Monatsbericht Dreisam Income Januar 2019

Mit einem Wertzuwachs von 5,57% (AK S), 5,50% (AK I) bzw. 5,47% (AK R) konnte der Dreisam Income Fonds in einem Umfeld stark steigender Aktienmärkte deutlich zulegen und die Verluste von Dezember 2018 wieder wettmachen.

Einen fulminanten Start lieferten die Börsen im Januar ab: DAX und ESTX50 stiegen im Januar 5,6% bzw. 5,87% und der S&P500 konnte sogar um 7,88% zulegen. Starken Rückenwind bekamen die Kapitalmärkte von der FED. Die FED vollzog nämlich bei Ihrer Sitzung im Januar eine deutliche Kehrtwende von der noch im Dezember kommunizierten strafferen Geldpolitik. Niedrige Inflation sowie die wirtschaftlichen Risiken – vor allem außerhalb der USA– waren ausschlaggebend für die nun bestätigte Zinspause sowie die angekündigte Verlangsamung der Bilanzreduktion. Aus Marktsicht dürften die Äußerungen der Fed zunächst als Signal interpretiert werden, dass die Zinsen den Höhepunkt erreicht haben und der nächste Schritt nach unten erfolgt. Eine erste Zinssenkung ist per Mitte 2020 zu 50 % bereits eingepreist. Zusammen mit dem baldigen Ende der Bilanzreduktion spricht dies für eher niedrigere Renditen, sich einengende Creditspreads und einen schwächeren US-Dollar.

 

Grafik 1: Credit Spread Einengung im Januar 2019

Der Dreisam Income profitierte im Berichtszeitraum vom allgemeinen Rückgang der Risikoprämien sowie der starken Aktienmarktentwicklung. Kurzfristig konnte der Fonds Opportunitäten im Bereich der „BUG-Aktien“ sowie der „Express-Anleihen“ im Dezember mit Neuallokationen und Anpassungen ausnutzen.

Im Bereich der „Garantiedividenden/Spezialsituationen“ gab es einige Meldungen. Die SinnerSchrader, eine der führenden Digitalagenturen Europas, vermeldete einen guten Start in das Geschäftsjahr. Der Umsatzanstieg von ca. 18% entfiel mit ca. 40% auf Neukunden und die operative Marge konnte um 3% gesteigert werden. Die Jahresprognose wurde ebenfalls bestätigt.

Bei Uniper hat der aktivistische Investor Elliott den Stimmrechtsanteil auf 18% ausgebaut und übt damit weiter Druck auf das Management aus. Der Großaktionär Fortum wiederum hat die Anteilsquote auf 49,99% aufgestockt. Die Gespräche zwischen Fortum und Uniper gestalten sich unverändert schwierig, aber sowohl die fundamentalen als auch die übernahmespezifischen Kriterien sind weiterhin intakt. Da das Portfoliomanagement am kurzen Ende noch keinen finalen Übernahmeschritt seitens des finnischen Großaktionärs erwartet, wurden nach dem guten Lauf der Uniper-Aktien Teilgewinne realisiert.

Bei der SYZYGY Gruppe zahlten sich die Restrukturierungsmaßnahmen und der Gruppenumbau ebenfalls aus. Durch die Rückkehr auf den Wachstumspfad konnte das höchste operative Ergebnis in der Geschichte des Unternehmens erzielt werden. Aufgrund des starken Neugeschäfts und der damit einhergehenden guten Liquiditätsausstattung soll der Hauptversammlung im Juni 2019 eine Dividende in Höhe von 0,40 EUR vorgeschlagen werden, was einer Dividendenrendite von 4,2% entspricht.

Grafik 2: Performance Substrategien seit Fondsauflage

Für Entspannung sorgte auch die Kuponstrategie, die im Berichtszeitraum insbesondere von der starken Performance des Automobilsektors profitierte. Aufgrund der starken Underperformance dieses Sektors im letzten Jahr, wurden dort im letzten Quartal neue Positionen aufgebaut. Auch der Bankensektor, der im letzten Jahr zu den schlechtesten Sektoren zählte, konnte im Januar wieder zulegen. Obwohl an den Kapitalmärkten bereits eine ordentliche Markterholung stattgefunden hat, sind in der Substrategie weiterhin attraktive stille Reserven vorhanden. Der aktuelle jährliche Kupon beträgt ca. 6,8%. Zusätzlich sind immer noch Kursgewinne im zweistelligen Bereich offen, die spätestens bei Rückzahlung des Nominals (100%) fällig werden.

Grafik 3: Kennzahlen Expressanleihen Portfolio

Die Substrategie „Prämie“ konnte an den stabilen Ertragspfad des vorangegangenen Jahres anknüpfen und auch im Januar wieder positive Erträge liefern. Der allgemeine Rückgang der Risikoprämien, insbesondere im Bereich der Volatilitäten, sorgte für Rückenwind.

Der Dreisam Income Fonds konnte somit einen Teil seiner Verluste aus dem Vorjahr im Januar wieder wettmachen. Seit Auflage beträgt das Minus im Fonds noch ca. -2,5%, wohingegen der DAX beispielsweise im Vergleich mehr als 1.000 Punkte und damit 8,8% abgegeben hat. Der Bankensektor, ein Schwergewicht in unserem Portfolio, verlor sogar mehr als 20% im gleichen Zeitraum.

Als Income Fonds sind Ausschüttungen ein wichtiger Bestandteil unseres Strategieansatzes. Alle ordentlichen Erträge werden wie angekündigt an unsere Investoren ausgeschüttet. Für 2018 beläuft sich die Ausschüttung auf 3,50 EUR je Anteilsschein und Anteilsklasse. Die notwendigen Infos sind hier aufgeführt:

Ausschüttungshinweis:

Ausschüttungsbetrag 3,50 EUR
Ex-Tag 15.02.2019
Valuta 19.02.2019

 

Mehr Informationen zum Dreisam Income Fonds erhalten Sie unter www.dreisam-income.de

Quelle Schaubilder:  Eigene Berechnungen

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