17. Juli 2020 206 Views

Ein Portfolio voller Krisengewinner

25% Outperformance zu Warren Buffetts Berkshire Hathaway

Das zweite Quartal 2020 war eines der stärksten für Aktien seit langem. In Asien nahmen die wirtschaftlichen Aktivitäten deutlich zu und in Europa greifen immer mehr Lockerungen, was die Stimmung der Anleger wieder deutlich verbessert hat. Auch die amerikanischen Märkte haben sich dynamisch nach oben bewegt, die Gründe dafür sind vielfältig: Die Krise hat mit einem medizinischem Ereignis begonnen (Covid-19) und wird wohl auch mit einem medizinischen Ereignis enden, also mit einem oder mehreren Medikamenten und einem oder vermutlich unterschiedlich wirksamen Impfstoffen. Noch nie zuvor gab es parallel so viele unterschiedliche Strategien für die Suche nach einem Impfstoff, die Geschwindigkeit der Forschungsarbeiten ist enorm. Hinzu kommen die Maßnahmen der Notenbanken und Regierungen weltweit sowie ein weiterer Treiber der Erholung: Innovation.

In diesem Umfeld konnte der Aktienfonds für Beteiligungsunternehmen den Mehrwert der Fokussierung auf Beteiligungsgesellschaften, Holdings und Mischkonzerne mit bestehenden Beteiligungsportfolios, hohen Cash-Flows und Cashbestand aufzeigen. Das Konzept des Fonds ist nicht nur in Warren Buffetts Berkshire Hathaway, sondern in die Warren Buffetts der Welt zu investieren. Das Ergebnis besticht im zweiten Quartal mit einer Outperformance gegenüber diesem größten und erfolgreichsten Beteiligungsunternehmen von 25%.

Portfolio voller Krisengewinner

Das Gesundheitswesen sowie die Digitalisierung, auch in Verbindung mit künstlicher Intelligenz (KI), sind Profiteure in der Coronakrise. KI entwickelt sich zu einer wichtigen Querschnittstechnologie. Wie ist der Fonds in dieser Hinsicht aufgestellt? Im Fonds sind zehn Beteiligungsunternehmen im Bereich Gesundheitswesen investiert oder tätig (z.B. Medizintechnik, Infektionsprävention, Biotech und Pharma). Beispiele aus dem Bereich der spezialisierten Beteiligungsunternehmen mit Branchenfokus im Bereich Buy and Build sind Thermo Fisher und Steris PLC, im Bereich Minderheitsbeteiligungen BB Biotech und HBM Healthcare. Der Bereich Digitalisierung (z.B. Online-Dienste und -Plattformen) auch in Verbindung mit künstlicher Intelligenz wird von vierzehn Beteiligungsunternehmen im Fonds mit abgedeckt. Dell Technologies ist z.B. ein führender Anbieter im Bereich digitale Transformation und seit Auflage im Fonds vertreten. Sieben der Top zehn Unternehmen, was die Anzahl der KI-Patente anbelangt, sind direkt oder indirekt über Beteiligungen im Fonds vertreten. Direkt vertreten sind z.B. die Holdings Alphabet und Sony sowie Intel.

Die Top-Performer

Bei den Unternehmen im Fonds gab es interessante Entwicklungen, so hat z.B. PayPal aus dem Bereich Buy an Build ein weiteres All-Time-High erreicht. Die offene und digitale PayPal Plattform inklusive Braintree, Venmo und Xoom steht in mehr als 200 Märkten weltweit zur Verfügung. Der Cash-Flow wird in strategische Investments und Akquisitionen investiert. In den letzten Jahren hat PayPal so ein Beteiligungsportfolio mit über 10 Investments und 20 Akquisitionen aufgebaut.

Der Mischkonzern Reliance Industries aus dem Bereich Mehrheitsbeteiligungen mit verschiedenen Sparten profitierte stark von der Monetarisierung seiner digitalen Sparte.

Angefangen als Textil- und Ölkonzern, diversifizierte der Geschäftsführer Mukesh Ambani den Konzern weiter z.B. in die Bereiche Life Science und Telekommunikation. Die 2016 eingeführte digitale Sparte Jio wächst stark und entwickelt sich zur Cash Cow des Konzerns. Durch den Verkauf von 24,7% der Tochtergesellschaft wurden knapp 15 Milliarden Dollar eingenommen. Zusammen mit der im Mai durchgeführten Kapitalerhöhung und einem Anteilsverkauf seines Tankstellennetzes an BP ist der Reliance-Konzern jetzt netto schuldenfrei. Reliance überzeugte mit der Ankündigung seiner Strategie und wurde daher zu Beginn der Monetarisierung der digitalen Sparte für CK Hutchison in den Fonds gekauft. Bei CK Hutchison, einer weltweit operierenden Holding-Gruppe sind solche Schritte leider nicht erkennbar und dementsprechend enttäuschend verläuft die Wertentwicklung der Aktie.

Auch Latour aus dem Bereich Value Investing überzeugte mit einem neuen Höchstkurs Anfang Juni. Unter anderem wurden Teile des Aktienpakets an Tomra Systems verkauft. Dadurch setzt Latour finanzielle Mittel für neue Investitionen frei und bleibt weiterhin Hauptaktionär von Tomra Systems. Weiterhin hat Latour u.a. interessante Beteiligungen im Bereich Klima und Lüftung, dieser hat durch das Coronavirus an Bedeutung gewonnen. Das Problem mit der Belüftung betrifft z.B. die gesamte Fleischbranche. Dort gilt es zu verhindern, dass Viren in Aerosolen über Umluftsysteme verteilt werden. Mit Swegon die seit 1994 komplett zu Latour gehört und dem Erwerb der Aktienmehrheit an Nederman in 2007 ist Latour mit zwei Marktführern in diesem Bereich gut aufgestellt.


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