatilität des zugrundeliegenden Assets ab.

Grafik 3: Aktienindex, Volatilitätsindex und Greiff P-22

Das Zusammenspiel von P-22 Fondspreis, S&P-500 und VIX Index der vergangenen fünf Monate zeigt beispielhaft, wie der Fonds im September und Oktober Impulse seitens der Volatilität gut erfasst und sich in dieser Phase sowohl besser als der VIX, als auch dem S&P-500 entwickeln konnte. Das Umfeld änderte sich ab dem 4. November grundsätzlich, als sich rund um den Globus die Aktienmarktrallye verstärkt fortsetzte. Dieses kam dem Aktienbasisportfolio des Fonds zwar ebenfalls deutlich zugute, konnte aber den initialen Verlust des Futures-Portfolios am 04. November sowie die kleineren Verluste danach, die im Zuge eines anhaltend rückläufigen Vol-Umfelds regelmäßig auftreten, nicht kompensieren.

Mit dem neuen Jahr verbesserte sich das Umfeld wieder merklich. Zwei bis drei Korrekturtage genügten dem Ansatz, um die Schere zum S&P-500 in diesem Zeitfenster zu schließen. Die positive Korrelation zum VIX war erneut klar zu erkennen und das Basisportfolio profitierte von seinen asiatischen Aktienpositionen.

Ausblick

Während kurzfristig das Volatilitätsbild (Grafik 1) für eine Beruhigung der Volatilität und somit Fortsetzung der Aktienmarkt Rallye spräche, so ist die Dauer der jetzigen Rallye, seit dem Tief des Marktes im April 2020, einmalig.

Grafik 4: S&P-500 und Länge historischer Rallyes in Tagen


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Quelle Schaubilder: Eigene Berechnungen. Disclaimer: Dieses Dokument richtet sich ausschließlich an Kunden der Kundengruppe „Professionelle Kunden“ gem. § 31 a Abs. 2 WpHG und / oder „Geeignete Gegenparteien“ gem. § 31 a Abs. 4 WpHG und ist nicht für Privatkunden bestimmt. Die Verteilung an Privatkunden ist nicht beabsichtigt. Es dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Finanzanalyse im Sinne des §34b WpHG, keine Anlageberatung, Anlageempfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Historische Wertentwicklungen lassen keine Rückschlüsse auf ähnliche Entwicklungen in der Zukunft zu. Diese sind nicht prognostizierbar. Alleinige Grundlage für den Anteilerwerb sind die Verkaufsunterlagen zum Sondervermögen. Verkaufsunterlagen zu allen Sondervermögen der Universal Investment sind kostenlos bei Ihrem Berater / Vermittler, der zuständigen Depotbank oder bei Universal-Investment unter www.universal-investment.de erhältlich. Alle angegebenen Daten sind vorbehaltlich der Prüfung durch die Wirtschaftsprüfer zu den jeweiligen Berichtsterminen. Die Ausführungen gehen von unserer Beurteilung der gegenwärtigen Rechts- und Steuerlage aus. Für die Richtigkeit der hier angegebenen Informationen übernimmt Greiff capital management AG keine Gewähr. Änderungen vorbehalten. Quellen: Bloomberg, eigene Berechnungen. Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.
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