Mark Schnieder

Greiff Systematic Allocation Fund weiterhin defensiv aufgestellt

Die positive Entwicklung der europäischen und amerikanischen Aktienmärkte, die im Mai beobachtet wurde, setzte sich im Juni zunächst fort.  Im Laufe des Monats überwog allerdings die Befürchtung größerer negativer Auswirkungen auf die Wirtschaft, insbesondere in den USA. Somit gaben die Aktienindizes letztendlich einen Teil der Monatsgewinne wieder ab, schlossen jedoch positiv. Der EuroStoxx Index legte 5,0% und der S&P 400 1,3% zu (siehe Tabelle unten).

Allerdings täuschen diese Werte über die breite Entwicklung des Marktes hinweg. So konnten lediglich 30% der Aktien des EuroStoxx seit Jahresanfang ein positives Ergebnis erreichen. Nur die Hälfte, sprich ca. 50% aller Aktientitel, liegen in der Entwicklung besser als -12% seit Jahresanfang. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Aktien des S&P 500, während im S&P 400 lediglich 20% der Aktien positiv und sogar ca. 60% unterhalb von -12% rentieren.

Abbildung 1: Anteil Aktien ausgewählter Indizes mit Renditen größer 0% und kleiner
-12%

 

Aufgrund der nicht übersehbaren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und damit auf die Unternehmen im Anlageuniversum des Greiff Systematic Allocation Fund, wurde die Aktienquote im Fonds im Laufe des Monats lediglich geringfügig von 25% auf ca. 29% erhöht. Durch die überwiegend risikoaverse Allokation hielt der Fonds sich stabil und rentiert mit -0,2% (-0,3% R-Tranche).

 

Das Monatsergebnis ist zurückzuführen auf eine Aktienentwicklung von ca. -0,1% und einer Anleihenentwicklung von ca. -0,1%.

Seit Auflage erzielte der Fonds eine Rendite von -4,5% (-5,3% R-Tranche) mit einem maximalen Drawdown von 17% bei einer Volatilität von 8,3%.

 

Abbildung 2: Aufteilung des Fondsbestands zum Monatsultimo

 

Das Portfolio war zum Stichtag mit 13% in US-Aktien und 16% in Euro-Aktien investiert (Netto-Exposure). Des Weiteren befanden sich ca. 41% des Fonds in US-Treasuries und 12% in Bundesanleihen. 19% waren in Kasse und synthetische Cash-Investments angelegt. Letztere Investments resultieren aus Aktien mit dem entsprechenden absichernden Future-Kontrakt. Diese werden eingesetzt, um die physische (Brutto-) Mindestaktienquote von 25% sicherzustellen und gleichzeitig die Kursrisiken – strategiekonform – auszuschließen.

Abbildung 3: Entwicklung des Fonds seit Jahresanfang im Vergleich zu Aktienindizes

Abbildung 3 zeigt, dass der Greiff Systematic Allocation Fund im Vergleich zu den EuroStoxx- und S&P-Aktienindizes die Verluste deutlich reduzieren konnte. An der unmittelbar eingesetzten Erholung der Märkte partizipierte der Fonds nur geringfügig, was an der niedrigen Aktienquote lag.

Aktienpositionen werden erst dann aufgebaut, wenn die vorgegebenen Rahmenbedingungen für Einstiegssignale gegeben sind. Aufgrund der hohen Volatilität der Einzelaktien und der ursächlichen Unsicherheit über die zukünftigen Auswirkungen der Pandemiebekämpfung, lagen nur bei wenigen Aktientitel die notwendigen Rahmenbedingungen für einen Einstieg vor.

Der defensiv ausgerichtete Analyseprozess beabsichtigt, weitere Verluste möglichst zu vermeiden. Abbildung 3 zeigt, dass die Aktienmärkte trotz der starken Erholung das Verlustniveau des Greiff Systematic Allocation nur teilweise überschreiten konnten. Die vorherige Verlustreduzierung ermöglicht es, Risiken zunächst gering zu halten und darauf zu warten, dass die weltwirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie kalkulierbarer werden.

Abbildung 4: Entwicklung der Aktienquote seit Jahresanfang mit täglichen Käufen und Verkäufen

Abbildung 4 zeigt, wie sich die Aktienquote von 95% auf 0% absenkte und sukzessive auf ca. 29% angehoben wurde. Die vertikalen Balken markieren die Anzahl verkaufter (Balken nach unten) und gekaufter (Balken nach oben) Aktienpositionen.

Abbildung 5: Entwicklung des Fonds seit Auflage

In Abbildung 5 ist die Entwicklung des Fonds seit Auflage zu sehen. Das Ziel des Fonds ist es, langfristig eine aktienmarktähnliche Rendite bei reduzierten Verlustphasen zu erzielen. Dabei wird in Hausse-Phasen eine erhöhte und in Baisse-Phasen eine niedrige Aktienquote angestrebt. In der Kürze der Zeit bewies der Fonds bereits, dass er beides mit der zugrundeliegenden Allokations-Systematik erreichen kann.

Ausblick

Aufgrund der geringen Aktienquote sind größere Verluste durch Aktien derzeit nicht zu erwarten, sofern die Korrektur sich wieder verschärft. Mit einer weiterhin positiven Marktentwicklung können zusätzliche Kauf-Signale auftreten und die Aktienquote wieder nach und nach steigen. Der Fonds bietet somit einen moderaten Wiedereinstieg in das Aktiensegment.


Weitere Informationen

Ein Interview mit dem Fondsmanager des Greiff Systematic Allocation Fund aus den Zeiten vor der Corona-Krise finden Sie hier:

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