
Greiff P-22: Gute Treffer im Nikkei, DAX und Nasdaq
Der Greiff P-22 Fonds verzeichnete im Juli einen Rückgang um -1,19% (AK I) und -1,23% (AK R). Für das laufende Jahr 2020 beläuft sich das Ergebnis somit auf -2,04% (AK I) und -2,35% (AK R).
An den internationalen Aktienmärkten behaupteten europäische und asiatische Märkte im Juli ihr Niveau, während US-Aktien weiter anstiegen. Der US-Dollar gab deutlich nach. Im Zuge des seit den Märztiefs nun 4 Monate anhaltenden Aufwärtstrends im S&P-500 Index, reduzierte sich die Volatilität, gemessen am VIX, im Juli im gleichen Maße wie der US-Markt zulegte.
Grafik 1: Januar – Juli 2020, S&P-500 Index, grün, und VIX (rot)
Die Eigenschaft der Aktienmarktvolatilität, zu ihrem Mittelwert zurückzukehren, wird am aktuellen Chart der 100-Tages-Volatilität zur 10-Tages-Volatilität gut sichtbar. Vier Monate nach dem Corona-Börsencrash baut sich die mittelfristige Volatilität jetzt deutlich ab, während sie kurzfristig weiterhin auf sehr niedrigen Werten zwischen 10-20% notiert.
Grafik 2: Aktienindizes und Vola-Konstellation: EuroStoxx-50, Nasdaq-100 und Nikkei-225 jeweils mit 100-Tage und 10-Tages Vola (rot) und Vola-Verhältnis (grün), Mai 2019 – 5. August 2020
Ergebnisse der P-22 Strategie

Im Juli verteilten sich die Tagesrenditen des Fonds auf eine Bandbreite von -0,8% bis +0,8%. Bis zur Mitte des Monats partizipierte der Fonds von der positiven Tendenz des internationalen Blue Chip-Aktienportfolios. An drei Handelstagen führten späte Kursrallyes des US-Marktes zu einer Reduktion von potenziell starken Tagesergebnissen, die durch vorherige Intraday-Trading Erträge in Asien und Europa möglich gewesen wären. Das beste Einzelergebnis gelang an einem Tag, an dem die Nasdaq deutlich korrigierte.
Während die Handelsergebnisse in beiden Futures-Modulen in den ersten Wochen im Juli mit kleinen Tagesverlusten abwärts drifteten, legte das Aktienportfolio parallel zu. Umgekehrt konnten ab dem 21. Juli die Futures-Ergebnisse Teile der einsetzenden Korrektur des Aktienportfolios kompensieren. Per Saldo gab das Blue Chip-Aktienportfolio im Juli 0,46% ab. Das „risk-off“-Futures-Systemportfolio trug mit +0,16% und der Long-/Short-Managed Futures-Anteil mit -0,52% zum Monatsergebnis bei.
Einzelne Handelstage im Fokus
Im Detail gab es im Juli aus Strategiesicht 5 interessante Handelstage: Am 13. Juli korrigierten die Aktienmärkte, wovon beide Futures-Module des P-22 partizipierten. In Folge wurde an diesem Tag das Verlaufshoch des Fonds für Juli erzielt. Bereits am Folgetag setzte in den USA ein Pullback der am Vortag begonnen Korrektur ein, der erneut ausgelöste Short-Trades im Nasdaq und S&P-500 ins Minus laufen ließ. In Kombination mit den für diesen Tag noch rückläufigen asiatischen und europäischen Einzelaktienkursen verzeichnete der Fondspreis am 14. Juli einen Rückgang von -80bps.
Das beste Tagesergebnis verzeichnete der Fonds am 23. Juli gegen den fallenden Markt, indem dieser über verschiedene Einstiegspunkte an der Tageskorrektur des Nasdaq 100 Index (über -2,4%) partizipieren konnte. Hintergrund waren Gewinnmitnahmen auf die zuvor am 20. Juli gesehene starke Rally, ausgelöst durch einen unerwarteten Anstieg der US-Arbeitslosenzahlen.
Grafik 3: Nasdaq-100 Future Intraday, 23. Juli 2020 und Short-Einstiegsmarken
Zwei weitere große Einzelmarkttreffer erzielten die P-22-Futuresmodule zum Monatsende, nämlich am 30. Juli im DAX sowie am 31. Juli im Nikkei-Index.
Grafik 4: Erfassung der DAX Bewegung am 30. Juli
Grafik 5: Erfassung der Nikkei Bewegung am 31. Juli
Aus Portfoliosicht wichtig und erfreulich, da alle System-Markt Kombinationen so über die Zeit positive Beiträge erwirtschaften, blieb der Effekt im Fondspreis gedämpft. Einerseits schlossen an beiden Tagen die US-Börsen nach anfänglichem Abverkauf auf Tageshoch, weshalb unsere Positionen im S&P 500-Future im Minus aus dem Markt gingen, andererseits notierte das globale Aktienportfolio des Fonds trotz stabiler US-Aktien an diesen Tagen rückläufig.
Grafik 6: S&P-500 und Intraday-Reversals am 30. und 31. Juli
Ausblick für die P-22 Strategie
Die P-22 Fondsstrategie kombiniert echtes „Crisis-Alpha“ mit Aktienbeta zu einem Allwettermodell. Im Juli beeinträchtigte zum Teil die bullishe Dominanz der US-Märkte das Portfolio. Zum einen ist da der Anstieg der begehrten US-Megacaps, zum anderen zwei politische Lager, deren fiskalpolitische Ausgabenbereitschaft vor der US-Wahl kein Ende zu kennen scheint und last but not least die Geldpolitik der FED, die die Assetpreise befeuert. Insofern könnte, wie von Goldman Sachs publiziert, good news bad news für den Markt sein und bereits schon eine Branchenrotation zu einer Korrektur der techlastigen US-Indizes führen.
Die P-22 Strategie extrahiert systematisch aus Marktkorrekturen Alpha. In Kombination mit seinem Volamanagement und dem Aktienbeta ist der Fonds „antifragil“ und eine Antwort auf die jetzige fundamentale Wirtschafts- und Kapitalmarktkrise.
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