Mark Schnieder

GSA erzielt beste Monatsperformance seit Auflage

Der europäische Aktienindex Euro Stoxx erzielte mit +17% das beste Monatsergebnis seiner Geschichte, und auch der DAX konnte mit +15% eine seiner besten Monatsrenditen erreichen. Die amerikanischen Aktienindizes konnten zwar auch zweistellige Renditen erzielen, blieben aber dieses Mal hinter den europäischen Märkten zurück (siehe Abbildung 1).
Die hervorragende Performance ist auf das Ergebnis der US-Wahl und auf die Verkündung bald verfügbarer Impfstoffe zurückzuführen. In diesem Zusammenhang konnten speziell die Sektoren zulegen, die bis dato zu den „Corona-Verlierern“ zählten. Dazu gehören insbesondere die Euro Stoxx-Sektoren Finanzen mit +25%, Öl mit +28% und Industrie mit +19%.

Abbildung 1: Wertentwicklung europäischer und US-Indizes im November 2020

Der S&P 500 legte ca. 11% und der S&P um ca. 14% zu. Der weltweite Aktienindex MSCI World konnte 12,8% zulegen (siehe Tabelle unten).

Ein ähnliches Bild zeigt sich auch in Abbildung 2, die Situation hat sich deutlich verbessert. Zwar rentieren seit Jahresanfang immer noch knapp 50% aller Aktien des S&P 400 sowie des Euro Stoxx im negativen Bereich, allerdings hat sich deren Anzahl im Laufe des Novembers um mehr als 10% reduziert.

Viele Unternehmen, welche eine negative Rendite aufweisen, rentieren sogar (weiterhin) im Bereich von -12% und mehr (dunkelgrau). Sowohl im Euro Stoxx als auch im S&P 400 sind dies rund 30% aller Aktien. Auch der S&P 500 weist ebenfalls ca. 20% der Aktien mit einer negativen Rendite von < -12% aus.

Abbildung 2: Anteil Aktien ausgewählter Indizes mit YTD-Renditen größer 0% und kleiner -12% im November 2020 und im Vormonat

Aus dieser Darstellung wird deutlich, dass viele Unternehmen der breiten Aktienindizes sowohl in den USA als auch in Europa noch erhebliches Aufholpotenzial bieten und noch lange nicht bei Ihrem Vorkrisen-Niveau rentieren.

In Abbildung 3 wird der Greiff Systematic Allocation Fund im Vergleich zum Euro Stoxx und zum S&P 400 dargestellt. Während die Indizes zu Beginn des Monats November noch im Nahbereich des Greiff Systematic Allocation Fund notierten, konnten sie sich im Laufe des Monats deutlich vom Fonds abheben, obwohl der Greiff Systematic Allocation Fund mit +4,8% das beste Monatsergebnis seit Auflage erreichte. Die große Differenz ist größtenteils auf die niedrigere Aktienquote im Fonds zurückzuführen, die im November von anfänglich 53% auf 60% angehoben wurde.

Abbildung 3: Entwicklung des Fonds seit Jahresanfang im Vergleich zu Aktienindizes

Die Aktien im Fonds konnten mit ca. +5% und die Anleihen mit -0,2% zum Ergebnis beitragen. Seit Auflage erzielte der Fonds eine Rendite von -2,0 % (-3,0% R-Tranche) mit einem maximalen Drawdown von 17% bei einer Volatilität von 8,2%.

Das Portfolio war zum Stichtag mit 36% in US-Aktien und 24% in Euro-Aktien investiert (Netto-Exposure). Des Weiteren befanden sich ca. 24% des Fonds in US-Treasuries und 12% in europäische bzw. Bundesanleihen. 4% waren in Kasse angelegt.

Das Portfolio war mit Blick auf die Sektoren breit diversifiziert. Das größte Gewicht weist zum Stichtag die Branche „Industrie“ mit ca. 14% auf, danach folgen die Sektoren „Chemie“ (7%) und „Versorger“ mit 6%.

Abbildung 4: Aufteilung des Fondsbestands zum Monatsultimo

Das Ziel des Fonds ist es, langfristig eine aktienmarktähnliche Rendite bei reduzierten Verlustphasen zu erzielen. Abbildung 5 zeigt die Entwicklung des Fonds seit Auflage vor ca. 2 Jahren. Im Jahr 2019 konnte eine überdurchschnittliche Rendite erzielt werden. Die Corona-Krise erforderte Maßnahmen zur Verlustbegrenzung, in deren Folge die früheren Höchststände bis dato noch nicht wieder erreicht wurden.

Abbildung 5: Entwicklung des Fonds seit Auflage

Ersichtlich ist, dass der Fonds den Einbruch des Aktienmarktes deutlich reduzieren konnte, obwohl er kurz zuvor noch mit ca. 95% in Aktien investiert war. Das Risikomanagement hat ganze Arbeit geleistet, indem es die Aktienquote innerhalb kurzer Zeit auf 0% reduzierte. Der Tatsache geschuldet, dass alle Aktien des Fonds verkauft wurden, zeigt die ungewöhnliche Stärke der Korrektur. Alle Aktien waren gleichermaßen vom großen Ausverkauf an den Börsen betroffen.

Bei solchen Korrekturen sind Abverkäufe in den Folgemonaten nicht selten, bevor es wieder zu nachhaltig steigenden Kursen kommt. Aus diesem Grund hält sich die Strategie des Fonds mit Investitionen nach starken Korrekturen zunächst zurück, was in Abbildung 6 mit langsam steigender Aktienquote zu sehen ist.

Der Fonds konnte deshalb an der starken Erholung der Aktienmärkte weniger profitieren, wobei die vorherige Verlustreduzierung es ermöglicht, Risiken zunächst gering zu halten und abzuwarten.

Ausblick

Aufgrund der ausgewogenen Aktienquote ist der Fonds aktuell sowohl für weiter steigende Aktienkurse als auch für plötzlich auftretende Korrekturen gewappnet. Bei Letzteren kann die Aktienquote schnell wieder reduziert werden, um größere Verluste zu vermeiden. Entspannt sich die Situation wieder, bietet die aktuelle Aktienquote bereits Möglichkeiten zur Partizipation, die nach und nach weiter ausgebaut werden kann.


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