Greiffbar - Investments zum Anfassen von Volker Schilling

Greiffbar – Investments zum Anfassen

Welche Themen waren diese Woche am Finanzmarkt relevant?

  • Durchbruch
  • Umbruch
  • Abbruch

Durchbruch beim Handelsstreit

China meldet einen Durchbruch, und die USA bestätigen die Einigung. Der Fahrplan: Schrittweise Rücknahme der Zölle und noch in diesem Jahr ein Treffen der beiden Präsidenten. Dies wäre die beste Gelegenheit, einen gegenseitigen Handelsdeal zu unterzeichnen und schon wäre Trump wieder im politischen Geschäft. Aber auch die Chinesen könnten wieder Vollgas geben und die Produktion hochfahren. Die Börse quittiert die Einigung mit einem Bruch des Seitwärtstrends und setzt neue Jahreshöchstkurse. Gut wer sich im Sommer nicht ins Bockshorn jagen ließ. Sie erinnern sich sicherlich noch an meine Prognose, dass wir nur in die Knie gehen, um einen größeren Sprung nach oben zu wagen. Nur Gewinner? Auf den ersten Blick ja, aber aufgrund der geopolitischen Machtrivalität der beiden Supermächte USA und China ist es nur eine Frage der Zeit bis zum nächsten Konflikt. Kleinere Scharmützel werden die Börse aus meiner Sicht nicht aufhalten, dann auch die Allzeithochs anzugehen (sofern noch nicht geschehen), aber nach der US-Wahl bricht wieder eine Zeit der schärferen Geschütze an.

Umbruch bei den Zinsen

Dreimal in Folge hat die US-Notenbank FED die Zinsen jetzt wieder gesenkt. Das Gremium der US-Notenbanker ist sich allerdings uneins über einen weiteren Fortgang. Es ist davon auszugehen, dass wir in diesem Jahr keinen weiteren Zinsschritt mehr erleben werden. Zinsmaßnahmen im Jahr 2020 werden maßgeblich davon abhängen, ob die Wirtschaft weiter stabile Tendenzen zeigt. Der Rückenwind durch den Umbruch auf wieder lockere Geldpolitik wird dafür sorgen, dass keine Rezession ansteht und die Börsen steigen. Der aktuelle Anstieg ist mehr denn je mit Ängsten und Vorsicht der Investoren besetzt. „Ungeliebte Rallyes“ nennt man solche Bewegungen, da zu viele am Seitenrand stehen und nur zuschauen, wie die Kurse steigen. Konsequenz: Als erstes äußert man Bedenken und Ängste, um die Kurse wieder runter zu beten. Dann verlieren die Shorties die Geduld, also all diejenigen, die auf fallende Kurse gesetzt haben, und lösen ihre Absicherungen auf. Und zu guter Letzt werden die Ängstlichen in den Aktienmarkt getrieben, weil sie zu lange am Rand der Ereignisse abgewartet haben. Die Hausse bricht sich Bahn. Wir sind gerade bei Schritt eins angelangt.

Abbruch des Atomdeals

So wie es aussieht, wird auch der letzte Retter des Iran-Atomdeals bald erkennen müssen, dass der Iran wieder begonnen hat, Uran anzureichern. Die Logik des Regimes ist klar: Was Kim Jong-un kann, das können wir auch: Drohung mit Atomwaffen, um die Amerikaner wieder zu ernsthaften Verhandlungen zu bringen. Dummerweise ist die geostrategische Lage des Landes mitten in einem Pulverfass und durch die besondere Beziehung zu Israel alles andere als harmlos. Es ist daher aus meiner Sicht notwendig, die weiteren Entwicklungen in dieser Angelegenheit im Auge zu behalten, da es hier auch zu einem Gamechanger für die Börsen kommen kann. Es scheint mir die Tragweite dieses Themas nicht ausreichend auf dem politischen sowie Börsen- Parkett erfasst. Brüchig ist die Situation!

Ihr Volker Schilling

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